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NR. 1 HALL OF FAMETOP 500 REZENSENTam 15. August 2009
Die Unsitte, Manager mit absurden Boni zu belohnen, werden Leser dieses Buch noch absurder finden. Denn mathematisch betrachtet, können selbst ausgewiesene Erfolge nicht auf das eigene Konto verbucht werden, wenn man die Resultate von Entscheidungen nicht über sehr lange Zeiträume hinweg betrachtet. Und wie alle anderen Behauptungen in diesem Buch wird auch diese mit harten Formeln und zahlreichen Beispielen belegt. Auch wenn man den Namen des Autor im deutschen Sprachraum weniger kennt als in den Vereinigten Staaten, merkt man schnell, dass hier kein gewöhnlicher Physiker schreibt. Ich war jedenfalls nicht überrascht, dass eines der Vorbilder von Leonard Mlodinow der Nobelpreisträger Richard Feynman ist und Mlodinow an den Drehbüchern für "MyGyver" und "Star Trek - The Next Generation" schrieb. Denn wie Feynman versteht es auch Mlodinow hervorragend, Unterhaltung und Wissenschaft unter ein Dach zu bringen, ohne dass die Konstruktion zusammenfällt.

Da die meisten Werke der Ratgeberliteratur die Irrlehre verbreiten, komplexe Systeme ließen sich steuern, ist jedes Buch über den Zufall wichtig. Und wenn es so gut geschrieben ist wie dieses, dann liegt das Wort Pflichtlektüre schon beinahe auf der Zunge. Doch ich spreche es deshalb nicht aus, weil ich niemandem zur Beschäftigung mit einem Thema verdammen möchte, das von Dingen spricht, die gegen die menschliche Natur sind. Aber das ist bei dieser Materie dummerweise der Fall, da unser Gehirn darauf programmiert ist, Muster zu erkennen. Selbst dort, wo es keine gibt oder wo sie unserer Wahrnehmung nicht zugänglich sind. Fragt sich also, wer sich die Lektüre trotzdem antun soll. Ich meine alle, die ihren Theorien einen wissenschaftlichen Anstrich geben wollen oder nach Argumenten für ihren Unglauben suchen.

Verständlich finde ich die Kritik, der Autor würde seine Leser letztlich im Regen stehen lassen, nachdem er ihnen den Glauben an bisherige Erklärungsmodelle geraubt hat. Tatsächlich geht Leonard Mlodinow wenig bis gar nicht auf die Frage ein, wie man das Gelesene nun in den Alltag einbauen soll. Doch so verständlich der Wunsch nach solchen Ratschlägen ist, so verständlich ist das Konzept des Autors, sich mit der Entzauberung zu begnügen. Zumal er ja nicht gänzlich auf Hilfereichungen verzichtet. Nur muss sie der Leser selber aus den vielen Beispielen extrahieren und immer auch zwischen den Zeilen lesen. Das war und ist ja mit anderen Entzauberung ebenfalls so. Wer Religionskritik übt, verpflichtet sich damit nicht zur Lieferung einer Ersatzreligion. Es ist legitim und hat eine lange Tradition, Mythen zerstören zu dürfen, ohne die Verletzung heilen zu müssen. Dass unser Leben zum größten Teil vom Zufall bestimmt wird, ist schwer verdaubare Kost. Und es wird noch viele Bücher wie dieses brauchen, bis alle ohne Bauchschmerzen am Tisch sitzen.

Lesen dürfen dieses Buch selbstverständlich auch alle, die durch ihre Ausbildungslehrgänge dazu verpflichtet sind, Kombinatorik, Statistik und Wahrscheinlichkeitsrechnung zu begreifen. Denn sie werden mit Genugtuung feststellen, dass es noch Fachlehrer gibt, die ihnen komplizierte Formeln mit anschaulichen Beispielen erklären können. Ganz in der Tradition von Richard Feynman und anderen kreativen Wissenschaftlern. Spaß an diesem Buch werden Smalltalker auf gehobenem Niveau haben, die ihre Geschichtensammlung durch einige Neuigkeiten ergänzen wollen. Denn auch wenn Mlodinow zahlreiche alt bekannte Beispiele bringt, wartet er mit so vielen Überraschungen auf, dass die Lektüre immer spannend bleibt.

