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Kundenrezensionen

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am 12. April 2012
Gideon Greif, israelischer Historiker, beschreibt mit seinem einmaligen, erschütternden und verstörenden Werk die schrecklichen, unbeschreiblichen Vorgänge in der Tötungsmaschinerie des KZs Auschwitz-Birkenau.
Auf den ersten reichlich 50 Seiten des Buches beschreibt der Autor seine Vorgehensweise und gibt einen historischen Überblick zum KZ Auschwitz-Birkenau, versehen mit 3 Abbildungen und 4 Fotos. Der Autor betont ausdrücklich, es gehe darum bis dahin schweigende Zeugen zu Wort kommen zu lassen und durch ihr Vermächtnis, die Getöteten in Erinnerung zu behalten.
Anschließend kommen sieben Überlebende des jüdischen Sonderkommandos zu Wort. Mit jedem führte Gideon Greif zwischen 3 und 12 Interviews, die Fragen und Antworten werden im Buch in inhaltlicher Reihenfolge jeweils auf 40 bis 80 Seiten wiedergegeben. Sie schildern ihre Ankunft und Aufenthaltsdauer im Lager, ihre Aufgaben (die zumeist im Beseitigen der materiellen Überreste und im Verbrennen der vergasten Leichen bestand), ihren Wunsch nach Widerstand und nach dem eigenen Überleben.
Es handelt sich um erzählte Geschichte aus Sicht dieser Überlebenden, aber in ihren übereinstimmenden Antworten kann niemand die objektiven Tatsachen leugnen, dass hier im Detail die grausamste, technisierteste Art des Massenmordes beschrieben wird, die es je gab.
Niemand wird behaupten, dies sei ein schönen Buch, aber jeder sollte es gelesen haben, auch wenn dies kaum möglich ist, ohne zwischendurch vor Grauen zu erstarren oder das Buch wochen- oder monatelang weglegen zu müssen. Mehrmals fragte ich mich beim Lesen, wie Menschen einander so unaussprechlich grausam behandelt können und bewunderte die Überlebenden, die sich trotzdem ihre geistige Gesundheit bewahren konnten. Mit diesem Buch ist es Gideon Greif gelungen, die letzten überlebenden Zeitzeugen Jahrzehnte später zum Sprechen zu bringen und ihr grausames Erleben für hoffentlich immer zu dokumentieren und im Gedächtnis der Leser zu bewahren.
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am 22. August 2004
Die jüdischen Sonderkommandos in Auschwitz-Birkenau sind bis in die Gegenwart Thema zahlreicher Legenden und Vorurteile geblieben. Dies liegt vor allem daran, dass man bis vor kurzem kaum etwas über das Innenleben dieses Arbeitskommandos und seiner Häftlinge wusste. Im Januar 1995 wurde erstmals ein Werk veröffentlicht, das Erinnerungen von sieben Überlebenden des jüdischen Sonderkommandos in Auschwitz-Birkenau gesammelt vorlegte und sich dieser Forschungslücke in der Historiographie des größten nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslagers annahm: Gideon Greifs vielbeachtetes Buch mit dem ausdrucksstarken und bewegenden Titel „Wir weinten tränenlos...".
Vermutlich nur bis zu 110 Häftlingen gelang es zu überleben - 110 von schätzungsweise 2200 Männern, die zwischen Mai 1942 und Januar 1945 zur Arbeit im Kommando „der lebenden Toten" gezwungen wurden. Gegenwärtig leben noch 18 ehemalige Sonderkommando-Häftlinge. Von den 110 Überlebenden haben nur weniger als die Hälfte (45%) überhaupt Zeugnis abgelegt. Von ihnen konnte Greif 24 Zeugen interviewen. Etwa ein Drittel der Befragten kommt in Greifs Buch zu Wort, das seit Januar 1999 in der überarbeiteten Ausgabe des Fischer Taschenbuchverlags vorliegt.
In Gideon Greifs Band berichten sieben von schätzungsweise zwanzig Überlebenden, die zwischen Sommer 1946 und Ende 1949 in Eretz Israel ihre neue Heimat fanden. Die Auswahl und Zusammenstellung ihrer Aussagen gibt einen relativ guten Überblick über die Zwangsarbeit des Sonderkommandos, da diese Überlebenden unterschiedlicher sozialer und nationaler Herkunft waren sowie Funktionen in verschiedenen Arbeitsgruppen hatten. Somit ergibt Greifs Interview-Sammlung eine recht gute Zusammenstellung der verschiedenen Arbeitsgruppen im Sonderkommando, liefert eine genaue Darstellung des Ablaufsschemas der Vernichtungsaktionen sowie detaillierte Informationen über die Vernichtungseinrichtungen und ihre Technik.
