Hier klicken Amazon-Fashion Hier klicken Jetzt informieren Bestseller 2016 Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More TDZ Badaccessoires Hier klicken Mehr dazu Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip WS HW16

Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
376
4,4 von 5 Sternen
Format: DVD|Ändern
Preis:4,15 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

TOP 500 REZENSENTam 26. August 2014
Das Volk sollte sich nicht vor seiner Regierung fürchten. Die Regierung sollte sich vor ihrem Volk fürchten

Ich habe den Film damals 2006 im Kino gesehen und fand ihn unterhaltsam. Ich habe ihn 2010 im Fernsehen gesehen und fand ihn immer noch sehr gelungen und unterhaltsam. Seitdem ist aber etwas passiert, unsere Welt hat sich verändert. Die Maske hat eine neue Bedeutung gewonnen und V hat in Form von Anonymous den Kampf gegen ein Regime angetreten, dass jenem in diesem Film immer ähnlicher wird.
Ich finde den Film nicht mehr unterhaltsam, ich finde ihn mittlerweile erschreckend realistisch, eine Mahnung aufmerksam zu beobachten, was gerade passiert, dass unsere Welt dabei ist zu jener zu werden, die in diesem Film gezeigt wird.
In einem totalitären UK regiert eine kleine Riege unter einem nahezu allein herrschenden Großkanzler gegen den Willen des Volkes. Das Volk wird mit dümmlichen Fernsehserien und offensichtlichen Falschmeldungen und Lügen in den Medien für dumm verkauft. Die Medien versuchen die Menschen zu steuern und bemerken dabei nicht, dass ihnen das Volk nicht mehr glaubt und ihnen ihre Lügen nicht mehr abnimmt und nur noch darauf wartet, sich gegen seine Unterdrücker zu erheben.
Es geht um False Flagg Operationen und Staatsterrorismus, um lügende Medien, um Regierungen denen der Wille des Volkes egal ist, die machen was sie wollen um eine kleine herrschende Klasse zufrieden zu stellen.
„Das Volk sollte sich nicht vor seiner Regierung fürchten. Die Regierung sollte sich vor ihrem Volk fürchten“, dieses Zitat begegnet einem heute immer häufiger, wenn es um die aktuelle Politik geht und nun hat es eine neue, aktuelle Bedeutung erhalten und ist nicht mehr nur ein Filmzitat, sondern der Aufruf zum Widerstand gegen die aktuell herrschende politische Klasse. Es wundert mich, dass dieser Film derzeitig noch so im Fernsehen gesendet wird, denn er ist subversiv und regt zum Nachdenken an und ist mit 1984 in eine Reihe zu stellen. Die Geschichte ist wohl bisher einfach kein Klassiker, weil die Vorlage ein Comic mit nicht allzu gefälligem Zeichenstil ist, wäre es ein Buch in der Qualität wie die Literatur aus Orwells Feder, sähe es wohl anders aus.

