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Kundenrezension

am 11. November 2010
Wie fängt man so eine Rezension an?
Also ich bin seit ca. 33 Jahren Tolkien-Fan. Ich habe nahezu alles, was jemals zu Mittelerde an Primär- und etliches was an Sekundärliteratur erschienen ist. Und das in diversen deutschen, englischen und us-amerikanischen Ausgaben. Vom Taschenbuch bis zur bibliophilen, limitierten Ausgabe in Leder. Es war daher - wieder einmal - keine Frage, ein Werk aus J.R.R. TolkienŽs Feder, über dessen wahrscheinliche Existenz ich selber irgendwo in den Briefen oder einer der Biographien gelesen habe, sofort zu kaufen. Darüber hinaus interessiere ich mich für geschichtliche und vorgeschichtliche europäische Mythen und Mythologien sowie Ethnologie und Geschichte . Die Sigurd-Saga (Siegfried auf deutsch) kennt man daher recht gut, die Edda natürlich auch.

Das Buch ist insofern gut brauchbar und wahrscheinlich sogar von einigem wissenschaftlichen Wert, wenn man sich für nordgermanische Stabreime und Metren interessiert. Daher u.a. Hut ab auch vor der dichterischen Qualität von Mr. Tolkien sen. und auch dem deutschen Übersetzer.

Was mich an der ganzen Sache stört, ist Folgendes: es ist bekannt, dass Tolkien von einer unerschöpflichen, auf Perfektion zielenden, leider aber auch schwer chaotischen Kreativität geprägt war, die sich in nicht enden wollenden Korrekturen seiner bis dahin erstellten Schriften äußerte. Was mich jedoch immer wieder wundert ist, dass auch 37 Jahre nach seinem Tod, sein Sohn und literarischer Nachlassverwalter Christopher offenbar immer noch "neue" Sachen in einem offenbar riesigen Wust an Unterlagen findet. Schon die Veröffentlichung der "Kinder HurinŽs" fand ich eine reine Beutelschneiderei. Dieses Buch über den Drachentöter und das ganze Drumherum jetzt herauszubringen, scheint beinahe so, als folge man einem Zeitplan, wonach alle paar Jahre etwas vom Altmeister neu aufgelegt oder "gefunden" werden muss. Auf deutsch: Abzocke!

Unlauter von Klett-Cotta finde ich es, in allen verfügbaren Medien statt einer "echten" Leseprobe nur etwas aus dem Vorwort abzudrucken. So werden die Fans auf eine falsche Fährte gelockt.

Also: für Sprachwissenschaftler, Germanistik- und Anglistikstudenten sowie Hardcore-Saga-Fans sicher eine Bereicherung. Dem normalen Tolkien-Fanatiker kann die Lektüre nicht unbedingt empfohlen werden.
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