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Kundenrezension

17 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Roth'n Roll der Extraklasse, 5. Februar 2012
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: A Different Kind of Truth (Deluxe Edition) (Audio CD)
Kaum zu glauben, aber wahr: Van Halen schließen mit "A different kind of truth" fast nahtlos an die ersten 6 Studio-Outputs an. Da ist es wieder, das alte Van Halen Gefühl: abwechslungsreiche, spannungsgeladene Songstrukturen und man weiß nie, was als nächstes passiert. Fühlt sich aufregend an. Ganz anders als die Van Hagar Ära, die mir auf ihre Art und Weise auch gefällt - wenn mal die Laune Richtung radio-kompatibler Mainstreamrock geht. Auch Chickenfoot ist wahrlich nicht von schlechten Eltern, aber dies hier ist einfach eine ganz andere Liga, was die Action in den Songs angeht. Und das konnte man nach der zwar nicht schlechten, aber doch allzu gefälligen Single "Tattoo" echt nicht erwarten. Ein Song für's Radio, quasi Van Hagar mit Roth Vocals. Nett, aber nicht mehr.

Das Unglaubliche ist aber: ab Song #2 gibt es nur noch voll auf die Zwölf. Klasse Hard Rock, der offensichtlich nur im Hinblick auf die eigene Legacy eingespielt wurde. Kohle braucht von denen keiner mehr. Hier steht ganz klar im Vordergrund, dass man allen nochmal zeigen möchte, dass die Platte vor "Diver Down" sehr gut auch hätte "A different kind of truth" heißen können. Wirklich? Ja. Aber der Reihe nach. Ich fange mal mit den unerheblichen Kritikpunkten an:

1. eine Ted Templeman Produktion wäre mir lieber gewesen, denn die neue CD ist arg basslastig abgemischt und wird in den Tiefen etwas schwammig. Vermutlich wollte Eddie, dass Sohnemann Wolfgang auch zu hören ist. Ziel erreicht!

2. ich vermisse die Roth typischen hohen Schreie etwas. Aber das ist wohl einfach der Zahn der Zeit.

Ansonsten gibt es von mir aber nix zu meckern: DLR ist einfach der richtige Sänger-Counterpart für Eddie Van Halen. Nur mit Roth klangen und klingen Van Halen gefährlich, hungrig und frei vom Blick auf die Charts. Das war weder mit Sammy Hagar noch mit Gary Cherone nur ansatzweise so. Wolfgang Van Halen macht einen spitzenmäßigen Job als Bassist - auch wenn ich gern Michael Anthony dabei hätte, muß ich zugeben, dass er zumindest auf der CD überhaupt nicht fehlt. Selbst die Background Vocals passen sehr gut.

Und die Songs?

1. Tattoo: wie oben schon gesagt: gefälliger Radio-Rocker, hätte auch von Van Hagar sein können (dann allerdings mit weniger witzigem Text). Auch der einzige Song, wo Keyboards auftauchen. Hätte auch gut von DLRs "A little ain't enough" sein können. Ich war erst mega-enttäuscht, "Tattoo" hat sich dann aber zumindest bei mir als echter Grower entpuppt. Für mich ist rätselhaft, warum der Song die neue CD eröffnet und als Single ausgewählt wurde, sei's drum - er ist jedenfalls im Gesamtkontext die einzige kleine Enttäuschung auf der Songebene.

2. She's the woman: rockt wie Sau. Klasse! Hätte definitiv auf den ersten 5 Alben drauf sein können und wäre dort auch einer der Höhepunkte gewesen. Das Ding sprüht nur so von 80er Van Halen Flair. Und ja: ich besitze auch die 1977er Demos. Aber macht doch überhaupt gar nichts, wenn alte gute Ideen neu aufgenommen werden. Besser als bei vielen anderen Reunion-Alben irgendwelcher halbgarer Quatsch.

3. You and your blues: klasse Nummer, die gemächlich startet, einen tollen Refrain hat und eine Mischung aus Van Hagar und alten Van Halen darstellt, wobei der Schwerpunkt auf dem alten Kram liegt. Wäre eindeutig eine bessere Single als Tattoo gewesen.