James Purefoy und Hugo Weaving sind ein genialer V und man merkt den Wechseln zwischen den beiden Schauspielern nicht. Obwohl man nie ein Gesicht sieht und er immer die Maske trägt, schaffen es beide (auch wenn Purefoy irgendwann das Handtuch warf), durch Körpersprache die Emotionen der Figur zu transportieren, wie früher in den Stummfilmen. Das ist eine wirklich außerordentliche Leistung und es muss für einen Schauspieler unglaublich schwer sein, eine Rolle zu spielen, wo nicht, aber auch gar nichts von ihm zu sehen ist, denn auch der Körper ist durch Anzug und Umhang mehr als verhüllt.
11 Kommentar| 11 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. Juni 2007
Regisseur James McTeigue, der seinerzeit den Wachowski-Brüdern (hier: Screenplay und Drehbuchvorlage) als Regieassistenz während der Matrix-Triologie zur Seite stand, schuf mit "V wie Vendetta" - basierend auf einem Comic-Roman - einen vielschichtigen und für Comic-Adaptionen eher untypischen Film. Spannend, dialoglastig und mit einigen ansehnlichen Action-Sequenzen gespickt, orientiert sich der Film stilistisch aufgefrischt eher an "1984" (nach einer Utopie von George Orwell mit John Hurt verfilmt, der hier ebenfalls eine Hauptrolle einnimmt), als beispielsweise an "Spiderman", "Hulk", "Daredevil" oder ähnlichen Hollywood-Blockbuster-Dickschiffen. Dabei wurde "V wie Vendetta" zwar nicht minder aufwendig inszeniert, verzichtet jedoch auf überflüssiges CGI-Effekt-Gehasche, was dem Film eine gewisse optische 'Leichtigkeit' verleiht. Stattdessen steht eine eigensinnige und atmosphärische dichte Handlung im Zentrum des Interesses, die sich mit Terror, Unterdrückung, der ewigen Frage nach 'Gut und Böse' und anderen brisanten Themen auseinandersetzt. Die Tatsache, dass jene in einer totalitären Zukunftsfiktion Großbritanniens angesiedelt ist, wird hierbei nicht durch übliche Science-Fiction-Elemente und übermäßige High-Tech-Szenarien gestützt, sondern präsentiert sich wesentlich subtiler. Fazit: Visuell und strukturell überzeugend und von hervorragenden Schauspielern, einer guten Kameraarbeit und einer einer stimmigen Synchronisation getragen, garantiert "V wie Vendetta" spannendes und durchdachtes Entertainment auf hohem Niveau. Freunde reiner und unverfälschter Actionfilm- oder Science-Fiction-Unterhaltung könnten eventuell enttäuscht werden - ebenso wie jene, die ein genreübliches Special-Effect-Gewitter ohne nennenswerten Tiefgang erwarten.
0Kommentar| 54 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 18. März 2008
Inhalt 5/5:
+ Die Geschichte ist super, klare Ansage gegen totalitäre Systeme
+ Symbolik und Politik, geniale Anspielung auf das 3. Reich, aber ohne den kleinsten Hinweis "Ihr bösen Deutschen" - spielt alles in GB
+ Nicht absehbarer Verlauf
+ Perfekt die Dialoge von V super brilliante Konversation

Bild 5/5:
+ Generell ist der Film sehr dunkel gehalten und beweist hier souverän gute Schwarzwerte
+ Die Farben kommen sehr gut rüber (Bsp. Kellerverlies von V oder die Szene beim Pastor)
+ Die Schärfe ist soweit O.K. wobei ich hier keine Referenz aussprechen würde, aber auch keine negativen Bereiche gesehen habe
+ Alles in allem ein perfektes Bild ohne Schwäche

Ton 5/5:
+ Ist in allen Bereichen gut
+ Da viele Dialoge vorkommen, ist der Surround Effekt nur sequenzweise zu genießen, aber geht vollkommen i.O.
+ Wenn Dialoge über den Center kommen, dann sind diese kraftvoll und mit Volumen, sehr gut

Extras - kann ich nicht bewerten, da diese mich nicht sonderlich interessiert haben.

Fazit:
Wer eine kritische Story über die "Gleichschaltung" eines Volkes, gepaart mit entsprechend guten Dialogen mag und eine Mischung aus Nostalgie (bezogen auf die Aufmachung der Umgebung und Personen) und Neuzeitvision, ist hier genau richtig. Die wenigen blutigen Szenen sind, wenn man es so überhaupt betiteln darf, eher ästhetisch gehalten. Film bekommt sowohl vom Thema, als auch von der Qualität 5 Sterne und eine Kaufempfehlung.
44 Kommentare| 49 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 3. Juni 2007
Ich vergebe eine glatte Fünf an dieses Meisterwerk. Kultverdächtig, wenn auch nicht ohne Durchhänger und Schwächen. Der Wechsel der Stilebenen ist genialisch. Leider bleibt der Filmschurke nur eine Parodie, was der Story den letzten Pfiff nimmt. Genial vor allem jene Passagen, in denen die Erzählerstimme raffiniert montierte Szenen überlagert, dazu eine effektvolle Musik. Habe ich in dieser Art noch nie gesehen, nicht auf diesem hohen Niveau. Lob auch für die Dialoge.

Mein Favorit Tarantino könnte einiges von diesem Film lernen, denke ich.

Nach dem Genuß von "V wie Vendetta" sticht mir die Banalität der meisten anderen Filme noch mehr ins Auge.
0Kommentar| 51 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 18. Januar 2009
Die Blue-ray von V wie Vendetta erfüllt die Erwartungen, die man an sie stellt. Das Bild ist in seiner Gesamtheit sehr scharf und kontrastreich. Jedes Detail ist sehr gut zu erkennen. Als Beispiele sollen hier die Wandreliefs im Hintergrund der Hinrichtung von Guy Fawkes, die (kurze) Draufsicht auf London und die jederzeit lesbaren Texte auf Bildschirmen im Laufe des Films gelten. Leider kann die Blue-ray diese vorhandenen Stärken nicht immer voll ausspielen, da der Film zu großen Teilen in dunkler Umgebung und in geschlossenen Räumen spielt, so dass nur selten die herausragende Tiefenschärfe, zu der die Blue-ray fähig ist zur Geltung kommt. Dies ist jedoch nicht etwa der Blue-ray anzulasten, sondern, wenn man so will, dem Film selbst. Man muss allerdings auch nicht befürchten, dass in dunklen Szenen Details verloren gehen. Jede Schattierung wird jederzeit sehr gut herausgearbeitet.

