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Kundenrezension

am 30. Dezember 2013
James McKay (Gregory Peck), der Sohn eines reichen Reeders von der Ostküste, kommt in den Westen, um Patricia Terrill (Carroll Baker), die Tochter des einflussreichen Ranchers Major Henry Terrill (Charles Bickford) zu heiraten. Der Neuankömmling sieht sich in der für ihn ungewohnten Umgebung nicht nur wegen seiner Kleidung zunächst einigem Spott und mancher Feindseligkeit ausgesetzt. Vor allem Steve Leech (Charlton Heston), der Vorarbeiter und Ziehsohn Major Terrills, macht aus seiner Abneigung gegen den feinen, auf den ersten Blick etwas steif wirkenden Herrn aus dem Osten keinen Hehl. Die Tatsache, dass Leech selbst in Patricia verliebt ist, von ihr aber zurückgewiesen wurde, verstärkt die Spannungen noch.

James McKay jedoch ist alles andere als ein Weichling. Er ist jahrelang unter großen Entbehrungen zur See gefahren, hat so ein gutes Stück von der Welt gesehen und gelernt, sich zu behaupten. Er schließt Freundschaft mit dem mexikanischen Pferdeknecht Ramon (Alfonso Bedoya) und es gelingt ihm sogar, Old Thunder, das widerspenstigste Pferd auf der Ranch, zu zähmen.

Henry Terrill führt seit vielen Jahren eine Fehde mit dem Rinder-Baron Rufus Hannassey (Burl Ives). Es geht um das alleinige Recht der Nutzung des Gebietes Big Muddy, das genug Weideland für das Vieh und vor allem einen Flusslauf als Tränke bietet. Eigentümerin dieses Gebietes ist Patricias beste Freundin, die Lehrerin Julie Maragon (Jean Simmons). Auf diese hat es wiederum Buck (Chuck Connors), der missratene Sohn des alten Rufus abgesehen, jedoch will Julie nichts von ihm wissen. Seit Julies Großvater nicht mehr lebt, droht der Konflikt um Big Muddy zu eskalieren. Julie selbst befindet sich in einem Dilemma. Sie liebt dieses Land, doch die Situation ist ihr eine Bürde. Aber sie will und kann ihr Erbe nicht einfach an eine der verfeindeten Parteien abtreten, denn dies würde zwangsläufig zu Blutvergießen führen. James McKay versucht, zu vermitteln. Er gerät dabei zwischen die Fronten. Seine pazifistische Einstellung führt letztlich zum Bruch mit dem unbelehrbaren, machthungrigen Major Terrill, besonders aber mit seiner Verlobten Patricia, die denselben Hass auf die Hannasseys hegt wie ihr Vater.

Major Henry Terrill, der mitunter den Eindruck vermittelt, als wolle er seinen Gegner bei lebendigem Leibe fressen, nutzt jede Gelegenheit, Hannasseys Rinder vom Wasser fernzuhalten und ihn zu provozieren. Steve Leech steht seinem Ziehvater loyal zur Seite. Dass Rufus Hannassey der Konfrontation nicht ausweicht und gleichsam auf seinem Standpunkt beharrt, ist ganz in Terrills Sinne. "What I appreciate even more than a devoted friend is a dedicated enemy"...

Rufus Hannassey, eine nicht nur körperlich imposante Erscheinung, lebt nach einem alten Ehrenkodex, der besonders bei dem Pistolen-Duell zwischen Buck und James McKay zum Tragen kommen wird, Als Vater hat er, wie er sich zunehmend eingestehen muss, aber versagt. Buck, der sich von seinem Vater so manche Demütigung gefallen lassen muss, ist nicht nur ein verrohter Prolet, sondern auch ein Feigling. Der alte Mann empfindet Henry Terrill wiederum als skrupellosen Emporkömmling und Heuchler.

Hannassey, der Julies Großvater Clem Maragon als wahren Gentleman schätzte und respektierte, sieht seit dessen Tod sein Imperium akut bedroht. Auch er lässt, je mehr der Konflikt sich zuspitzt, nichts unversucht, die junge Frau dazu zu bringen, ihm allein das Land zu überschreiben. Doch Julie hat längst eine eine Entscheidung getroffen, denn Big Muddy ist mittlerweile im Besitz von James McKay, der den Entschluss gefasst hat, sich dort niederzulassen. Vor allem aber will er auf diese Weise für Frieden sorgen und gleichzeitig sicherstellen, dass Julie de facto das Gebiet behalten kann. Wie zu Lebzeiten des alten Maragon sollen die Terrills und die Hannasseys gleichberechtigt das Wasser nutzen dürfen.

Trotz der Bemühungen McKays ist die Konfrontation der unversöhnlichen Patriarchen letztlich nicht abzuwenden. Die beiden Erzfeinde hassen sich so sehr, dass der Konflikt endet, wie ein Konflikt dieses Ausmaßes enden muss.