4. China Town: ein Hammerteil. Doublebass-Geballer und wahnwitzige Gitarrenarbeit von Eddie. Spitzenmäßiges Solo. Denkt an "Shyboy" von DLR oder an "Hang em high" und dann könnt Ihr euch das ungefähr vorstellen. Spitze!

5. Blood and Fire: erinnert mich vom Feeling etwas an Little Guitars. Also: echter gute Laune Song, auch mit kommerziellem Potenzial. Klasse Refrain mit Ohrwurmcharakter. Könnte auch eine Single werden. Und wie in fast jedem Song gibt es auch hier extrem variables Songwriting mit Laut/Leise Stellen und Überraschungen und kleinen Details an jeder Ecke, die einfach Spaß machen.

6. Bullethead: Das "Atomic Punk" dieser Scheibe. Also recht schnell gehalten, rotzig runter gehobelt, tolle Arbeit an den Instrumenten und Roth gibt ebenfalls Vollgas.

7. As is: nochmal Speed mit Doublebass. Klasse Song, mit einem schleppenden Intro, welches sich dann in eine echte Speedgranate steigert. Die Gitarre raucht und qualmt und ich muß mich kneifen, da ich nicht mehr genau weiß, ob wir jezt 1981 oder 2012 haben...Spitze!!!

8. Honeybabiesweetiedoll: völlig abgefahrene Nummer, die ganz entfernt vielleicht an "Outta love" von VH II erinnert. Abgefahrene Rhythmen, knallharte Gitarre, absolut nichts fürs Radio! Auch dieses Teil verströmt den Geist der ganz alten Van Halen auf einmalige Art und Weise.

9. The trouble with never: ein bluesiges Gitarrenlick geht über in einen treibenden Hardrocker der Extraklasse. Für mich einer der zahlreichen Höhepunkte auf dieser Scheibe. Ohrwurmrefrain mit den typischen Van Halen Hintergrundchören. Und DLR fragt immer wieder: "When was the last time you did something for the first time?" - Cool. Das ist meilenweit weg von "When it's love" oder ähnlichem. Auch in diesem Song gibt Eddie alles, ein supertolles Gitarrensolo, gefolgt von einem der typischen ruhigen Zwischenteile á la "Panama". DLR mit supertiefem Sprechgesang...spitze!!!

10. Outta space: auch von den 1977er Demos. Hieß damals "Let's get rockin" ist aber in der neuen Version für meinen Geschmack noch viel cooler. Auch hier wird das Gaspedal wieder ordentlich durchgedrückt. Hatte ich schon geschrieben, dass Alex, Eddie und Wolfgang instrumental alles geben? - Das ist wirklich wilder Hard Rock der absolut frisch und unverbraucht klingt. YEEEEES!

11. Stay frosty: startet "ice cream man" mäßig mit Akustik-Gitarre und DLR und steigert sich dann in einen Uptempo Boogie-Rocker, der sich gewaschen hat und wieder mit atemberaubenden Gitarrensoli der absoluten Extraklasse gewürzt ist. Keine Ahnung, wem Eddie noch irgendwas beweisen muß. Fest steht aber: so viel Shredding gab es bislang noch auf KEINER VH CD!

12. Big River: das "Big Trouble" von den 1977er Demos. Spitzensong, bleibt auch Ohrwurm-mäßig hängen. Hätten sie dieses Teil als erste Single ausgekoppelt, wäre bei den Die Hard Fans bereits mit der Single die totale Euphorie ausgebrochen. Irgendwie cool, dass sie das anders angegangen sind - so ist die CD wirklich eine mega-Überraschung.

13. Beats workin: in meinen Augen etwas unspektakuläres Ende. Wäre auf den letzten 5 CDs aber auch einer der wirklichen Höhepunkte gewesen. Nicht aber hier, dafür ist das restliche Material einfach zu stark.

Fazit: es gibt nur ein Nutella, nur eine Coca Cola und nur eine echte Van Halen Inkarnation. Und die besteht erstmal aus Eddie und DLR. Punkt.

Ich habe noch nie eine so frisch und hungrig klingende CD einer Band von lauter Endfünfzigern gehört, welche das eigene Erbe um einen weiteren echten Höhepunkt ergänzt. Sagte ich gerade Endfünfziger? - Vielleicht liegt es ja auch an Wolfgang Van Halen, der den alten Herren so nen richtigen kick ass verpasst hat. Letzten Endes völlig egal, das Teil schwitzt, qualmt und rockt. Die Eisenbahn auf dem Cover ist sehr gut gewählt, denn der Van Halen Express fuhr schon lange nicht mehr so kraftvoll und schnell.

ABSOLUTE KAUFEMPFEHLUNG für jeden, der anspruchsvollen Hardrock und laute Gitarren mag. Jetzt bin ich sehr gespannt, ob die Truppe dieses Energielevel auf Tour halten kann.
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1-6 von 6 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 05.02.2012, 15:32:31 GMT+1
hubibe meint:
Ach so: hatte in meiner Euphorie ganz vergessen, die Zusatz-DVD zu bewerten. Sehr nette Akustikversionen von Panama, You and your blues sowie Beautiful girls. Auch hier: die sind echt in Hochform und wirken auch ganz happy miteinander. Sehr nett!

Veröffentlicht am 06.02.2012, 16:54:02 GMT+1
Zuletzt vom Autor geändert am 06.02.2012, 16:54:54 GMT+1
Punky meint:
A Different Kind Of Truth ist doch nicht ernsthaft mit den ersten vier Alben zu vergleichen - selbst Diver Down und 1984 waren mit Sicherheit innovativer. Und mit DLR haben Van Halen nie auf die Charts geschielt? Wirklich? Hat das die Band nur mit Sammy Hagar getan? Bei aller Freude über eine neue Van Halen Veröffentlichung, aber wenn A Different Kind Of Truth ein 5 Sterne Produkt ist, wie viel Sterne gibt's dann fürs Debüt oder For Unlawful Carnal Knowledge?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.02.2012, 12:44:54 GMT+1
Plotzka meint:
Hey Hubibe!
Tolle Rezi, kann ich absolut nachvollziehen, sehe ich exakt genauso und es tut gut zu wissen dass ich nicht der einzige Halen (oder Van Hagar) Fan in Deutschland bin und nicht der einzige der von dem neuen Album so geflasht ist!!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.02.2012, 19:06:38 GMT+1
hubibe meint:
Das ist doch alles subjektiv! Ich würde für das Debüt auch 5 Sterne geben, für For Unlawful Carnal Knowledge (das meiner Meinung nach Beste mit Sammy Hagar) 4.
Ich habe mit meinen Rezis nicht den Anspruch, die gesamte Musikgeschichte zu bewerten, sondern es gibt diese Bewertung für ein Comeback nach 28 Jahren, was ich meiner Lieblingsband so niemals mehr zugetraut hätte. Und das mit dem auf die Charts schielen: ich bleibe dabei, das fing vielleicht mit Diver Down an, aber es gab keinen klebrig-süßen Balladenkitsch wie später mit Sammy. War halt alles spannender, weniger vorhersehbar, aufregender. Und zumindest für mich ist genau das nun wieder da. Cool!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.02.2012, 19:06:56 GMT+1
hubibe meint:
Klasse. Wenn VH nach Deutschland kommen, treffen wir uns beim Konzert!

Veröffentlicht am 12.03.2012, 12:53:59 GMT+1
Zuletzt vom Autor geändert am 12.03.2012, 12:54:45 GMT+1
Punky meint:
@hubibe:
Mein Kommentar sollte keine Kritik gegenüber dem Review sein, auch ich bin hocherfreut, dass sich VH wieder zu einem Album zusammengerauft haben. Und ja, ich gebe es zu, mit Sammy Hagar am Mikro wäre es für mich perfekt gewesen. Noch eine kleine Anmerkung: Härter als auf For Unlawful Carnal Knowledge waren VH nie - und, na ja, viel süsslicher als Jump oder I'll Wait klang die Band später auch nicht, von (Oh) Pretty Woman, Secrets, Dancing in The Streets oder Little Guitars gar nicht zu reden... :-)
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