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Der rote Terror: Die Geschichte des Stalinismus Taschenbuch – 1. November 2007
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Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion dringen Einzelheiten über das Ausmaß der Gewalt und des Schreckens in Stalins dreißigjähriger Herrschaft an die Öffentlichkeit. Allmählich werden Archive geöffnet, und das Bild der sowjetischen Geschichte wird wesentlich verändert. Es ist nunmehr unbestritten, dass der Diktator selbst den Massenterror vorantrieb. Noch vor dem Beginn des Zweiten Weltkriegs ließ sein Regime Millionen deportieren, ganze Völkergruppen, Hunderttausende kamen um, auch während des Kriegs und nach 1945 hörten die terroristischen Übergriffe des Regimes gegen Zivilisten und Soldaten nicht auf. Erst mit Stalins Tod 1953 nahm die Gewaltorgie ein Ende. Eine eindrucksvolle Darstellung des Stalinismus voll neuer Perspektiven.
- Seitenzahl der Print-Ausgabe288 Seiten
- SpracheDeutsch
- HerausgeberFISCHER Taschenbuch
- Erscheinungstermin1. November 2007
- Abmessungen12.5 x 1.52 x 19 cm
- ISBN-10359617791X
- ISBN-13978-3596177912
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Produktbeschreibungen
Über den Autor und weitere Mitwirkende
Produktinformation
- Herausgeber : FISCHER Taschenbuch; 4. Edition (1. November 2007)
- Sprache : Deutsch
- Taschenbuch : 288 Seiten
- ISBN-10 : 359617791X
- ISBN-13 : 978-3596177912
- Originaltitel : Der rote Terror
- Abmessungen : 12.5 x 1.52 x 19 cm
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 407,002 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
- Nr. 602 in Zwischenkriegszeit (Bücher)
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- Nr. 1,458 in Zweiter Weltkrieg (Bücher)
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Baberowskis Ausgangspunkt ist die Ideologie. Indem sie unmittelbar an das Gedankengut der Aufklärung und die Reformpolitik der Zaren anknüpften, hätten die Bolschewiki versucht, ihrem rückständigen Land eine Ordnung aufzuzwingen, für die es nur minimale Voraussetzungen mitbrachte. Die Russen sollten in kürzester Zeit moderne Europäer werden und ihre überkommene Lebensform hinter sich lassen. "Die russischen Kommunisten waren gelehrige Schüler des Zeitalters der Vernunft und der Aufklärung. Was die Natur versäumt hatte, das sollte von Menschenhand vollbracht werden. Was sich der Vernunft, so wie die Bolschewiki sie verstanden, nicht fügte, musste aus der Wirklichkeit verschwinden. Der Sozialismus hatte am Projekt der Moderne nichts auszusetzen, er hielt sich im Gegenteil für seine eigentliche Vollendung." (S. 13).
Von den Zaren hätten sich die Anhänger Lenins nur durch den radikaleren Charakter ihrer Zukunftsvision, ihr messianisches Selbstverständnis und ihre ungleich größere Brutalität unterschieden. Seien schon die zaristischen Reformprojekte über weite Strecken fehlgeschlagen, habe das utopische Gesellschaftsmodell der Kommunisten von vornherein keine Erfolgsaussichten besessen. Als sein Scheitern deutlich wurde, hätten die roten Machthaber, Lenin allen voran, durch ihre Entscheidung, die Gründe dafür nicht in den Fehlern der eigenen Ideologie, sondern in den Umtrieben von Verrätern und Klassenfeinden zu suchen, die Voraussetzungen für den Terror gelegt. Ein weiterer zentraler Schritt war die Entmenschlichung des Gegners. Schon Lenin bezeichnete die Feinde des Bolschewismus als "menschlichen Abfall", "Insekten" und "Bakterien".
Um sich zur Höhe der Gewaltexzesse der dreißiger Jahre aufzuschwingen, habe der Terror allerdings noch zweier weiterer Voraussetzungen bedurft: Der sozialen Durchlässigkeit der postrevolutionären Gesellschaft sowie der Person Stalins. Die neuen Aufstiegsmöglichkeiten hätten Männer in führende Positionen gebracht, die noch ganz der bäuerlichen Gewaltkultur des flachen Landes verhaftet waren. Fernab jeglicher Sentimentalität beschreibt Baberowski das Leben der Bauern als "primitiv, schmutzig und kurz". Die meisten von ihnen seien es gewohnt gewesen, sich regelmäßig zu prügeln und ihre Frauen und Kinder zu schlagen. Hinzu sei die Verrohung gekommen, die eine ganze Generation junger Bauern durch den Ersten Weltkrieg und den Bürgerkrieg erlitt. Die "Chancengleichheit" des neuen Systems habe nun Vertreter dieser Mentalität an die Spitze der politischen Hierarchie befördert. Gerade ihr unmittelbares, physisches Verhältnis zur Gewalt unterschied, so meint Baberowski, Stalin und seine Anhänger von den Revolutionären der ersten Stunde, den Debattierern und Kaffeehaussozialisten vom Schlage Trotzkis, Radeks und Bucharins. "Stalin ließ sich die Geschlagenen und Gefolterten in seinem Arbeitszimmer vorführen, er gab Anweisungen, wie die Verhafteten zu misshandeln seien, und er schlug seinen Sekretär Poskrebyschew. 'Wie er mich geschlagen hat. Er hat mich an den Haaren gepackt und meinen Kopf auf den Tisch geschlagen', berichtete Poskrebyschew ..." (S. 206).
Der Mentalität der neuen Männer habe es außerdem entsprochen, politische Auseinandersetzungen in den Kategorien ihrer bäuerlichen Herkunft zu deuten: als Kämpfe verfeindeter Männerbünde. "Stalins Gesellschaftsmodell war die Räuberbande, deren Mitglieder in der rauhen Wirklichkeit nur überlebten, wenn sie einander auf Gedeih und Verderb die Treue hielten." (S. 179). Faktisch habe diese Einstellung die Sowjetunion in einen Personenverbandsstaat verwandelt, der von persönlichen Netzen und Gefolgschaftshierarchien zusammengehalten wurde. Zwar kam die Feudalisierung Stalins Macht zunächst zugute, doch lag in ihr auch eine Gefahr. Als seine Provinzfürsten zu selbständig zu werden drohten, habe der Diktator sich zu den Säuberungen der dreißiger Jahre entschlossen, um die feudalen Netze, die er ins Leben gerufen hatte, wieder zu zerschlagen. Ganz richtig habe er erkannt, dass persönliche Treue und Loyalität verschwinden würden, wenn niemand sich mehr seines Lebens sicher sein konnte. Indem er auf allen Ebenen Misstrauen schürte, stellte er sicher, dass seine Macht unumschränkt wurde.
Die "funktionalistische" These mancher Historiker, der Terror habe sich weitgehend aus der Eigendynamik des sowjetischen Systems entwickelt, weist Baberowski zurück. Seit Öffnung der Archive bestehe kein Zweifel mehr daran, dass alle entscheidenden Aktionen von Stalin selbst ausgingen und er jederzeit die Kontrolle über das Geschehen behielt. Daraus folgt jedoch nicht, dass die Geschichte der Sowjetunion ohne ihn friedlich verlaufen wäre. Der Versuch, den Russen eine aufklärerische Utopie aufzuzwingen, musste in jedem Falle fehlschlagen. Angesichts der Herkunft der neuen Machthaber durfte man kaum erwarten, dass sie auf diese Entwicklung anders als mit Gewalt reagieren würden, ganz gleich wer sie anführte. So gesehen ist der Stalinismus nicht nur das Wüten eines einzelnen Mannes, sondern auch Ausdruck einer kollektiven Mentalität und das Scheitern der Moderne an ihren eigenen Idealen.
Das Aber: Baberowski will hier mehr, als nur den Stalinismus historisch zu rekonstruieren. Der ehemalige Maoist und KBW-Aktivist will den Sowjet-Kommunismus russischer Prägung auf den Fluchtpunkt "Terror" festschreiben, und das geradezu obsessiv. Wer dem historischen Materialismus Eindimensionalität vorwirft, müsste es diesem Werk Baberowskis gleichtun. Schlimmer noch: Baberowskis Terrorgeschichte ist angewandte Geschichte im Dienste von Ernst Noltes Prius-Nexus-These. Hier wird Baberowski unredlich: subtil lässt er immer wieder die Terminologie der NS-Forschung einfließen: "Entmenschlichung des Feindes", "Seife aus Kulaken", "dem Führer entgegenarbeiten", "Weltanschauungskrieger", "Endlösung", "Ermordung in Baderäumen", "Gaswagen", "menschliche Viehtransporte in Zügen" etc. Hier geht es darum, die totalitären Vernichtungsorgien auf die Oktoberrevolution zurückzuführen. Der Nationalsozialismus lernte vom Kommunismus. So gesehen ist Baberowskis Werk vor allem ein politisches - leider, denn ohne diese Totalitarismussemantik wäre es überzeugender, ohne jeden Beigeschmack von Renegatenliteratur.
Dieses Buch ist das grelle Licht der Wahrheit in das die Linken nicht schauen können oder wollen, da Sie Opfer ihrer eigenen Lebenslügen sind.
Genauso wie die Aufklärung über den Holocaust wichtig war, so ist auch die Aufklärung der Verbrechen des Kommunismus (Holomodar etc.) wichtig.
DIe geschilderte Brutalität macht wütend und verdeutlicht umso mehr die Borniertheit, Ignoranz und Unaufgeklärtheit der Mehrheit der Menschen in Deutschland.
Diktatoren gab es leider schon immer und wird es leider weiter geben.





