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Der stille Herr Genardy: Roman (Allgemeine Reihe. Bastei Lübbe Taschenbücher) Taschenbuch – 13. Juni 2006

4.5 von 5 Sternen 65 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Petra Hammesfahr schrieb mit 17 ihren ersten Roman. Mit ihrem Buch "Der stille Herr Genardy" kam der große Erfolg. Seitdem schreibt sie einen Bestseller nach dem anderen, u.a. "Die Sünderin", "Die Mutter" und "Erinnerungen an einen Mörder". Die Autorin lebt in der Nähe von Köln. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Taschenbuch
Jeder bringt Verständnis und Mitgefühl für eine alleinerziehende Mutter auf, die in zunehmender Angst und Verzweiflung erkennen muß, daß ihr neuer Untermieter phädophil veranlagt ist und ein sexuelles Interesse an der kleinen Tochter seiner Vermieterin hat.
Bis zu diesem Punkt handelt es sich um einen normalen Krimi, wie er der Feder von z.B. Joy Fielding entstammen könnte.
Was dieses Werk von Petra Hammesfahr jedoch auszeichnet, ist die Tatsache, daß sie die Geschichte in großen Teilen durch die Augen des Täters erzählt, und das in einer Art und Weise, daß man gegen den eigenen Willen tatsächlich so etwas wie Mitleid für ihn empfindet. Mich hat diese Erkenntnis zutiefst erschüttert. Es liegt gewiß nicht in der Absicht der Autorin, den Täter in irgendeiner Weise zu rechtfertigen - aber indem sie detaillierte Einblicke in die dunkelsten Abgründe seines gestörtes Seelenleben gewährt, zwingt sie den Leser, in ihm nicht nur den Täter, sondern - wenn auch höchst widerwillig - auch ein Ofer seiner abnormalen Triebe zu sehen. Man muß sich als Leser mit dem stillen Herrn Genardy und seinen Taten auf einer psychologischen Ebene auseinandersetzen, die weit über einen bloßen Krimi hinausgeht.
Dafür und für Petra Hammesfahr unvergleichlichen, anspruchsvollen Erzählstil fernab von Klischees gibt es von mir 5 Sterne.
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Format: Taschenbuch
Bisher hatte ich das Vergnügen "Die Sünderin", "Der Puppengräber" und "Lukkas Erbe" zu lesen. Alle diese Bücher versprechen Spannung pur.
Petra Hammesfahr ist meiner Meinung nach eine exzellente Autorin, die es versteht Ihre Leser in den Bann zu ziehen. Gerade in "Der stille Herr Genardy" beschreibt sie Tatsachen über die wir eigentlich gar nicht weiter nachdenken wollen, da es einfach zu widerlich ist. Die Vorgänge werden von ihr nicht detailliert beschrieben (was sicherlich auch kein Mensch wissen möchte), aber jeder kann sich das Unmenschlichste überhaupt in Gedanken vorstellen.
Die Spannung und das "was kommt jetzt" läßt einen einfach nicht mehr los. Absolut empfehlenswert!!
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Format: Taschenbuch
Es beginnt harmlos, erst noch auch aus der Sicht des Herrn Genardy, der erkennen läßt, daß er Kindern mehr als nur zugetan ist,daß sie seine krankhafte Passion sind.Man erhält Einblick in die Logik seiner ureigensten Gedanken. Dann im Gegenzug Sigrid, die auf jeden Pfennig achten muss, in der typischen Zwickmühle der alleinerziehenden beruftstätigen Mutter, dankbar für jede Unterstützung von außen. Sigrid hat aber auch sonderbare Gedanken und Träume, die eine bedrohliche Atmosphäre aufkommen lassen, da sie sich in ihrer Schrecklichkeit bisher immer bewahrheitet haben. Die Autorin versteht es, einen steilen Spannungsaufbau herzustellen,das Ende erscheint zwangsläufig und logisch! Ein Buch, das man unbedarft anliest und nicht mehr aus der Hand legen kann!
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Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Ich kenne keinen Autor, der sich derart in kranke Geister einfühlen kann. Dem Leser wird bedrohlich klar, dass jeder nette Kerl von nebenan eine gestörte Persönlichkeit sein kann und dass man es ihm oder ihr schlicht und einfach nicht ansieht.
Die Geschichte von Sigrid ist eine gut erzählte Entwicklungsgeschichte, die die Zusammenhänge zwischen den Charakteren sehr eindringlich und bedrückend werden lässt. Sigrid ist selbst eine Art Opfer eines Pädophilen - wenn auch unter anderen Umständen und sozusagen aus freien Stücken. Der stille Herr Genardy ist auch eine Art Opfer, weil er nicht wirklich will, was er tut. Er weiß, dass er schlecht ist. Er versucht nicht, sich zu rechtfertigen. Aber er kann nicht anders. Das macht einen fertig. Der allwissende Leser, der beide Persönlichkeiten kennt und sieht, wie sie sich aufeinander zuentwickeln, sollte beim Lesen starke Nerven behalten. Die genaue Beschreibung, wie Herr Genardy auf "Beutefang" geht, läßt einen an Kindertage zurückdenken und an Onkels, die einem Schokolade oder einen Platz im Auto anbieten. Kurz: es gefriert einem das Blut in den Adern.
Der Ausgang der Geschichte ist ein wenig überraschend; er macht die Sache einfach, befriedigt aber nicht unbedingt. Die Auflösung von Sigrids Alpträumen hat mir dagegen sehr gefallen. Nichts für empfindliche Gemüter, dafür ist das Thema zu realistisch beschrieben.
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Format: Taschenbuch
Das Thema Kindesmissbrauch ist so widerlich, dass man das Buch gleich wieder zuschlagen möchte, und doch fesselt einen der geniale Erzählstil Petra Hammesfahrs so sehr, dass man es nicht mehr aus der Hand legen kann. Ich habe selten bei einer Geschichte so mitgefiebert wie bei dieser, und sie wird sicher noch lange in mir nachhallen und mich beschäftigen.
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Format: Taschenbuch
Petra Hammesfahr ist mit diesem Buch nicht nur ein spannender Krimi gelungen, sondern ein Stück deutscher Literatur in bestem Sinne. Sprachlich ausgefeilt, dem Sujet adäquat und psychologisch stimmig reißt es den Leser bis zum Ende mit, so dass man gar nicht anders kann, als sich in einer Nacht von Anfang bis Ende darauf einzulassen. Kein Satz ist zuviel, an keiner Stelle besteht die Versuchung, mal schnell etwas zu überlesen, also zu schludern.Kurz, ich liebe alle Bücher von dieser Autorin, der stille Herr Genardy aber ist ihr Meisterwerk.Auf eine Inhaltsangabe verzichte ich bewusst, mag der neugierig gewordene Leser dieses Werk an einem regnerischen Herbstwochen- ende für sich entdecken und lieben lernen.
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