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Kundenrezension

am 28. Mai 2012
1969 war ein gewaltiges Jahr, was Pop- und Rockalben betraf, 1970 ebenfalls, und wenn da Platten eine Reihe von mehr oder weniger abgebrühten Plattenkritikern ganz schön zur Schnecke machen konnten, dann musste an diesen Scheiben etwas dran sein. Es musste mehr als sein als laut (Led Zeppelin, Black Sabbath, Deep Purple undundund), mehr sein als Jazz-Rock-Mixtur (Bandbreite Blood, Sweat & Tears bis Miles Davis), auch mehr sein als Elektronik (Pink Floyd, Krautrock), und nach Möglichkeit ein neuer Name (was etwa Frank Zappa zu diesem Zeitpunkt nicht mehr war). Das "Trout"-Doppelalbum sowie die Ende 1970 erschienene "Lick"-LP waren Platten, die entweder Free Jazz- und Neutöner-Erfahrungen voraussetzten oder einen in solche Gefilde hinführten, für Leute, die sich damalige Alben wie "Bitches Brew" und "Hot Rats", wie auch "Ummagumma" oder eines der drei bis dahin erschienenen Soft Machine-Alben hineinziehen konnten, konnte es zuwenig sein, sich an den Captain und seine Magic Band heranzuwagen. Wer es aber wagte, kam davon, war er einmal gefangen, auch nie wieder los.

Bei oberflächlichem oder auch nur erstmaligem Hören klingt diese Platte wie die Fortsetzung des im Jahr davor veröffentlichten und produzierten Doppelalbums - kurze Stücke mit Free-Einlagen, bizarre Texte, die Taktverschiebungen, und immer wieder das Captains Wahnsinnsstimme. Mag sein, dass damals die einen oder anderen der ohnehin nicht zahlreichen Hörer "Das hatten wir schon" oder ähnliches dachten. Aber eine Fortsetzung bzw. Wiederholung war es nicht: Die Band klang nun geschlossener als vorher, die Produktionsbedingungen sollen auch tatsächlich andere gewesen sein als beim Vorgängeralbum, und nicht nur die Instrumentalnummern klangen weniger schräg als bei diesem. Wobei hier niemand mit "Kommerz" oder "Ausverkauf" kommen brauchte, davon war diese Musik auch noch Lichtjahre entfernt (und Vorwürfe dieser Art stimmten erst bei "Unconditionally Guaranteed", wenngleich die genausowenig ein Verkaufsschlager war). Erst beim Nachfolgealbum "The Spotlight Kid" über ein Jahr später wandte sich der Captain mit seiner Magic Band Konventionellem zu, es blieb aber selbst dann noch Musik abseits der Hitparaden, und selbst für den "Beat Club" eine hochgesteckte Sache.

Wer "Trout Mask Replica" liebt, kann mit "Lick My Decals Off, Baby" genauso glücklich werden, und hat zumindest teilweise die Überleitung zu den beiden konventionelleren, aber musikalisch genauso ergiebigen beiden Folgealben. Aus den 15 Tracks welche hervorzuheben ist für mich (im Gegensatz zum "Trout"-Album) ziemlich schwierig, aber wer unbedingt Anspieltipps will, sollte es mit der Schlussnummer "Flash Gordon's Ape" oder dem das Album eröffnenden Titelsong versuchen.
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