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Kundenrezension

523 von 553 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der goldene Käfig, 24. März 2013
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das große 8,9-Zoll-Display (22,6 cm) bietet die höchste Auflösung aller Kindle Fire-Geräte, mit satten Farben und scharfen Kontrasten sowie maßgeschneiderter Dolby-Audio-Technologie und Stereo-Lautsprechern, die für klaren, vollen Sound sorgen (Elektronik)
I. Vorbemerkung
Warum ist der Kindle Fire HD 8.9 vielleicht eine gute Investition? Weil er für das, was er bietet tatsächlich unschlagbar günstig ist.
Auf Grund der hohen Auflösung & Qualität des Displays, sowie dem technischen Grundgerüst ist der Kindle meines Erachtens vergleichbar mit dem Ipad 4 einerseits und dem Google Nexus 10 andererseits. Bei allen Unterschieden im Detail denke ich, dass die Geräte in etwa in der gleichen Hardware Liga spielen (wenn auch die beiden anderen Kontrahenten in einigen Punkten überlegen sein dürften).

Dies vorausgesetzt sieht man wie günstig der Kindle im Vergleich ist: 269,- zu 399,- (Nexus) zu 499,- (Ipad) jeweils in der 16 GB W-Lan Variante.
Nun hat Amazon (wie alle anderen) nichts zu verschenken und Ziel das Ganzen ist deshalb natürlich, dem Kunden ein Gerät für Amazon Inhalte an die Hand zu geben und am damit gekauften Content zu verdienen. Das ist nicht verwerflich und auch nicht überraschend.
Ich habe schon seit langem ein Kindle (e-Book Reader) der 2ten Generation. Und bei denen war es im Ergebnis ähnlich. Die Geräte lebten von der guten Anbindung an Amazons Kindle Store. Zwar konnte man auch andere Ebooks auf dem Gerät lesen, das war aber mit Umstand verbunden.
Für Leute wie mich, die fast ihren gesamten digitalen Content über Amazon beziehen und auch Lovefilm Kunden sind, ist das alles prima. Wer nur ein Android Tablet sucht und ansonsten mit Amazon nicht viel am Hut hat, für den gibt es bessere (aber meist teurere) Alternativen.

Für mich sollte der Kindle Fire HD 8.9 zum einen Abspielgerät für Amazon Inhalte sein, zum anderen Medium zum Couchsurfen und für einige Apps (Ich bin kein App-Fetischist und habe weder auf dem Telefon noch auf dem Tablet tausende Apps installiert. Aber eine Handvoll Apps und Spiele habe/brauche ich dennoch). Bezogen auf dieses Anforderungsprofil hat der Kindle nach einer Woche Benutzung einen gemischten Eindruck hinterlassen.