Bisher bleibt dieser Band das einzige Beispiel gesammelter Interviews mit ehemaligen Sonderkommando-Häftlingen weltweit. Die restlichen zwei Drittel der gesammelten Aussagen, die Greif systematisch in 18-jähriger und unermütlicher Arbeit gesammelt und aufgezeichnet hat, warten bisher noch vergeblich auf einen Verleger und auf ihre Erstveröffentlichung. Die Edition weiterer Interviews mit anderen Überlebenden wäre wünschenswert und sogar eine wichtige und notwendige Grundlage für weitere Forschungszwecke, alle Veröffentlichungs-Versuche scheiterten jedoch bisher aus „verlagswirtschaftlichen" Gründen. Diese Dokumente sollten der Öffentlichkeit 10 Jahre nach der Erstveröffentlichung von „Wir weinten tränenlos..." nicht länger vorenthalten werden. Möglicherweise ist die mangelnde Unterstützung des Projekts aber auch ein Indiz für die Ignoranz der Entscheider.
Neben der ersten Gesamtdarstellung der Geschichte des jüdischen Sonderkommandos, der im zuKlampen-Verlag im Oktober 2002 erschienenen Monographie „Zeugen aus der Todeszone", ist Greifs Werk das einzige erhältliche Buch in deutscher Sprache, das aus dem innersten Zirkel der Todesfabrik Auschwitz, dem „Innern der Hölle" (Gradowski) und „der Grauzone" der Shoah (Levi) berichtet. Neun Jahre nach der Erstveröffentlichung ist Greifs Werk nach wie vor eine unverzichtbare Quelle für die intensive Beschäftigung mit der Massenvernichtung an den europäischen Juden, ein zeitloses Dokument sowie eine eindringliche Arbeit, in der immer wieder längst verdrängte Details beim Lesen neue Aufmerksamkeit hervorrufen.
Greifs Interview- Sammlung ist ein Nachschlagewerk der Erinnerungen an das Grauen in der Todeszone, das nicht von historischen Kommentaren unterbrochen oder in größere und komplizierte Zusammenhänge eingebettet wird. Dieses bewährte Konzept macht das Buch für jeden leicht lesbar und für Interessierte unbedingt lesenswert.
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am 13. März 2014
Mir stehen immer noch die Haare zu berge, denn wenn man das Buch liest und sich ein bisschen hineindenkt, dann kann man sich das nicht Vorstellen. Denn man macht den ganzen Tag nichts anderes als Menschen beim sterben zuzuschauen und danach muss man sie auch noch wegräumen. Dann immer den Tod im Nacken, denn als Sonderkommando - Häftling kommt man eh nicht lebend raus. Ich finde das nur noch schrecklich und hoffe das sowas nie wieder gemacht wird und danke den Opfern das sie ihre Geschichte erzählt haben und nicht geschwiegen haben, denn ich finde Geschichte auch wenn sie so schrecklich ist wichtig.
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am 2. Juli 2004
Beim Lesen dieses Buches kam es mir oft vor, wie ein schlimmer Alptraum, ich konnte das da geschreibene nicht begreifen, konnte nicht realisieren, dass diese Ereignisse wirklich so stattgefunden haben. Doch durch die Berichte der ehemaligen Häftlinge wird dieser unwirklich erscheinende Alptraum zur Realität! Man kann begreifen, was damals geschah, wie die Menschen sich fühlten... obwohl das wohl kaum mit Worten auszudrücken ist. Doch genau das ist hier ausgesprochen gut gelungen!
Das Buch ist nicht einfach zu Lesen, da man direkt mit den unbegreiflichen Taten früher im KZ Birkenau konfrontiert wird. Teilweise liefen mir die Tränen über das Gesicht, an anderen Stellen musste ich das Buch aus der Hand legen... Manchmal ist es so grauenvoll, dass es unwirklich erscheint, und wenn man dann anfängt zu begreifen, ist man unfähig zu weinen vor Trauer, Schmerz und Wut!
Eines der besten und wichtigesten Bücher zu diesem Thema!