Regie-Altmeister William Wyler drehte dieses fast drei Stunden lange Epos 1958 nach dem gleichnamigen Roman von Donald Hamilton. Gregory Peck, der mit Wyler bereits den Klassiker "Ein Herz und eine Krone" (Roman Holiday, 1953) gedreht hatte, spielte hier nicht nur die Hauptrolle, sondern war auch als Co- Produzent an Bord, was zwischen beiden zu diversen Reibereien führte. Die Produktionsgeschichte von "Weites Land" war insgesamt schwierig. Besonders am Drehbuch wurde lange gefeilt. Herausgekommen ist allerfeinstes Breitwand-Kino der alten Schule.

Wyler nutzt die atemberaubenden Landschafts-Panoramen nicht nur als reines Augenfutter, sondern erzählt dank genialer Kamera- Arbeit, psychologisch fein gezeichneter Figuren und mit exquisiter Regie eine sorgfältig aufgebaute, zeitlos packende Geschichte über Hass, Gier, Ehre, falsche und echte Loyalität, die einem William Shakespeare aus der Feder geflossen sein könnte, und die von begnadeten Darstellern zum Leben erweckt wird. Dazu kommt natürlich noch die Musik von Jerome Moross, die zu den berühmtesten im Western-Genre gehört.

Gregory Peck glänzt wie so oft als die Integrität in Person und auch der in vielen anderen Filmen oft hölzern agierende Charlton Heston bietet eine exzellente Vorstellung. Auch die anderen Darsteller spielen grandios. Hestons Zusammenarbeit mit William Wyler in diesem Film trug ihm kurz darauf die Hauptrolle in "Ben Hur" (1959) ein, die ihn, wiederum unter Wylers Regie, weltberühmt machte. Alfonso Bedoya ist vor allem als mexikanischer Bandit Gold Hat in John Hustons "Der Schatz der Sierra Madre" (The Treasure Of The Sierra Madre, 1947) unvergessen.

Nebenbei liefert dieser Film in der mittlerweile legendären Auseinandersetzung zwischen James McKay und Steve Leech eine der besten Prügeleien der Filmgeschichte. Besonders bemerkenswert ist, wie dieser Faustkampf inszeniert wurde. Indem die Kamera immer wieder so weit wie möglich von den Kontrahenten entfernt steht und sie oft nicht größer als Ameisen zeigt, verdeutlicht Wyler die Sinnlosigkeit von Gewalt beim Lösen von Konflikten. Bezeichnend ist, dass der Kampf dann auch keinen wirklichen Sieger findet. McKay bringt es am Ende auf den Punkt, als er seinen Gegner fragt: "What have we proven?"

Überhaupt rückt Wyler die Gewalt in seiner Inszenierung wiederholt gezielt in den Hintergrund, beziehungsweise aus dem Blickfeld des Betrachters, eben um den Irrsinn des Konfliktes zu betonen. Besonders eindrucksvoll gelingt ihm dies auch bei dem finalen Showdown im Blanco Canyon.

Burl Ives erhielt zu Recht einen Oscar und einen Golden Globe für seine Darstellung des alten Hannassey. Eine weitere Oscar-Nominierung gab es für die Musik. William Wyler wurde immerhin von der Director`s Guild Of America (DGA) als bester Regisseur des Jahres nominiert.

Auf Bluray erstrahlt "The Big Country" in einer im Heimkino bisher bei diesem Film nicht gekannten Pracht! Der Film wurde mit Hilfe der Academy Of Motion Pictures Arts And Sciences in Bild und Ton sorgfältig restauriert. Auf früheren DVDs war das Bild oft von unscharfen Passagen und Defekten gekennzeichnet. Vor allem in der Titelsequenz waren am Bildrand Streifen zu sehen, die von einem beschädigten Negativ herrührten. Auch der Ton war auf DVD eher flach. Solche Mängel sind nun in der HD-Version endlich beseitigt worden.

Schade, dass die Disc außer einem kurzen Feature von den Dreharbeiten, einem TV-Spot und dem Original-Trailer keine weitern Extras bietet. Ein Making-Of oder ein Audio-Kommentar wären toll gewesen, aber man kann nicht alles haben.

Das Bild liegt im korrekten Format 16:9 (2:35.1 Letterbox) vor. Es gibt mehrere Optionen für Tonspuren und Untertitel. Der Mono-Ton wurde in DTS aufbereitet. Besonders das amerikanische Original klingt hervorragend, aber auch der deutsche Ton und die anderen ausländischen Fassungen können sich hören lassen! Ich empfehle, den Film möglichst auf Englisch zu schauen. Die deutsche Synchronisation ist zwar nicht schlecht, aber die Dialoge wirken im Original einfach viel tiefgründiger und eingängiger!

"Weites Land" ist wie zum Beispiel "Lawrence von Arabien" einer dieser Filme, die ihre volle Wucht eigentlich nur auf der ganz großen Leinwand entfalten. Im Heimkino hat man, obwohl wie gesagt das Format korrekt und der Bildausschnitt vollständig ist, leider bei solchen Filmen immer die unvermeidlichen schwarzen Balken oben und unten. Daher gilt: Je größer der Fernseher, desto besser!

"Weites Land" ist ein Film, für den die Bezeichnung Edel-Western erfunden worden sein könnte. In epischer Breite mitreißend inszeniert, perfekt besetzt und durch die Bank großartig gespielt! Auf Bluray kann man ihn nun zu Hause endlich in angemessener Qualität genießen!
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