Ohne jetzt näher auf die recht komplexe Handlung des Films einzugehen, handelt es sich hier sicher um eine der thematisch anspruchsvollsten Comicverfilmungen, die bis heute zu bewundern waren. Er lässt sich wohl am besten als eine Mischung aus "1984" und "Batman" beschreiben, wobei V seine Motivation sowohl aus persönlichen Rachemotiven, als auch aus politischen Gründen bezieht. Jedenfalls ist die Thematik des Films leider brandaktuell und sei jedem übermotiviertem Verfechter der inneren Sicherheit als abschreckendes Beispiel wärmstens ans Herz gelegt.

Bemerkenswert am Rande ist vielleicht noch, das John Hurt, der hier als "Großer Bruder" in Erscheinung tritt, in der Verfilmung von "1984" noch das Opfer des Staatsterrors verkörperte.

Fazit: Die Blue-ray ist technisch (Bild und Ton) auf sehr hohem Niveau, eignet sich auf Grund der Machart des Films aber nur bedingt als Demomaterial. Es sei denn, man möchte ein für alle mal wissen, wie gut der Schwarzwert seines Flatscreens wirklich ist. ;)
Der Film an sich ist über jeden Zweifel erhaben, deshalb glatte 5 Sterne.
22 Kommentare| 58 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. Februar 2007
Der Film ist nicht so schlecht wie ich nach den Stellungnahmen von Alan Moore befürchtet hatte. Moore hatte ja bisher Pech mit den Verfilmungen seiner Stoffe (völlig missraten und in jeder Beziehung peinlich: "The League of Extraordinary Gentlemen" / mit guten Ansätzen und schönen Bildern, aber im Endeffekt doch eher platt: "From Hell"). Da ist verständlich, dass er beim Vendetta-Film skeptisch war. Aber seine krasse Ablehnung geht an den Problemen vorbei, die man bei Comic-Verfilmungen sowieso und bei so komplexen Plots wie denen von Moore besonders hat. Es ist eben schwierig, die Feinheiten der Erzählung, alle Verästelungen der Handlung, die Nebenfiguren oder die politischen, religiösen und sonstigen Andeutungen genau in den Film zu übertragen. Dann wäre es ein 6 Stunden-Epos geworden, das nie einen Verleih gefunden hätte und ein Schattendasein in der Welt der Kleinstfilmfestivals und Expertenkreise hätte führen müssen. Was haben wir stattdessen? Einen Hollywood-Actionschinken, der die reinen Hollywood-Actionschinkenfans immer noch genug langweilen wird. Für den sumpfigsten Teil des Mainstream fehlt professionell gefilmte Action in jeder zweiten Szene, ein sympathischer Held (nicht einer, der mit ner Maske vorm Gesicht rumrennt) und eine schmusige Liebesgeschichte, die gern auch mal ein bisschen dirty action zeigen darf. Nichts davon, Gott sei Dank! Erstaunlich akkurat übertragen die Macher möglichst viele Elemente des Originals in den Film, von der bissigen Kritik Moores an Kirche und Staat geht wenig verloren. Gut gelungen ist auch die Anpassung des 80er-Jahre-Stoffes an die Gegenwart; die Vereinigten Staaten beispielsweise scheiden aus dem globalen Spiel aus weil sie sich in der Nachfolge ihrer Kriege im Mittleren Osten übernommen haben - kein ganz unwahrscheinliches Sezenario... Alle Schauspieler sind in Ordnung: Stephen Fry, William Hurt, Stephen Rea, Natalie Portman zeigen, was sie können - die Portman demonstriert, wie Model-Schlankheit schnell in KZ-Magerkeit übergehen kann. Eine lesbische Liebesgeschichte wurde ebenso wenig unterschlagen wie die irritierende Folterszene, in der V der Frau "ihre Freiheit wiedergibt". Man könnte 10-15 Elemente aufzählen, um die Blockbuster-Regisseure normalerweise einen großen Bogen machen. Also: Respekt für den Mut, auch wenn Alan Moore nicht zufrieden ist. Wenn man ein bisschen Augenmaß für das in der Filmbranche Mögliche hat, dann wird man "V for Vendetta" schätzen. Den Comic sollte man aber in jedem Fall lesen!
44 Kommentare| 55 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 31. August 2016
Der Film basiert auf dem gleichnamigem Comic von Alan Moore, der Comic wurde von 1982-1988 geschrieben und ist bei DC Comics erschienen, anders als in den Comics spielt der Film in der Zukunft und nicht in der Vergangenheit.
Im Film geht es um den Freiheitskämpfer V, der in einem England der Zukunft lebt, dort sind Ausländer und Andersgläubige verboten, es gibt Freigangs-Sperren, man darf seine öffentliche Meinung nicht äußern usw. V will die Regierung zu Fall bringen indem er ein Jahr später an den 5.November erinnern will(der Tag an dem Guy Fawkes einen Anschlag auf den König geplant hatte), indem er Ankündigt das er das House of Parliament sprengen wird.

