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So sitze ich denn zwischen allen Stühlen: Tagebücher 1945-1959 Gebundene Ausgabe – 1. März 1999

4.6 von 5 Sternen 9 Kundenrezensionen

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Die letzten Bände der Tagebücher von Victor Klemperer schließen sein Jahrhundertwerk: sein Leben, minutiös, Tag für Tag. Geboren 1881, gestorben 1960, umfassen seine Tagebücher die gesamte Zeitgeschichte, die gerade für ihn, den Sohn eines Rabbiners, den Wissenschaftler, den Dresdner Professor, eine besonders schmerzhafte war. Wie bereits der zweite Band seiner Tagebücher, Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten, ist auch der dritte geschichtlich äußerst bedeutend und literarisch erschütternd.

Nach Kriegsende leben Klemperer und seine Frau in der DDR. Er lehrt in Dresden, Greifswald, Halle und Berlin. Klemperer, überzeugter Tagebuchschreiber, der minutiös und aufrichtig schildert, was sich um ihn herum zuträgt, ist wie viele zunehmend enttäuscht von dem Staat, in dem er lebt. Er, der den Grauen des Naziregimes entkommen war, sieht Schritt für Schritt die Chance für ein neues, besseres Deutschland verspielt. Dabei ist er selbst eine Figur des öffentlichen Lebens und setzt sich für Bildung und Versöhnung ein. Doch allzu oft stoßen seine Anregungen auf taube Ohren. Klemperer schreibt: "Nicht ein einziges Gefühl in mir, das nicht zwiespältig wäre." Er sitzt nicht nur zwischen den Stühlen seiner Mitmenschen, auch zwischen den beiden Teilen Deutschlands. Dennoch wählte er, so Klemperer mit der Sicht auf Adenauers BRD, nur das kleinere Übel. "Deutschland ist ein in zwei Stücke zerfahrener Regenwurm; beide Teile krümmen sich, beide vom gleichen Faschismus verseucht, jeder auf seine Weise." Allzuviel an der DDR erinnert ihn an vergangene Zeiten, vor allem die Sprache, auf die er als Philologe besonders empfindlich reagiert. Er fügt der Lingua Tertii Imperii, der "Sprache des Dritten Reiches" eine Lingua Quarti Imperii, kurz LQI, eine "Sprache des Vierten Reiches" an.

Doch Klemperers Lebensabschnitt DDR ist nicht nur ein trauriger Epilog, es ist auch die Liebesgeschichte zwischen ihm und seiner zweiten Frau Hadwig. "Mit Hadwig jeden Tag von neuem sehr glücklich, und jeden Tag im Zusammenhang mit ihr die gleichen schweren Gedanken." --Bettina Albert

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Victor Klemperer wurde 1881 in Landsberg/Warthe als achtes Kind eines Rabbiners geboren. 1890 übersiedelte die Familie nach Berlin, wo der Vater zweiter Prediger einer Reformgemeinde wurde. Nach dem Besuch verschiedener Gymnasien, unterbrochen durch eine Kaufmannslehre, studierte Klemperer von 1902 bis 1905 Philosophie, Romanistik und Germanistik in München, Genf, Paris, Berlin. Bis er 1912 das Studium in München wieder aufnahm, lebte er in Berlin als Journalist und Schriftsteller. 1912 konvertierte er zum Protestantismus. 1913 Promotion, 1914 bei Karl Vossler Habilitation. 1914/15 Lektor an der Universität Neapel. Hier entstand eine zweibändige Montesquieu-Studie. Als Kriegsfreiwilliger zunächst an der Front, dann als Zensor im Buchprüfungsamt in Kowno und Leipzig. 1919 o. a. Professor an der Universität München. 1920 erhielt er ein Lehramt für Romanistik an der Technischen Hochschule in Dresden, aus dem er 1935 wegen seiner jüdischen Herkunft entlassen wurde. 1938 begann Klemperer mit der Niederschrift seiner Lebensgeschichte "Curriculum vitae". 1940 Zwangseinweisung in ein Dresdener Judenhaus. Nach seiner Flucht aus Dresden im Februar 1945 kehrte Klemperer im Juni aus Bayern nach Dresden zurück. Im November wurde er zum o. Professor an der Technischen Universität Dresden ernannt. Eintritt in die KPD. 1947 erschien seine Sprach-Analyse des Dritten Reiches, "LTI" (Lingua Tertii Imperii), im Aufbau-Verlag. Von 1947 bis 1960 lehrte Klemperer an den Universitäten Greifswald, Halle und Berlin. 1950 Abgeordneter des Kulturbundes in der Volkskammer der DDR. 1952 Nationalpreis III. Klasse. 1953 wurde er Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Berlin. Victor Klemperer starb 1960 in Dresden. Geschwister-Scholl-Preis 1995. Weitere Veröffentlichungen u.a.: "Moderne Französische Prosa" (1923); "Die französische Literatur von Napoleon bis zur Gegenwart", 4 Bände (1925-1931); "Pierre Corneille" (1933); "Geschichte der französischen Literatur im 18. Jahrhundert" (Band 1 1954, Band 2 1966). Aus dem Nachlaß: "Curriculum vitae" (1989), "Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten" Tagebücher 1933-1945 (1995), "Leben sammeln, nicht fragen wozu und warum" Tagebücher 1918-1932, "So sitze ich denn zwischen allen Stühlen" Tagebücher 1945-1959.

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Top-Kundenrezensionen

Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Auch für Nichtphilologen sind die Tagebücher V. Klemperers ein zeitgeschichtliches Kleinod, die den Nachfahren speziell hier mit dem alltäglichen Daseinskampf nach dem 2. Weltkrieg in der sowjetischen Zone, dem politischen Engagement und den immer wieder aufbrechenden Zerrissenheiten zwischen seiner jüdischen Abstammung und der Angst vor erneuten Repressalien vertraut machen.
Kritisch anzumerken ist, dass ein familiärer Stammbaum in jeden Band hätte aufgenommen werden müssen.
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Von K. Friedgen TOP 500 REZENSENT am 30. Juni 2016
Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Nachdem ich Victor Klemperers bedrückende, aber nicht weniger beeindruckende Tagebücher der Schreckensjahre 1933 bis 1945 gelesen hatte, bin ich mit großer Spannung an die Lektüre seiner Nachkriegsaufzeichnungen gegangen.
Meine Eindrücke, ich muß es offen gestehen, sind zwiespältig. Einerseits bieten sie interessante Einblicke in das Leben in der sowjetisch besetzten Zone Deutschlands nach dem Krieg sowie das allmähliche Entstehen der DDR, andererseits sind sie, ganz im Gegensatz zu den Tagebüchern aus der Nazizeit, über weite Strecken langatmig, ausschweifend, ja langweilig. Da gibt es seitenlange Berichte über KPD- bzw. SED-Tagungen, über Gespräche und Verhandlungen im Kulturbund sowie im VVN, über sich oft stundenlang im Kreis drehende Diskussionen und Gedankenaustäusche zwischen Personen, die man weder kennt noch kennen muß. Das zieht sich oft schlimmer wie Kaugummi, und der Leser ermüdet rasch, schlicht weil er überfordert ist.
Hinzu kommt noch eines, was mir persönlich wenig gefallen hat: So sympathisch der Autor über die Zeit seiner Verfolgung und Unterdrückung berichtet, so sehr einen der leidende, der gejagte Victor Klemperer anrührt und bewegt, so sehr befremdet manche seiner Verhaltensweisen in der Zeit danach. Sein fast nicht zu bändigender Ehrgeiz, seine Geltungssucht, seine Posten- und Pöstchenjägerei, auch sein manchmal aufbrausendes Verhalten Andersdenkenden gegenüber trüben das Bild, das man aus den Bänden der NS-Zeit von ihm gewonnen hat. Hinzu kommt seine manchmal etwas grotesk anmutende Anbiederung an die neuen Verhältnisse, an SED und Sowjet-Besatzung.
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Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Victor Klemperers Tagebücher aus den Jahren nach dem 2.Weltkrieg sind ein beeindruckendes Zeitzeugnis. Sie stellen, wie die Tagebücher während des sog. "Dritten Reiches", Situation und Lebensumstände eines Intellektuellen in Deutschland dar, der von seiner jüdischen Herkunft geprägt ist.
Klemperer beobachtet die Aufbausituation in der Sowjetzone und der DDR äußerst kritisch, obwohl er im Marxismus das Gesellschaftsmodell für die Zukunft Deutschlands sieht.
Die zwei Bände haben eine hervorragende Ausstattung (jeweils zwei Lesebändchen, was es ermöglicht, schnell auf die gut recherchierten Anmerkungen und Erläuterungen zuzugreifen.
Klemperers Tagebücher sind nicht ganz einfach zu lesen. Wer sich jedoch darauf einlässt, erhält einen Einblick in Zeit und Gesellschaft, die kein Geschichtsbuch bieten kann.
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Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Die beiden gebundenen Bände in der Kassette waren in einwandfreiem Zustand und alles macht den Eindruck einer Neulieferung.
Zustellung war sehr schnell und sicher verpackt. Bei dem Preis für mich ein Schnäppchen.Über den Buchinhalt möchte ich nur so viel sagen: "Es schließt sich den vorangegangenen Tagebüchern von 1933 bis 1945 nahtlos an und schildert beeindruckend und für mich gelungen das damalige Tagesgeschehen ohne eine Korrektur aus heutiger Sicht vorzunehmen,zeigt aber auch gleichzeitig die ewig menschlichen Schwächen am Verfasser selbst!"

M. Kunze
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Format: Gebundene Ausgabe
Klemperer beschreibt minutiös die Lebensumstände und die Anfänge der Herausbildung
erster gesellschaftlicher Stukturen in der sowjetischen Besatzungszone.
Ehrlich wird (auch eigene) Vorteilsnahme und Pfründen-Wirtschaft präzise protokolliert.
Tabulos werden das Postengeschacher und die Ordenshascherei offengelegt.
Sein "Prolet-Kult" und seine Dankbarkeit für die russischen Befreier werden verständlich,
wenn man Klemperers Leben im Nazi-Deutschland ("Tagebücher 1933-1945") gelesen hat.
Die Schilderung der Lebensverhältnisse deckt sich mit meinen Kindheitserinnerungen nahtlos.
Für mich eine ehrliche Geschichte des Anfangs der DDR, die durch ausführliche Anmerkungen
sowie ein umfangreiches Personen-Register komplettiert wird.
Bei dieser Lektüre wird einem unser jetziges luxuriöses Leben
erst so richtig bewusst.
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