II. Die Hardware
Die Hardware ist für mich der starke Punkt des Kindle.
1. Das Display ist sehr gut. Nicht nur die sehr hohe Auflösung ist toll (man sieht ohne Lupe keine Pixel), es ist sehr blickwinkelstabil, weshalb es sich gut dafür eignet Filme zu schauen. Die Farben sind natürlich. Insgesamt sehr schön.
2. Der Sound ist für ein Tablet recht gut. Das mag dann wie angepriesen Dolby Hastdunichtgesehen sein. Machen wir uns nix vor: Für ein HiFi Erlebnis reicht es nicht aus. Aber für ein Tablet ist der Sound -wie gesagt- nicht schlecht. Auch und gerade im Vergleich zu Ipad und Konsorten
3. Größe und Gewicht sind so gut. Also wegen mir könnte das Display noch ein Stückchen größer sein. Aber es ist wohl gut, dass dem nicht so ist. Denn schwerer dürfte es für mich nicht mehr werden. Man hält das Gerät nun mal längere Zeit in den Händen und mit der Weile wird es nervig. So wie es ist geht es grade noch. Das Problem: Je größer Das Display, desto schwerer werden die Geräte (insbesondere die etwas größeren Ipad 4 und Nexus 10 sind beide noch etwas schwerer). Deshalb glaube ich hat man hier einen sehr guten Kompromiss gefunden: Groß genug und gerade noch leicht genug.
4.Das Design ist eher unscheinbar. Auf den chic eines Ipads muss man verzichten. Dafür bekommt man ein ordentlich verarbeitetes Gerät im schlichten schwarz. Ganz gut finde ich die leicht gummierte Rückseite. Man hält das Ding nun mal hauptsächlich in den Händen und die Gummierung gibt genug Halt, so dass einem da nichts entgleiten kann.
5. Der zugrundeliegende Prozessor (und die Grafikeinheit) sind grundsätzlich stark. Im Menü und auch bei den wenigen Spielen die ich habe, spielen sie gut mit, es gibt keine Ruckler oder Aussetzer. Bei großen Webseiten jedoch, kommt die Hardware dennoch manchmal beim Scrollen ein wenig aus der Puste. Das liegt aber denke ich an der hohen Auflösung und der damit verbundenen umfangreichen Darstellung. Wirklich stören tut es mich persönlich nicht.
6. Der Akku hält recht lange. Bei intensiver Nutzung (insbesondere Videos oder Spiele) aber sicher keine 10 Stunden.
7. Ein kleiner Nachteil war jedoch da: Mein Gerät hat einen kleinen Darstellungsfehler. Bei weißem Bildschirm ist bei mir an einem Rand die Darstellung verfälscht. Nicht schlimm genug für mich, um das Gerät zurückzusenden, aber trotzdem ärgerlich. Das ist aber wohl ein Einzelfall. Ich habe bisher nicht gelesen, dass das ein verbreitetes Problem wäre.