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am 12. Januar 2000
Dieses Buch zeigt die schreckliche Fratze der Shoa - des von den Nazis verübten Massenmords - aus der Sicht derjenigen, die sie aus allergrößter Nähe sahen - der Überlebenden,die in den sog. "Sonderkommandos" eingesetzt waren. Was haben diese Menschen erlebt, die dabei waren, wenn ihre Mitjuden in die Gaskammern geführt wurden, die den Toten die Goldzähne zogen und sie in die Verbrennungsöfen schoben? Das Buch geht dieser Frage mit großem Einfühlungsvermögen nach. Besonders bemerkenswert ist hierbei, daß in den Interviews nicht nur darüber gesprochen wird, was objektiv passiert ist, sondern vor allem auch darüber, wie die Überlebenden es erlebten. Die Auswirkungen auf ihre Psyche, ihre Spiritualität und ihr Weltbild werden zum Thema gemacht, so daß es dem Leser/der Leserin möglich wird, die Shoa wirklich "von innen" zu betrachten, als eine Geschichte von _Menschen_. Unvergeßlich blieb mir zum Beispiel die Antwort des Überlebenden Leon Cohen, der auf die Frage, ob er(noch)an Gott glaube, erwiderte:"Ja, aber nicht wie einer, der das alles nicht durchgemacht hat.", um sich im gleichen Atemzug zum Zionismus zu bekennen, der ihm zur "zweiten Religion" geworden war. Als "Nahaufnahme" des Abgrunds, der sich hinter dem Namen "Auschwitz" verbirgt, ist "Wir weinten tränenlos" ein herzzerreißendes Buch. Es ist jedoch auch ein sehr notwendiges Buch. Notwendig, weil es uns nicht nur klar macht, daß tatsächlich 6 Millionen Juden ermordet wurden, sondern auch, daß jeder dieser 6 Millionen ein Gesicht und ein Herz hatte, so wie die Menschen, die in diesem Buch ihre Geschichte erzählen. Ich empfinde Dankbarkeit dafür, daß wenigstens diese Menschen überlebt haben und den Mut gefaßt haben, Zeugnis abzulegen wider die Barbarei. Wir brauchen sie!
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am 7. Juli 2015
sollte jeder einmal gelesen haben.
Dieses Buch ist sehr gut geschrieben und zieht den Leser in seinen (tragischen) Bann.
Wie verschwindent klein erscheinem einem dann die Mehrzahl unserer heutigen "Probleme".......
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am 21. Mai 2014
Ein ergreifendes Buch das einem authentisch und unverblümt den Schrecken dieser Zeit vermittelt. Die Zeitzeugen sind in ihren Aussagen sehr klar und beschreiben alle Erlebnisse Detailgenau. Trotzdem kann man sich nur schwer vorstellen das sich so etwas grausames tatsächlich zugetragen hat. Ein sehr wichtiges Buch wie ich finde das jeder lesen sollte.
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am 25. Februar 2014
Wer das Buch gelesen hat,kommt nie wieder auf die Idee den Holocaust zu leugnen.Mehrere Zeugen berichten unabhängig voneinander,was sie im KZ erlebt haben,sehr detailiert,zum Teil mit Zeichnungen und Bildern.Habe nie ein erschreckenderes Buch zum Krieg gelesen als das.Die Welt muss es erfahren.
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am 7. Oktober 2015
Ich persönlich finde die Erzählungen und Schilderungen sehr interessant. Ich lese öfters Bücher über dieses Thema und bin wie so oft geschockt über alles. Zum Glück haben diese Menschen überlebt, um ihre Geschichten zu erzählen. Sehr Empfehlenswert!
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am 2. Dezember 2002
dieses buch zeigt dem leser eindringlich und aufwühlend die brandseite des holocaust. menschen jüdischen glaubens, auf befehl der nazis - das sonderkommando - führen ihre glaubensbrüder in die gaskammern von auschwitz. überlebende dieses sonderkommandos kommen zu wort und zeigen minutiös das schrecklichste geschehen der deutschen gesichte - "tränenlos"... den HOLOCAUST.
mich hat dieses buch zutiefst berührt. keine lektüre für den sonntag - vielmehr ein pflicht/ buch für den geschichtsunterricht an deutschen schulen.
"wir weinten tränenlos" ist meiner meinung nach DAS BOLLWERK gegen die auschwitzlüge und ein einzigartiger beweis für das geschehen in der hölle der deutschen menschheit - dem KZ AUSCHWITZ.
ich habe dieses buch nicht an einem stück lesen können, zutief sind die schilderungen, zu grausam und "offen" wird das geschehen in auschwitz, das töten eines volkes - dem volke israels aufgezeigt. in scham und wut verneige ich mich vor den überlebenden des holocaust. shalom. sh`ma israel.
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