Ich kenne den Comic noch nicht und kann den Film so nicht damit vergleichen, werde das aber noch nachholen. V wie Vendetta ist eine sehr gelungene Comic Verfilmung. Gewalt wird nur zu passenden Szenen dargestellt und der Film konzentriert sich hauptsächlich auf die Freundschaft von Evey/V. Von der Handlung ist die Geschichte ziemlich realistisch und es gibt viel Dramatik. Über den Helden V erfährt man sehr wenig, nicht mal sein echter Name wird erwähnt. Die Laufzeit ist Ideal, der Film hat keine längen und ist eigentlich Perfekt. Der Film hat außerdem Politische Anspielungen. Die Darsteller sind äußerst überzeugend, das London der Zukunft wird sehr gut dargestellt. Insgesamt hat mir der Film sehr sehr gut gefallen, 6/5 Sternen. Für jeden Fan von Comicverfilmungen und Thrillern ein muss.

Auf jeden Fall zu Empfehlen!
11 Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 17. April 2016
Die USA sind in der Bedeutungslosigkeit versunken, Großbritannien ist ein totalitärer Staat geworden, der, geleitet von Kanzler Sattler und einigen Untergebenen mit eiserner Hand geführt wird. Da taucht der Terrorist V auf und erklärt dem Regime den Krieg, mit der Absicht, es binnen eines Jahres zu stürzen.....
Künstler bedienen sich der Lüge, um die Wahrheit zu erzählen, fällt im Film mehrfach als Ausspruch und den kann man durchaus ernst nehmen. Filme über totalitäre Staaten gibt es genug, V gehört zu den intelligentest gemachten. Eine ironische Note ist schon die Besetzung von John Hurt als Kanzler Sattler, wenn man seine Rolle im Film 1984 kennt. Doch auch sonst fließen viele Dinge ein, von denen man bei genauer Beobachtung der Medien gelegentlich das Gefühl hat, manche Staaten hätten sie gern.
Was V gekonnt zeigt ist, dass eine einzige Idee sich verbreiten und Auswirkungen nach sich ziehen kann, wie man sieht, wenn alle hier wie V auftreten. Und wenn sie sich friedlich ohne Gewalt ihren Weg bahnen sagt das sehr viel aus. Das so etwas durchaus einen Bezug zur Realität haben kann, hat man wenige Jahre später im arabischen Frühling erlebt, als Diktatoren mit vergleichsweise wenig Gewalt entmachtet wurden. Und auch die von V getragene Guy Fawkes-Maske hat sich durch die Gruppe Anonymus in der Realität verankert.
Der wichtigste Satz in V ist aber: Nicht das Volk sollte Angst vor der Regierung haben, sondern die Regierung vor dem Volk. Gemeinsam sind wir stark, Zusammenstehen wie ein Mann... all diese Dinge bekräftigt V letztlich.
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 14. Oktober 2006
Ich möchte meiner Rezension vorwegnehmen, dass ich den Film durch scheinbar allseits gegenwärtige Werbung und dessen Ankündigung mittels eines niveaulosen Trailers nicht ohne eine gewisse Voreingenommenheit angesehen habe - und umso überraschter war ich, als der Film sein wahres Gesicht zu zeigen im Begriff war. Kein sinnloses Gemetzel oder pseudo-lässiges Filmvorantreiben war es, das mich erwartete, sondern ein Film mit ideologischer Sinnhaftigkeit und einem gewissen Stil - auch wenn er diesem nicht ständig treu bleibt. Und resumierend muss ich sagen, dass ich diese Gechichte bedenkenlos jedem ans Herz legen kann, der die moderne Gesellschaft (oder besser Gesagt: Regierung) des Welt auf ähnliche Weise sieht wie ich, und sich etwas radikaleren Betrachtungsweisen nicht verschließt.