Mein Fazit: Unter den zahlreichen Büchern, die zu diesem Thema verfasst wurden und in meiner Sammlung sind, gehört dieses klar zu meinen Favoriten. Der Autor versteht die Materie selber so gut, dass er sich voll und ganz auf die möglichst anschauliche Vermittlung konzentrieren kann. Und das gelingt ihm durch gezielte Vereinfachungen, passende Geschichten und unterhaltsame Beispiele.
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am 8. März 2010
Ich habe das Buch gerade zuende gelesen. Es ist sehr spannend geschrieben, mit zahlreichen Anekdoten aus der Welt der Wirtschaft, des Sports, der Politik und der Wissenschaften, tief in die Geschichte hinein bis zurück zu den alten Griechen. In den ersten zwei Dritteln ist es eine Art Einführung in die schliessende Statistik in Romanform und ohne Formeln. Was das Verstehen der Konzepte allerdings nicht in allen Fällen einfacher macht.

Es gibt allerdings ein paar Dinge, die mich stören oder die ich vermisse. Mich überzeugt die Anwendung des Konzepts "Zufall" in diesem Buch überhaupt nicht. Für Mlodinow scheint "Zufall" mit "gleichverteiltem Zufall" gleichbedeutend zu sein. Da geht er allerdings der umgangssprachlichen Verwendung des Worts etwas auf den Leim. In zahlreichen Beispielen demonstriert er, wie Ausgängen von Wirtschaftserfolgen, Schauspielerkarrieren etc. keinerlei Gesetzesmässigkeit zugrundeliegen würde und viel eher Produkte des Zufalls wären. Doch nur im alltagssprachlichen Umgang sind diese beiden Dinge - Zufall und Gesetz - ein Gegensatz, nämlich genau dann, wenn wir es mit gleichverteiltem Zufall, 50 zu 50-Situationen zu tun haben. Das ist aber in komplexen Systemen so gut wie nie der Fall. Der Statistiker ist gerade durch die Tatsache, daß solche rein stochastischen Komponenten, solche "White Noise"-Ereignisse eher selten sind, immer wieder vor Herausforderungen gestellt. Wo auch immer er hinschaut: Überall ist Systematik im Spiel, die ihm - sofern es sich um unbekannte Zusammenhänge handelt - die saubere Statistik "verschmutzt".

Ich finde die Richtung, in die Mlodinows Botschaft geht, nicht verkehrt: "Gebt acht. Die Welt ist alles andere als so ein einfaches Schalter-Licht-System, wie Ihr (Manager, Politiker, Leser) sie immer haben wollt." Soweit so gut. Aber die Botschaft, die er dann suggeriert: "Fast alles ist beliebig (nur der Ehrgeiz nicht)",halte ich für ebenso falsch. Es gibt viele Dimensionen, die unsere Welt der einfachen Mechanik von Ursache und Wirkung entheben: Nichtlinearität (Rückkopplungen), Mikro-Makro-Wechselwirkungen, mangelnde Inforrmation über Anfangszustände und Zusammenhänge, gefilterte Wahrnehmung und eben Stochastik. Vielleicht mag es manchem als Haarspalterei vorkommen, zwischen diesen Dimensionen zu unterscheiden, nach dem Motto "Hauptsache unvorhersagbar". Aber vom philosophischen Standpunkt aus macht es für mich schon einen Unterschied, ob man die Welt quasi-nihilistisch als eine Art Lotteriespiel betrachtet oder als ein System mit mehr oder weniger zahlreichen, sich überlagernden, scharf oder unscharf wirkenden Wechselwirkungen grösstenteils unbekannter Provinienz. Im Fall des ersteren werde ich apathisch. Im letzteren Fall demütig.

Es gibt aber noch etwas, das mich stört: Sein Hang, seine Lotterietheorie ohne das kleinste Fragezeichen allen möglichen Szenarien als universale Theorie überzustülpen. Es ist ja erlaubt, Theorien zu bilden, aber er wäre es dem Leser schuldig, klarzustellen, dass es eine Theorie ist. Gerade, wenn man ein Buch über diejenige Wissenschaft schreibt, in der die Wissenschaftler wie nirgendwo anders Theorien hinterfragen. Zum Teil sind es sogar, mit Verlaub, ziemlich abenteuerliche Theorien, die aus seiner Generalthese entspringen. z.B. das Entstehen von Microsoft als pure Brownsche Bewegung darzustellen und dabei in der Darstellung einige sehr entscheidende Fakten einfach mal unter den Tisch fallen zu lassen, verlangt schon eine gewisse Dreistigkeit. Mlodinow macht es sich zu einfach und verfällt dabei einer weiteren sehr menschlichen Neigung: Die Welt auf einen einzigen plausiblen Reim bringen zu wollen. Trotzdem: Wahrt man beim Lesen etwas Distanz, lohnt sich die Lektüre allemal und man lernt sicher etwas Neues hinzu.
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TOP 500 REZENSENTam 1. November 2009
Der Autor beschreibt die Zufallsforschung auf eine relativ interessante und verständliche Art und Weise. Der Schwerpunkt, im Vergleich zu anderen Büchern zu diesem Thema, liegt sicherlich in der Darstellung der historischen Entwicklung dieses Forschungszweiges einschließlich der entsprechenden Persönlichkeiten.

