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Kundenrezension

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht so gut wie Bioshock (1), 9. Juli 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: BioShock 2 (Videospiel)
Ich habe Bioshock und Bioshock2 nacheinander im Urlaub durchgespielt. Während Bioshock (1) ein ziemlich perfektes Spiel ist (innovatives Gameplay, unter vielen Gesichtspunkten packende Story mit interessantem Twist, optisch genial und liebevoll gestaltete Levels, mit der Erfahrung gleichmäßig ansteigender Schwierigkeitsgrad etc.) kann ich das für den 2. Teil leider nicht so sagen.

Bioshock 2
Gameplay: ok, man kann jetzt Plasmide und Waffen gleichzeitig nutzen. So what? Es gibt ein paar Neuerungen (einfacheres Tonikum-Slot-System), vom Prinzip her ist es recht ähnlich zum ersten Teil. Das ist an sich erstmal nichts schlechtes. Man kann jetzt den Little Sisters durch Beschützen beim Adam sammeln helfen. Bei 2x sammeln pro Little Sister und ca 3 Little Sisters pro Level ist das dann nicht mehr so spannend... ("Och nö, nicht schon wieder Fallen aufbauen, abspeichern, na dann mal los, aber beeil dich"). Was mich auch ziemlich gestört hat, ist, dass das Spiel am Anfang recht schwer ist (erstes mal Little Sister beim Adam ernten beschützen, erstes mal gegen Big Sister kämpfen), ab ca. der Hälfte aber unverhältnismäßig leicht wird.

Leveldesign/Scripting: Hier ist es leider so, dass sich die Levels ziemlich ähneln. "Wow" und "Aha" gibts hier wohl kaum, allenfalls sind die Bahnstationen der ersten Levels noch ganz nett. Die Levels sind teilweise so langweilig, dass es Bioshock2 besser getan hätte, wenn sie Maps aus dem ersten Teil (nach 10 Jahre Alterung) wiederverwendet hätten, z.B. Arcadia. Was ich überhaupt nicht verstanden habe, ist, warum so ab gefühlten 50% nur noch Leadhead-Splicer, Houdini-Splicer und Brute-Splicer vorkommen. Das führt alles zu einer Änderung des Kämpfens hin auf Distanz (insbesondere bei den lästigen Leadheads: Einfrieren, dann mit Harpune erledigen). So ein Gruselgefühl wie beim ersten Teil und spannende Kämpfe mit 1-2 Spider-Slicers kommen gar nicht mehr vor. Bei Bioshock2 hat man durchschnittlich mit mehr Gegnern gleichzeitig zu tun. Auch das ist nicht so zuträglich, da das dann zu uneleganten Kampfformen führt. Beim zweiten Teil hat mich das über Funk durchgegebene "Tu dies", "Tu das", "Huch, jetzt musst du aber erst noch folgendes machen" viel mehr genervt als beim ersten Teil, wo es auch besser in die Story passte. Einen aufregenden Endgegner gibt es bei Bioshock2 nicht, wie enttäuschend.

Doch nun zum problematischsten Teil des Spiels: der schwachen Story.
Klar, wenn man im ersten Teil Ryan und Fontaine und überhaupt alle umbringt, kann die Story an dieser Stelle nicht ohne weiteres forstgesetzt werden (obwohl so ein TV-Serien-Trick a la "Ätschbätsch, war doch nicht tot, du hast nur ein Hologramm getötet bzw. die Erinnerung war eingepflanzt" auch zu verkraften gewesen wäre). Wieauchimmer.

Die Story hier ist ziemlich Hollywoodmäßig. Vater soll seine Tochter retten. Der Spieler Subject Delta hat keine besondere Wichtigkeit für Rapture, so dass das quasi nur ein persönliches Familiendrama im Umfeld von Rapture wird.