III. Das Innenleben (Software)
1. Ein holpriger Start
Das Verhältnis zwischen mir und dem Kindle startete suboptimal. Beim ersten Start blieb der Kindle erst einmal beim Laden der Werbung für Amazon Prime hängen. Ich vermute, dass könnte damit zusammenhängen, dass ich noch im amerikanischen Kindle Store angemeldet war. (Ich hatte meinen ersten E-Book Kindle noch aus den USA bestellt) Erst nach mehreren Versuchen (Neustarts) und einer manuellen Anmeldung im deutschen Kindle Store ging es dann weiter. Nächstes Problem: Trotz erfolgter Ummeldung im Kindle Store konnte ich im App Store keine Apps beziehen. Die genaue Fehlermeldung weiß ich nicht mehr, aber es ging genau darum, dass ich mit dem deutschen Gerät keine Apps aus dem amerikanischen" App-Store kaufen konnte, der aber nunmal erschien, wenn ich den App Shop anklickte. Dass Problem behob sich nach wiederum 2-3 Neustarts von selbst. Zusammen mit dem erwähnten Displayfehler kein guter Start und ich war etwas enttäuscht um ehrlich zu sein.
Insbesondere in Bezug auf die Software ist das insoweit ärgerlich, als dass Amazon hier ein geschlossenes System implementiert hat, dass ja unter der Prämisse läuft, perfekt auf die Amazon Inhalte abgestimmt zu sein. Umso ärgerlicher ist es wenn es dann noch nicht einmal richtig funktioniert. Dann wird der goldene Käfig nämlich zum stinknormalen Gefängnis...
2. Leben im Amazon Universum
Die Umgebung selbst ist, wie gesagt, ein geschlossenes System. Offiziell handelt es sich zwar um ein normales Android Tablet. Android ist aber gut versteckt unter einer hauseigenen Nutzerumgebung. Man kann nicht ohne weiteres alles mit dem Tablet machen wie bei einem normalen Android Tablet, sondern ist erst mal auf das angewiesen was Amazon zulässt /zur Verfügung stellt.
a) Die Nutzerumgebung
Ich finde die Nutzerumgebung relativ gelungen. Ich komme sowohl mit der Karusseldarstellung zurecht, als auch mit der Übrigen Navigation. Auch wenn ich dafür gelyncht werde: Ich vermisse die normale Android Oberfläche hier nicht. Für meine Anwendungszwecke ist das voll in Ordnung.
b) Zugriff auf Amazon Inhalte
Der Zugriff auf Vorhandene und zu kaufende Amazon Inhalte ist top. Insbesondere Lovefilm ist super integriert, man merkt praktisch keinen Übergang. Auch Einkaufen bei Amazon ist einfach gelöst. Bereits gekaufte Musik und E-Books/Magazine steht beim Start über die Cloud direkt ohne Herunterladen zur Verfügung. So wie man sich das vorstellt.
c) Web und E-Mail
Es sind sowohl Browser als auch E-Mail Client vorinstalliert. Beide tun das was sie sollen ohne irgendwie ganz besonders toll zu sein. So schlecht wie man manchmal liest sind sie aber auch nicht. Es wäre trotzdem toll, wenn man ohne weiteres die volle Auswahl an Alternativen installieren könnte. Das kann man auf Grund der Restriktionen des App Stores (siehe unten) jedoch leider nicht.
d) Apps
Das Kindle Fire HD kommt im Werkszustand recht spartanisch daher. Wenn man Apps" anklickt, findet man ganze 8 (oder so) vorinstallierte Programme: Browser, E-Mail Programm, Kalender, Adressbuch, Office Suite (reader) etc. Nicht mehr als notwendig (außer die für mich sinnfreie IMDb). Das ist aber in Ordnung, da vom Speicher ohnehin schon genug belegt ist (Bei der 16 GB Version sind gerade mal 12,x GB noch für Nutzerinhalte frei), da ist mir lieber, wenn nicht noch überflüssiger Kram mit an Bord ist. Problematischer ist der App-Store selbst. Denn wenn man den normalen Android Store von Google gewohnt ist, ist das Angebot dort eher dürftig. Also für die meisten Zwecke findet sich dort etwas, so ist es nicht, aber viele der Apps, die man kennt und auch auf dem Kindle nutzen möchte, sind eben nicht vorhanden. Und das nervt. Und einen alternativen App Store kann man ohne weiteres nicht benutzen (siehe unten.)
3. Ausbruch aus dem Paradies
Wie hier schon angedeutet, kann man natürlich aus dem goldenen Käfig ausbrechen, dass Gerät rooten und dann theoretisch sogar ein ganz normales" Anroid aufspielen. Zumindest aber den Google Play Store installieren und ggf. auch noch alles andere was man braucht, aber mit dem Kindle von Haus aus nicht bekommt. Bevor man aber mit diesem Gedanken spielt, sollte man wissen: Das ist für Leute mit Erfahrung kein Problem. Wer aber eigentlich keinen Draht für solche Sachen hat und ohnehin nicht so genau weiß was er tut, sollte sich das sehr genau überlegen. Die Root Funktionen sind nicht umsonst standardmäßig deaktiviert, denn man kann sich damit schnell das Gerät zerschießen. Und das Rooten des Kindle ist nicht soooo einfach. Wer googeln kann wird entsprechende Anleitungen (höchst unterschiedlicher Qualität von vollkommen unbrauchbar bis sehr gut) finden.
Hier gilt aber meines Erachtens: Wer mit den genannten Einschränkungen nicht leben kann oder will und ein vollwertiges Android möchte, ist mit anderen Geräten (insbesondere Google Nexus) wahrscheinlich besser aufgehoben.
/edit: Aufgrund berechtigten Einwandes zur Klarstellung: Wer nur einen anderen Browser oder Flash etc. installieren möchte, muss dafür das Gerät nicht rooten.Das ist nur für grundlegende Sachen notwendig, insbesondere Google Play sowie die Installation von alternativen Lauchnern, Mods oder einem aktuellen Android etc.