Die Beispiele kommen dabei leider etwas zu kurz und hätten auch noch verständlicher sein können. Sofern man sich bereits mit dem Thema beschäftigt hat, sind einem außerdem viele der aufgeführten Beispiele bereits bekannt.

Fazit: Durchaus lesenswert aber für meinen Geschmack etwas zu langatmig geschrieben.
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am 25. Mai 2009
Kombinatorik und Statistik, das sind die Alpträume fast aller Studenten. Ihnen sei dieses wunderbare Buch ans Herz gelegt, das alles miteinander vereint, was man sich wünschen kann. Es ist fundiert, exzellent geschrieben und macht soviel Lust auf Wahrscheinlichkeitsrechnung, das man sich die nicht vorhandenen Formeln geradezu herbeisehnt, um sie mit den Beispielen im Text in Beziehung zu setzen. Egal ob es sich um das Bayesche Gesetz handelt, Klumpenbildung in Zufallsreihen oder Sinn und Unsinn des Glücksspiels - der Autor schreibt spannende Geschichten, die den Kern der Mathematik nicht verdunkeln, sondern erhellen. Ein Volltreffer.
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am 13. August 2009
Das Buch ist sehr gut geschrieben, sehr lesenswert und unterhaltsam. Der Autor versteht es die Thematik seines Buches, die Wahrscheinlichkeit und die Rolle des Zufalls im Leben, seinem Leser anschaulich und unterhaltsam zu vermitteln und kommt ohne mathematische Formeln aus. Was mir auch sehr gut gefallen hat ist, dass biographische Elemente der auf diesem Gebiet bedeutendsten Persönlichkeiten mit in den Text eingeflochten werden. Was mich jedoch an dem insgesamt sehr guten Buch gestört hat (daher die vier Sterne) ist die Tatsache, dass man während des Lesens den Eindruck erhält, dass im Leben eigentlich fast alles vom Zufall bestimmt ist, und dass eine daraus unmittelbar folgende Konsequenz wäre, sein Handeln selbst dem Zufall zu überlassen, da der Faktor Zufall sowieso übermächtig ist und den Ausgang des Handelns bestimmen wird. Zwar lässt der Autor im letzten Kapitel erahnen, dass Zufall doch nicht alles ist und dass Ausdauer (und auch Talent) die Wahrscheinlichkeit erhöhen, zum Ziel zu gelangen. An der überaus dominanten Stellung des Zufalls scheint dies jedoch nichts wesentliches zu ändern, was meiner persönlichen Meinung nach etwas an der Realität vorbeigeht. Zufall ist zwar sehr wichtig, aber es gibt eine Reihe weiterer Faktoren, die eine ebenso große Rolle spielen.
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am 26. Januar 2014
Bei diesem Buch handelt es sich um eine populärwissenschaftliche Einführung in die Geschichte der Wahrscheinlichkeitsrechnung und der Statistik, welche mit vielen Anekdoten versehen gut zu lesen ist. (Allerdings setzt das Thema selbst natürlich eine gewisse Affinität des Lesers zu mathematischen Themen voraus, d.h. wem die Mathematik immer schon ein Buch mit sieben Siegeln war, dem wird auch hierbei nicht die mathematische Erleuchtung kommen. Für denjenigen, der sich mit der Thematik auskennt, gibt es umgekehrt Passagen, welche Eulen nach Athen tragen.) Die Anekdoten würzt der Autor immer wieder mit einem ziemlich schwarzen Humor, z.B. in Bezug auf den jüngeren Sohn des Mathematikers und Arztes Cardano: "Unterdessen war es Aldo, Cardanos jüngerem Sohn, der als Kind gern Tiere gequält hatte, gelungen, diese Leidenschaft freiberuflich als Folterknecht für die Inquisition zu nutzen."
Im Verlauf des Buches zeigt der Autor argumentativ überzeugend und auch anhand von Diagrammen, wie z.B. unternehmerische Erfolge bzw. Misserfolge etwa in der Filmbranche den Gesetzen des Zufalls unterworfen sind. Mancher gefeierte Manager hatte einfach eine Glückssträhne, die weniger seinen eigenen Meriten zuzuschreiben war und manchmal basierte sie auf den Entscheidungen seines gefeuerten Vorgängers, der leider einfach eine Pechsträhne hatte. Diese Beobachtungen werden auch mit Ergebnissen der experimentellen Psychologie immer wieder untermauert.
Schließlich versucht der Autor, die gewonnenen Erkenntnisse auf das eigene praktische Leben anzuwenden, wobei er sich in den Bereich der Philosophie (bzw. Theologie) vorwagen muss - sicherlich nicht seine Stärke und nicht der zentrale Inhalt des Buches. Hier sind durchaus interessante Ansätze vorhanden, allerdings muss der Leser nicht alle seine Folgerungen teilen. Die deutsche Übersetzung des Titels ist ein wenig irreführend, denn der englische Titel "The Drunkard's Walk" bezieht sich auf den zentralen Grenzwertsatz und nicht auf die philosophisch-theologische Dimension des Themas. Ob Gott nun würfelt oder ob die stochastischen Vorgänge in der Natur und unserem Leben der Vorhang zu Gottes Allmacht sind, hinter den wir nicht schauen können - diese Frage des Glaubens bleibt auch nach der Lektüre dem jeweiligen Leser überlassen.
Beim Lesen wurde es mir jeweils kaum langweilig und wenn, dann war dies nur meinem mathematischen Vorwissen zu verdanken.
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am 15. September 2015
Das Buch ist über große Strecken kurzweilig geschrieben, aber an manchen Stellen erkennt man auch den Vielschreiber. Ein gutes Lektorat/Eine Endredaktion hätte es auf die Hälfte kürzen können, ohne dass etwas Wesentliches gefehlt hätte.
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am 5. Juli 2011
Ich kann den bisherigen Kritiken nur zustimmen. Für einen Techniker ist der mathematische Inhalt eher dünn; der geschichtliche Hintergrund von gewissem Interesse. Wie der deutsche Titel zustande kam ist mir ein Rätsel. Gott kommt nirgends vor und auch Einsteins berühmter Ausspruch spielt für den Autor keine Rolle. Aber vielleicht glaubt der Verlag, im deutschen Sprachraum dadurch mehr Exemplare verkaufen zu können?
Apropos deutscher Sprachraum: die Bezeichnung von Kurt Gödel als tschechisch-amerikanisch Mathematiker (Taschenbuchausgabe Februar 2011 Seite 43 ganz unten) ist eine beabsichtigte Verfälschung, Unwissenheit oder Schlamperei? Brünn war 1906 Teil der österreichisch-ungarischen Monarchie und vorwiegend von Deutschsprachigen bewohnt. Gödel ist ja auch gleich nach dem 1.Weltkrieg nach Österreich gegangen und erst 1940 in die USA. Also ist er im Sinne von Mlodinows Ausdrucksweise ein böhmisch-österreichisch-amerikanischer Mathematiker. Nach Mlodinows Diktion müsste ja Franz Kafka auch ein Tscheche sein. Schade, dass das dem Rowohltverlag nicht einmal eine Fußnote wert war.
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am 1. April 2014
zuerst einmal ich bin Atheist, also ist mir Gott/Götter soundso egal-es ist eigentlich ein Buch über strukturen für Statistiken damit diese stimmen also somit ein Buch das mir vom Thema schon zuwieder ist weil es den wert des einzelnen relativiert.Gekauft habe ich dieses Buch weil ich mir unerwartete Einblicke und sichtweisen auf die Evolution erwartet habe, das was die unterschiedlichen statistischen sichtweisen aufzeigen war zwar interesant und teilweise aufgrund der idee wie man die Fragen verknüpft auch nicht dumm aber
es ist noch nicht mal besonders flüssig lesbar geschrieben,ich mag es also wirklich nicht aber das kann auch am Thema liegen.
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am 3. Januar 2010
Ich bin schon in der Mitte angekommen - wann kommt der Autor endlich zum Thema?
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