Dr. Lamb soll wohl *genau* das Gegenteil von Ryan sein. Das wird dann aber doch zu einfach. (Für Ryan gab es immerhin philosophische Vorbilder in der echten Welt.) Ein bisschen erinnert das simple Konstrukt an die Figur der Maria aus Metropolis. Hier hätte ein Rückgriff auf echte religiöse oder philosophische Vorbilder (und da gibt es wahrlich genug Text auf der Welt) zu einem schlüssigeren Bild geführt. Die Essenz hier soll wohl sein: auch Altruismus führt zu Diktatur und auch der extreme Liberalismus/Egpoismus Ryans führte am Ende zur Entwicklung politischer Gefängnisse und Beschlagnahmungen.

Auch in diesem Spiel kann man wieder moralische Entscheidungen treffen. Warum nun aber nach dem eigenhändigen Abschlachten von 100erten Splicern und religiösen Fanatikern nur die Verschonung von einzelnen handverlesenen Verbrechern (die nach der Story für den Tod 1000er verantwortlich sein sollen) und ausgerechnet die Missachtung des klaren Willens eines Menschen, den er (als Audio-Diary) abgegeben hat, bevor er zum Gen-Monster wurde, das einzig Richtige sein sollen, wird nicht klar. Im Gegensatz zum ersten Teil, der zum Nachdenken über Freiheit und Grenzen anregte, wird hier eine Botschaft unmissverständlich mitgegeben: Sei "gut" in einer bösen Umgebung. In diesem Spiel gibt es nur eine "korrekte" Lösung, mit den gestellten Verbrechern umzugehen: Vergeben und gar nichts machen, sonst kriegt man nicht die optimale Endsequenz. Die andere Variante ist Selbstjustiz und das führt zu alternativen und für den Spieler nicht so günstigen Enden. Wenn schon Moral Bestandteil eines Shooters ein soll: ein anderes Verfahren, Leute für ihre Taten zur Rechschaft zu ziehen gibt es hier nicht. Der Ansatz: `Vergebung führt dazu dass schlechte Menschen gute werden', ist auch im Kontext des Spiels naiv und wird im Spiel selbst nicht umgesetzt, da wirklich jede Menge Leute umgebracht werden (auch arme andere Big Daddies, ein selbsternannter Pfarrer usw.).

Zusammenfassung: keine großartigen neuen Erkenntnisse über Rapture, schwache Hollywoodstory mit Happy End, teilweise und vor allem ab der Hälfte eher lieblos gestaltete Level und nur wenige Arten von Gegnern, kein Endgegner, sonst aber solider Shooter. Gerade noch vier Sterne, da besser als die meisten andere Shooter.

An dieser Stelle nochmal die Empfehlung auf jeden Fall Bioshock (1) anzusehen. Bioshock2 ist verzichtbar.
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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 19.08.2011, 12:37:31 GMT+2
soistdas meint:
gute Rezi, dank. Hab den 2ten Teil immer noch nicht gespielt, werde das vielleicht auch nicht.

Es gibt aber auch einige Schachstellen beim 1. Bioshock:
-so fragt man sich, warum man den von allen überhaupt angegriffen wird, Rapture ist doch eine Stadt wo scheinbar jeder Mitbewohner werden kann, "kommen sie nach Rapture", oder "dann kann Rapture auch ihre Stadt werden" heißt es doch. Warum ist Ryan direkt gegen den Neuen.
-Warum sind alle auf Ryans Seite. Es wird zwar über irgendwelche Duftstoffe, ("Pheromone" oder so) anfangs geredet, wird aber nicht ausreichend erklärt. Kaum hat man ihn erledigt sind schon alle auf "Fontaine" 's Seite. Dann hätte es schon von Anfang an 2 Fraktionen geben müssen, nicht nur auf Tonband.
-Ich hatte nicht das Gefühl, dass die Splicer wirkungsvolle Plasmide gegen den Spieler einsetzen konnten, kein Einfrieren oder unter Strom setzen oder so.
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