IV. Ergebnis
Es fällt mir schwer eine Gesamtbewertung zu finden. Vereinfacht stellt sich die Situation so dar: Von der Hardware her, insbesondere unter Berücksichtigung des Preis/Leistungsverhältnisses ist das Gerät wirklich super. Hier würde ich glatte fünf Sterne vergeben.
Die Software Seite ist jedoch verbesserungswürdig. Zwar komme ich mit der Nutzerumgebung gut zurecht und die Amazon Welt ist (nach holprigem Start) gut eingebunden, die starken Einschränkungen insbesondere im Bereich Web Browsing und Apps nerven jedoch. Erst nachdem ich mir den Play Store und einen Browser meiner Wahl (mit Flash) installiert habe kann ich den Kindle auch für diese Bereiche uneingeschränkt nutzen. Dafür ist jedoch das rooten notwendig und das sollte es nicht, denn das rooten ist weder ungefährlich noch vollkommen unkompliziert. Für den Bereich Software kann ich insgesamt nur drei Sterne Vergeben.
Wenn ich dann insgesamt vier Sterne gebe, dann nur, da ich weniger unfair finden würde, ob der wirklich guten Hardware zum fairen Preis.
Spaß kann man mit dem Gerät aber auf jeden Fall haben.

/e: Ergänzung 22.10.2013 (nach einem guten halben Jahr)

Im Wesentlichen kann ich alles so stehen lassen wie oben. Ich bin im Großen und Ganzen nach wie vor sehr zufrieden mit dem Gerät. Zwei Aspekte vllt. noch als Ergänzung:

- Der Akku wird schwächer. Zumindest subjektiv. Leider kann ich keine wirklich objektiven Tests hierzu laufen lassen, gefühlt hat der Akku aber in den letzten Monaten etwas nachgelassen. Im Dauerbetrieb würde ich die subjektive Minderleistung auf etwa 20% im Vergleich zu früher einschätzen.Unschön aber leider nicht ungewöhnlich.
- Was sich bei mir bewährt hat, ist den Kindle als Abspielgerät für Filme zu benutzen. Ich benutze Lovefilm und schliesse den Kindle einfach an den HDMI Eingang des Fernsehers an. Das klappt einwandfrei und nach meinem Empfinden laufen jetzt auch die Filme (von Lovefilm gestreamt) deutlich flüssiger, wobei ich hierfür keine schlüssige Erklärung habe. Wer Lovefilm nicht nutzt kann diesen Pluspunkt im Zweifel streichen.
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1-8 von 8 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 24.03.2013 14:00:07 GMT+01:00
Jutta Wera meint:
Ich habe zwar bis jetzt nur den KFHD 7.0 und noch nicht den 8.9, aber ich denke,da wird rein technisch kein Unterschied sein. Deswegen möchte ich sagen, dass man auch ohne zu rooten andere Browser und flash sowie andere appstores installieren kann.Man muss hierzu nur im Gerät unter "Anwendungen zulassen (von unbekannter Herkunft)" auf "An" stellen. Selbst apps aus dem playstore habe ich mir über den kleinen Umweg meines smartphones auf den KFDH geholt und sie laufen prima.
Überhaupt muss ich sagen,dass alle meine apps von meinem "normalen" Android-Tab auch auf dem Kindle laufen - d.h. google maps habe ich nicht ausprobiert,da ich es auf dem Kindle nicht benötige.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.03.2013 19:32:40 GMT+01:00
a.s.b. meint:
Hallo Frau Wera,

Ihr Einwand ist natürlich korrekt, dass habe ich mißverständlich geschrieben. Wenn man nur einen anderen Browser und Flash möchte, kann man das auch ohne rooten bewerkstelligen. Das rooten ist nur für die Installion des Android Marketplace (bzw. jetzt Google Play) notwendig (und ähnlicher grundlegender Sachen). Ich werd das oben Klarstellen. Danke für den Hinweis.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 09.05.2013 10:47:43 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 12.05.2013 18:39:24 GMT+02:00
eCommercer meint:
Und sooo gefährlich ist das rooten dann nun auch wieder nicht. Ja, wenn man es schafft, die mieseste Anleitung aus dem Internet zu finden und dann noch alles falsch zu machen, könnte man theoretisch sein Gerät damit im worst case so zerschiessen, daß man es nur noch einschicken kann. Aber ich habe in den letzten Jahren diverse Android Handies von meiner Frau und mir gerootet und es ist nie etwas passiert.

Meine Frau hat den KFHD 7.0 und bisher sahen wir beide keine Veranlassung, den rooten zu müssen. VLC z.B. liess sich zu meiner großen Freude ohne Probleme direkt installieren und jetzt spielt das Kindle Videos in wirklich ALLEN nur denkbaren Formaten ab. Genial. Er meckert zwar manchmal beim Kopieren einer Datei in einem für den Standard Kindle unbekannten Format via USB-Kabel vom PC, daß die Datei möglicherweise nicht lesbar wäre, aber dank VLC kann man das getrost ignorieren. Einfach den Kopiervorgang normal zu Ende führen und dann die Datei mit VLC abspielen.

Ohne jetzt einen Fanboy-Krieg entfachen zu wollen, aber ich habe mich bei meinem iPhone 4 wesentlich stärker wie in einem Gefängnis gefühlt (und bin deswegen dann zu Android Smartphones gewechselt), als das jemals beim Kindle HD der Fall war.

Trotzdem eine sehr informative Rezension. Vielen Dank.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 12.05.2013 09:55:51 GMT+02:00
Aaron meint:
Bei der Hardware besteht ein großer Unterschied.
Da die Basis Android ist, kann man nicht mit dem IPad 4 vergleichen. Es sei aber gesagt, das dort ein weitaus stärkerer Grafikchip arbeitet.
Zum Nexus 7 ist nicht weit entfernt.
Zum Nexus 10 besteht aber ein großer Abstand.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 14.05.2013 17:03:06 GMT+02:00
a.s.b. meint:
Hallo eCommercer,

Danke für Ihr Feedback! Das rooten an sich mag mit halbwegs vernünftiger Anleitung noch nicht so gefährlich sein, da gebe ich Ihnen gerne recht. Ich sehe das Ganze aber deshalb etwas problematisch, da nach dem rooten die entsprechenden Root Rechte (=Administrator Rechte) auf dem Gerät freigeschaltet sind. Ich komme ein wenig aus der Linux/Unix Ecke und dort ist es nun mal ein elementares Sicherheitsprinzip, dass die Root Rechte standardmäßig deaktiviert sind und erst manuell aktiviert werden müssen. Dieses Sicherheitsprinzip wird durch das rooten ausgehebelt.
Nicht nur kann ein unbedarfter User nun Schaden anrichten wenn er z.B. im Browser mit root Rechten an Systemdateien rumfummelt (Das ist noch ein recht übersichtliches Risiko), sondern auch Schadsoftware jeglicher Art hat nun ein leichtes Spiel, weil sie nun auf dem Gerät tun und lassen kann was sie möchte und das finde ich sehr problematisch, insbesondere ob der immer noch sehr laschen "Sicherheitsinfrastruktur" auf Mobilgeräten.

Wie groß die Gefahr dann in der Praxis ist, steht natürlich auf einem anderen Blatt. Aber ganz grundlegend ist das rooten eines unixoiden Betriebssystems wie Android immer suboptimal.

Für mich ausschlaggebend für das rooten war im Übrigen der Zugriff auf Google's Play Store aus diversen Gründen (Volle Auswahl an Apps, Meist günstigerer Preis bei Bezahl-Apps (wobei ich natürlich nicht alle verglichen habe sondern nur die, die ich brauchte, dort war Amazons App Shop aber immer teurer), Leihvideos und schon bei Play gekaufte Musik) Wenn man darauf nicht angewiesen ist, empfehle ich auch es zu lassen und sich bei amazon nicht erhältliche apps etc. über die hier auch schon genannten Quellen (androidpit z.B.) zu besorgen, ohne das Gerät rooten zu müssen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 16.05.2013 14:45:48 GMT+02:00
eCommercer meint:
Ich habe ebenfalls einiges an Linux und BSD-Verständnis und komme auch mit einer bash halbwegs klar. Insofern ist mir das theoretische Risiko eines rootens durchaus bewußt. Es läuft der sinnvollen Trennung zwischen Administrator und User auf Betriebssystem-Ebene zuwider. Man kann aber z.B. die SuperUser-App so konfigurieren, daß sie nicht allem und jedem sofort SU-Rechte gewährt, sondern den Benutzer erstmal auffordert, den Rechten zuzustimmen. Bei dubiosen Programmen kann man dann im Zweifel immer noch "nein" sagen.
Die Frage ist zudem - wie Sie ja selber andeuten - wie groß die aktuelle Bedrohung durch Viren etc. auf Android-Systemen wirklich ist. Die meisten eMail-Attachments setzen doch eher auf eine Windows-Architektur und die wenigsten Android-Geräte haben überhaupt eine USB-Schnittstelle. Ich sehe bisher zumindest noch keinen Anlaß, mir einen Virenscanner für mein Mobiltelefon kaufen zu müssen.

Das größte Risiko stellt da immer noch der Playstore selber dar, der aufgrund fehlender Kontrolle wie z.B. beim iTunes-Store auch jederzeit eine gewisse Anzahl an "kostenloser" Schadsoftware enthält. Und diese Programme treiben Ihr Unwesen ungeachtet, ob das Gerät gerootet wurde oder nicht.

Ich stimme aber zu, daß für viele unbedarfte Nutzer das Rooten vom Prozess her eher eine Zumutung ist und die anschließenden archtitekturbedingten höheren Sicherheitslücken im Auge zu behalten im Zweifel auch den Nutzer überfordern. Besser ist, wenn man es nicht brauchen würde, aber was das rooten bzw. jailbreaken angeht, sind sich iOS und Android-Systeme ja ziemlich ähnlich hinsichtlich Motivation, Ausführungen und Konsequenzen.

Veröffentlicht am 22.05.2013 16:35:46 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 23.05.2013 10:29:18 GMT+02:00
K.o.s.H meint:
"7. Ein kleiner Nachteil war jedoch da: Mein Gerät hat einen kleinen Darstellungsfehler. Bei weißem Bildschirm ist bei mir an einem Rand die Darstellung verfälscht. Nicht schlimm genug für mich, um das Gerät zurückzusenden, aber trotzdem ärgerlich. Das ist aber wohl ein Einzelfall. Ich habe bisher nicht gelesen, dass das ein verbreitetes Problem wäre."

Ich weiß nicht, ob diese verfälschte Darstellung immer bei Ihrem Kindle auftritt (oder nur beim lesen?). Auch ich hatte zu Beginn den selben Verdacht, als ich mein erstes Buch auf dem Kindle gelesen habe. Im rechten Bildschirmbereich war das Bild etwas dunkler als der restliche Bildschirm. Später ist mir allerdings aufgefallen, dass dies wohl ein Effekt sein soll, der der Schattierung in einem Buch gleichkommen soll.
Wenn man den Kindle im Querformat hält, so das zwei Seiten gleichzeitig auf dem Bildschirm angezeigt werden, kann man diesen Effekt besonders gut erkennen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.05.2013 11:22:56 GMT+02:00
a.s.b. meint:
Hallo K.o.s.H.,

nein mein Darstellungsfehler ist permanent und nicht einem Schatteneffekt geschuldet. Da es aber nur eine 1,5cm * 3mm große Fläche ist, stört es mich nicht genug, um das Gerät zurückzusenden. Der ganze Einrichtungsaufwand ist es mir dann doch nicht wert und richtig sehen tut man den Fehler nur bei weißer Darstellung am Rand was sooo häufig dann doch nicht vorkommt.
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