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Kundenrezension

am 24. Mai 2009
so jedenfalls nennt Münchens OB Christian Ude die Saga von Willy Purucker über die Münchner Kleinbürgerfamilie Grandauer.
Eine Saga die sich über drei Generationen, vom letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts bis zum Ende des 2. Weltkriegs erstreckt.

Und mehr noch als die, sehr gut gemachte, TV-Serie fasziniert dieses Hörspiel des bayrischen Rundfunks durch die Spiegelung historischen Ereignisse der Jahre 1893 bis 1945 im "Kleinbürgermilieu" der Familie Grandauer.
Aus der Perspektive des "einfachen Mannes" erzählt Willy Purucker "Geschichte hinter der Geschichte". Ereignisse wie der Ausbruch des 1. Weltkriegs, Revolution, Hitlerputsch, goldene 20er Jahre, Weltwirtschaftskrise, Machtergreifung der Nazi`s uvm. bekommen durch die Verbindung mit den Grandauers etwas spürbares.
Dadurch das Ludwig Grandauers als auch sein Sohn Benno beide als Kriminalbeamte im Münchner Polizeidienst stehen sind sie bei geschichtlichen Ereignissen, wie dem Ausbruch des 1. Weltkriegs oder dem Hitlerputsch 1923, zwar keine Hauptdarsteller oder ausführende Kräfte aber sie erfahren und erleben die Geschichte aus erster Hand.

Ein grosser Vorteil den das Hörspiel gegenüber der TV-Serie hat sind natürlich die Darsteller bzw. Sprecher. Es ist ein "Who is Who" der damaligen (und zukünftigen) Elite der bayrischen Volksschauspieler. Allen voran natürlich der leider viel zu früh verstorbene Karl Obermayr in der Hauptrolle des Ludwig Grandauer und nach dessen Tod in der Serie als sein Sohn Benno.Daneben sind zu hören, auch oft in Doppelrollen: Ilse Neubauer, Gustl Bayrhammer, Elmar Wepper, Helmut Fischer, Willy Harlander, Enzi Fuchs, Toni Berger, Gerd Anthoff, Werner Stocker, Mona Freiberg, Bernd Helfrich, ein damals noch völlig unbekannter Udo Wachtveitl und als junger Adolf Grandauer: Maximilian Krückl (bekannt aus der TV-Serie "Wildbach") uvm. Selbst die kleineren Nebenrollen sind mit namhaften Schauspielern besetzt, so spricht z.B. Hans-Reinhard Müller (Die Wiesingers)den Bezirksamtmann Gareis (nur Episode "Hochzeit"), oder Hans Baur als Pfarrer und Hr. Gantner (nur die Episoden "Einquartierung" und "Hochzeit").

Etwas besonderes ist auch das einige der Sprecher im Hörspiel, später in der TV-Serie ebenfalls mitspielen. Allerdings nicht in der gleichen Rolle. So spricht z.B. Gerd Anthoff im Hörspiel den Adolf Grandauer, in der TV-Serie spielt er den Inspektor Deinlein. Michael Lerchenberg spricht den Lichtl Biwi, in der TV-Serie hat er eine grössere Rolle als Kurt Soleder.Jörg Hube in der TV-Serie "Löwengrube" als Hauptdarsteller Karl Grandauer verkörpert im Hörspiel den Hausmeister der Familie Grandauer.

Interessant ist auch dass die Hörspielreihe die Geschichte um die Familie Grandauer früher ansetzt als die TV-Serie "Löwengrube".Das Hörspiel beginnt mit der Folge "Einquartierung 1893" und dem Kennenlernen von Ludwig und Agnes Grandauer. Die erste Episode der TV-Serie beginnt um das Jahr 1898 und trägt den Titel "Hochzeit".
Man erfährt in der Hörspielreihe mehr über die familiären Hintergründe der Grandauers und die Umstände die zur Gründung dieser Familie geführt haben.

Die Hörspielreihe umfasst 28 Episoden zu je ca. 50 Minuten mit den Jahren 1893 bis 1945. Das die Geschichte um die Familie Grandauer von Willy Purucker in der Hörspielfassung ursprünglich über das Jahr 1945 hinaus geplant und auch die dritte Generation der Grandauers umfasst hätte geht aus Äusserungen Purucker`s in den ersten Folgen des Hörspiels hervor.
Der Tod von Karl Obermayr 1985 beendete jedoch die Hörspielreihe "Die Grandauers".

Auch die TV-Serie "Die Löwengrube" hat durch solche Schicksalsschläge einige dramaturgische und personelle Änderungen gegenüber der Hörspielreihe zu verarbeiten.
Die Darstellerin der Luise Kreitmeier, Sandra White, stirbt während der Dreharbeiten zur "Löwengrube".Die Figur der Luise Kreitmeier hat aber in der Hörspielreihe eine durchgehende Rolle. So wird als Ersatz Mona Freiberg (in der Hörspielreihe ist sie die Luise Kreitmeier) als Bäckereiverkäuferin und zukünftige Fr. Kreitmeier in die Serie integriert.

Die Dramaturgie der Rollen ist in der Hörspielreihe auch etwas anders angelegt, obwohl die Dialoge oft dieselben sind wie in der TV-Serie. So spricht Werner Stocker die Rolle des Bäckermeister Max Kreitmeier eher als einen oberflächlichen Charakter dem ein Witz und eine Mass Bier über alles gehen. Werner Asam, der den Max Kreitmeier in der "Löwengrube" spielt hingegen setzt den Charakter Kreitmeier`s tiefer an. Sein Max Kreitmeier ist was Bier und bajuwarischen Witz angeht auch kein Kostverächter, aber er spielt ihn auch als moralische Instanz der Serie, ein Mensch der immer zur Hilfe anderer bereit ist.Etwas das Stocker`s Kreitmeier fehlt.
Ebenso bleibt Elmar Wepper als Kurt Soleder hinter Michael Lerchenberg in derselben Rolle in der "Löwengrube" ein wenig farblos.

Ebenso gibt es einige Episoden des Hörspiels als TV-Fassung in der Serie gar nicht oder es wurden mehrere Episoden zu einer zusammengefasst oder zusammengelegt.Als Beispiel wären hier die Episoden "Hochzeit" und "München" zu nennen. Sie finden ihre Entsprechung in der Folge "Charivari" in der "Löwengrube".

Fazit:
Für Fans der TV-Serie "Die Löwengrube" ist das Hörspiel ein Muss. Nicht nur weil es inhaltlich fünf Jahre vor der TV-Serie ansetzt, und damit wichtige zusätzliche Informationen zu den Grandauers liefert.Die grossartige Besetzung der Sprecher und ihrer Rollen sind ein weiterer Anreiz zum Erwerb dieses Dokumentes der Zeitgeschichte.
Jede Folge der 28-teiligen Hörspielreihe kommt auf einer eigenen CD deren Papphülle mit einem zeitgenössinschen Bild zur jeweiligen Folge gestaltet ist.
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