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Kundenrezension

am 13. Mai 2011
Es ist jetzt schon drei Wochen her, seit ich diesen "Thriller" zu Ende gelesen habe. Warum ich erst jetzt eine Rezension schreibe? Weil ich der Meinung bin, dass dieses Buch, zu den zahlreichen positiven Rezensionen, auch durchaus Kritik vertragen kann und nötig hat.
Schreiben und erzählen kann Antonia Michaelis, daran besteht auch für mich überhaupt kein Zweifel.
Ich habe von ihr bereits "Die Nacht der gefangenen Träume" gelesen und das Buch hat mir, hauptsächlich wegen des Schreibstils, wirklich gut gefallen.
Der Märchenerzähler war aber definitiv nichts für mich.
Wer das Buch noch nicht kennt und es gerne noch lesen möchte, sollte jetzt besser nicht weiterlesen, denn ich kann meine Kritik leider nicht spoilerfrei äußern. Weiterlesen also nur auf eigene Gefahr!
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Ich bin, von Beginn an, weder mit dem drogendealenden Abel, noch mit der bis zur völligen Selbstaufgabe hinter ihm her laufenden Anna warm geworden. Einzig und allein Abels kleine Schwester Micha hat mein Herz berührt.
Dem Märchen von der kleinen Klippenkönigin konnte ich nur sehr wenig abgewinnen. Jedes Mal, wenn sich wieder der nächste Märchenteil ankündigte, habe ich gehofft, endlich die "Schönheit" darin zu finden, die sich anderen Lesern offensichtlich gezeigt hat. Ich habe sie leider nicht gefunden. Ich denke, mir fehlte einfach das Gespür für die besondere Poesie dieses Märchens.

Ein paar Bemerkungen zu der "zu Herzen gehenden Liebesgeschichte". Ich frage mich immer noch, wo die zu finden war?
Im ständigen Abel-Hinterherlaufen von Anna?
In der meist ablehnenden Haltung von Abel gegenüber Anna?
In dem Schuppen, in dem Abel seine geliebte Anna vergewaltigt hat?
Oder hätte mich vielleicht Annas Besuch an ..... .... noch von dieser Liebesgeschichte überzeugen sollen?
Tut mir wirklich leid, aber für mich sieht Liebe ganz anders aus.
Was mich aber am meisten gestört hat, waren die seltsamen Botschaften, die dieser Jugendroman vermittelt. Mag sein, dass ich das viel zu eng sehe. Rüber kam es für mich so:

Drogen dealen ist hilfreich, um sich was nebenbei zu verdienen.
Eine schwere Kindheit mit Missbrauch und einer alkoholkranken Mutter entschuldigt so gut wie alles - auch mehrfachen Mord.
Vergewaltigung ist doch eigentlich gar nicht so schlimm.
Erzähl ein schönes Märchen und keiner kann sich deinem Charme entziehen.

Ich kann weder für Drogendealer, noch für Vergewaltiger und schon gar nicht für Mörder irgendwelche Sympathien entwickeln. Für naive und einfältige Charaktere, wie den von Anna, allerdings auch nicht.

Für mich war dieser Roman - leider - ein überhaupt nicht befriedigendes Leseerlebnis und alles andere als "ein temporeicher Thriller und eine zu Herzen gehende Liebesgeschichte".

Ich will hier niemandem auf die Füße treten, aber das ist meine ehrliche Meinung zu diesem Buch und die möchte ich nicht länger verschweigen.

Kleiner Tipp am Rande: Wer ein Jugendbuch mit einer wirklich zu Herzen gehenden Liebesgeschichte sucht, dem würde ich Du oder das ganze Leben von Simone Elkeles empfehlen.
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4,4 von 5 Sternen
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