Aber nun zum Plot: Zu einer expliziten Handlungsdarlegung möchte ich mich hier nicht versteigen, zumal das schon von einigen meiner Vorrezensenten hinreichend getan wurde, sondern möchte lediglich zu gewissen Eigenheiten des Films Stellung nehmen. Die ganze Story dreht sich um einen Mann, dem von der Gesellschaft die Lebensgrundlage entzogen wurde, genannt "V", und nun Rache an der Welt sucht, die er so sehr verachtet. V selbst ist Idealist und Schöngeist, und wie so jeder Schöngeist fühlt er sich besonders (beziehungsweise ausschließlich) zu den bereits vergangenen Idealen hingezogen, so handelt er stets im Namen des Revoluzzers Guy Fawkes, der 1605 das Parlament mit einer beträchtlichen Anzahl an Schießpulverfässern sprengen wollte und dafür hingerichtet wurde - und V will vollenden, was Fawkes einst beinahe zuwege brachte.

V's Handeln mag, oberflächlich betrachtet, ausschließlich von Hass gelenkt sein, doch sind seine Beweggründe sehr viel komplexer. Dank der hervorragenden Charakterzeichnung, dessen sich der Film bedient, beginnt der Zuschauer langsam, sich ein Bild des messerschwingenden Nahkampfexperten auf der Leinwand zu machen. V ist seiner Ideologie gänzlich erlegen. Weder vor Mord, noch vor landesweiten Fernsehausstrahlungen schreckt er zurück, um diese durchzusetzen, ja er würde gar für sie sterben. Und mit dem Bestreben, das England der Zukunft durch sein parlamentarisches Feuerwerk in eine umfassende Anarchie zu stürzen, treibt er den Film seinem Ende entgegen, das sich der Zuschauer im Stillen herbeisehnt und doch nicht tatsächlich erwartet.

Dessen Beurteilung bleibt jedoch - wie der Film selbst - jedem individuell überlassen. Mir jedenfalls hat er gefallen.
0Kommentar| 24 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 11. März 2007
Regisseur James McTeigue, der seinerzeit den Wachowski-Brüdern (hier: Screenplay und Drehbuchvorlage) als Regieassistenz während der Matrix-Triologie zur Seite stand, schuf mit "V wie Vendetta" - basierend auf einem Comic-Roman - einen vielschichtigen und für Comic-Adaptionen eher untypischen Film. Spannend, dialoglastig und mit einigen ansehnlichen Action-Sequenzen gespickt, orientiert sich der Film stilistisch aufgefrischt eher an "1984" (nach einer Utopie von George Orwell mit John Hurt verfilmt, der hier ebenfalls eine Hauptrolle einnimmt), als beispielsweise an "Spiderman", "Hulk", "Daredevil" oder ähnlichen Hollywood-Blockbuster-Dickschiffen. Dabei wurde "V wie Vendetta" zwar nicht minder aufwendig inszeniert, verzichtet jedoch auf überflüssiges CGI-Effekt-Gehasche, was dem Film eine gewisse optische 'Leichtigkeit' verleiht. Stattdessen steht eine eigensinnige und atmosphärische dichte Handlung im Zentrum des Interesses, die sich mit Terror, Unterdrückung, der ewigen Frage nach 'Gut und Böse' und anderen brisanten Themen auseinandersetzt. Die Tatsache, dass jene in einer totalitären Zukunftsfiktion Großbritanniens angesiedelt ist, wird hierbei nicht durch übliche Science-Fiction-Elemente und übermäßige High-Tech-Szenarien gestützt, sondern präsentiert sich wesentlich subtiler. Fazit: Visuell und strukturell überzeugend und von hervorragenden Schauspielern, einer guten Kameraarbeit und einer einer stimmigen Synchronisation getragen, garantiert "V wie Vendetta" spannendes und durchdachtes Entertainment auf hohem Niveau. Freunde reiner und unverfälschter Actionfilm- oder Science-Fiction-Unterhaltung könnten eventuell enttäuscht werden - ebenso wie jene, die ein genreübliches Special-Effect-Gewitter ohne nennenswerten Tiefgang erwarten.
11 Kommentar| 32 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

6,79 €
4,99 €
6,79 €

Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken