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So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein!: Tagebuch einer Krebserkrankung Gebundene Ausgabe – 17. April 2009

4.5 von 5 Sternen 57 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Gerade in seiner Nichtperfektion ist dies ein zutiefst menschliches Buch.« (Dirk Knipphals, taz)

»Ein Millionenschicksal, gewiss. Aber dieses Millionenschicksal hat [...] eine Sprache gefunden, die keine klinische Sondersprache ist, sondern krachend, lachend und wimmernd den Schock in Worte fasst.« (Christian Geyer, Frankfurter Allgemeine Zeitung)

»Dieses Buch ist eine der wichtigsten Neuerscheinungen dieses Frühjahrs.« (Christopher Schmidt, Süddeutsche Zeitung)

»Es ist ein schreckliches Buch, ein elendes, ein wahnsinniges trauriges, ein sehr, sehr schönes Buch.« (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung)

»Schlingensief spricht und schreibt derart offensiv [...] es haut einem die Beine weg.« (Benjamin von Stuckrad-Barre, Welt am Sonntag)

»Das Buch ist der Versuch, sich und die Krankheit von außen zu betrachten, dadurch Autonomie zu bewahren. Das macht es lesenswert.« (aspekte.zdf.de)

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Christoph Schlingensief, geboren 1960 in Oberhausen. Seit Anfang der 80er-Jahre drehte Schlingensief Filme, mit der Deutschlandtrilogie (1989–1992) wurde er einer größeren Öffentlichkeit bekannt. In den 90er-Jahren Hausregisseur an der Berliner Volksbühne. Ab 1997 verwirklichte er aktionistische Projekte auch außerhalb des Theaters (u.a. die politische Kunstpartei »Chance 2000« und die Container-Aktion »Bitte liebt Österreich«). In Bayreuth inszenierte er 2004 mit »Parsifal« seine erste Oper. Seine Krebserkrankung im Jahr 2008 verarbeitete Christoph Schlingensief offensiv in seinem Buch »So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein« sowie in seinen Inszenierungen. Zudem entwickelte er die Idee für Remdoogo, ein Operndorf in Afrika, dessen Grundsteinlegung im Februar 2010 stattfand. Schlingensiefs letzte Theaterinszenierung »Via Intolleranza II« (2010) entstand in Zusammenarbeit mit Künstlern aus Burkina Faso. Am 21. August 2010 starb Christoph Schlingensief in Berlin.

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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Gebundene Ausgabe
Eine Liebeserklärung an das Leben? Eine Kriegserklärung an den Tod?
Ein Notruf an all die da oben, die tödliche Schicksalspläne schmieden?
Vielleicht auch ein verzweifelter Versuch, das Hier und Jetzt festzuhalten.
In der gleichzeitigen Tuchfühlung mit einer jenseitigen Welt.
Ein Seelenbekenntnis, das selbst den Himmel aufhorchen lässt.
Und eine Diagnose, die einen Ra(s)tlosen zum Innehalten zwingt.

Christoph Schlingensief taucht in seiner todernsten Begegnung mit einer
bedrohlichen Krankheit in alle Seelentiefen ein.
Mal gehalten von einer unerschütterlichen Hoffnung, dann wieder fallen
gelassen von der zugeschütteten Angst, sterben zu müssen.
Mit der immer wiederkehrenden Frage:
wo bleibt der allmächtige Gott in dieser ohnmächtigen Zeit?
Und wo bitte sehr seine göttliche Gnade in diesem ungnädigen Schicksal?
Er scheint sich in Luft aufzulösen, wo man um Atem ringt.
Selbst seine himmlischen Helfer glänzen durch Abwesenheit.
Hat Schicksal überhaupt ein Gefühl für Zeit? Dafür, wann Menschen bereit sind,
zu gehen? All diese Fragen stellt sich ein Todkranker, der am Leben festhält.
Sein unvollendetes Lebenswerk erfüllt sehen möchte. Und seinen ungebrochenen
Überlebenswillen auf geballten Hoffnungshänden trägt.
Christoph Schlingensief scheint in aller Verlassenheit dennoch einen irdischen Engel
an seiner Seite zu haben. Dem dieses Buch gewidmet ist.
Ob er von Gott geschickt wurde, sei dahingestellt.

Ein Schicksal, das in aller Mutlosigkeit den Weg der Demut findet. Ja sogar neue
Lebenspläne im Angesicht des Todes schmiedet.
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Von Carla HALL OF FAME REZENSENTTOP 1000 REZENSENT am 6. Mai 2009
Format: Gebundene Ausgabe
Als Christoph Schlingensief im Januar 2008 mit der Diagnose Lungenkrebs konfrontiert wird, beginnt er schon bald, seine Gedanken auf Band zu sprechen. Auf diesen Aufnahmen basiert das Buch.
"So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein!" hat mich zutiefst berührt. In diesem Buch der eher leisen Töne wirkt der Regisseur und Aktionskünstler zutiefst verletzlich. Ich habe das Buch in einem Zug durchgelesen.
Schlingensief hat einen sehr sehr traurigen aber auch einen ermutigenden Text geschrieben, der unter die Haut geht. Da steckt so viel Angst drin, soviel Trauer und Wut aber auch sehr viel Liebe. Liebe zu seiner Verlobten Aino, zu seiner Arbeit und vor allem zum Leben.
Das Buch ist kein verjammertes Hadern mit dem eigenen Schicksal, sondern der mutige Versuch das Ungeheuerliche zu verstehen und sich ein Stück weit selbst auf die Spur zu kommen. Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung mit der Familie (vor allem dem verstorbenen Vater), mit der eigenen Einstellung zur Arbeit, mit dem Leben an sich und natürlich mit dem Tod. Schlingensief greift dabei nicht einfach "nur" sein eigenes ganz persönliches Schicksal auf, sondern den Umgang mit Krankheit und mit Tod in unserer Gesellschaft. Er zeigt auf, wie häufig Kranke und ihre Angehörigen allein gelassen werden und ruft bereits im Vorwort dazu auf, aktiv etwas dagegen zu unternehmen. Hier geht es nicht darum, dass ein Mensch seine Geschichte hinausposaunen will um zu sagen "Seht her, da bin ich - und so krass bin ich drauf!" Wer das denkt, hat das Buch nicht gelesen - kann es nicht gelesen haben. Es geht hier nicht um Exhibitionismus o.ä., sondern um einen wichtigen Prozess, den ein Mensch durchläuft und um Erfahrungen, die sicherlich anderen helfen können.
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Format: Taschenbuch
'Der Mensch glaubt nicht, dass er das Leben gewinnt, wenn er es drangibt. Daran scheitert Gottes Utopie'. Funkelnd geschliffene Sätze wie diese finden sich zuweilen in Christoph Schlingensiefs letztem Buch, den Tagebuchaufzeichnungen des 2008 an Lungenkrebs erkrankten Regisseurs und genialischen Bürgerschrecks mit haarsträubend zerzauster Sturm-und-Drang-Frisur. Sätze wie diese sagen: Hier geht einer unbekümmert aufs Ganze. Gemessen daran wirkt der Titel des Buches geradezu provinziell: 'So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein!' Nun ja, wer's glaubt....
Aber man täte diesem Buch Unrecht, wenn man es der plakativen Diesseitigkeitsbehauptung seines Titels überließe. Denn eigentlich ging es dem damals 47jährigen Autor immer um die Würde, seine 'Autonomie' als leidendes Individuum gegenüber jeder (auch göttlichen) Fremdbestimmung, die ihn einen provozierend naiven Blick auf das Drama Jesu am Kreuz werfen lässt: 'Ich glaube wirklich nicht, dass Jesus gerufen hat: Mein Gott, warum hast Du mich verlassen? Ich glaube, er ist einfach ganz still da oben gehangen , hat Aua gesagt und was weiß ich....Er hat einfach gesagt: Ich bin autonom'. Diese 'Autonomie' aber bedeutet zugleich unbedingtes Vertrauen: 'Mein Gott, ich fühle mich geborgen in Dir, ich lasse mich fallen, und glaube an den guten Ausgang in Frieden.' Immer wieder spürt man in diesen frei assoziierenden Einlassungen den Versuch, eine dogmatisch verkrustete Gottesrede aufzubrechen, die im Blick auf eine radikal befristete Zeit jede Lust an der Präsenz, einer auch sinnlich erlebten Gegenwart austreibt.
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