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Kundenrezension

am 6. April 2013
(Kinoversion, uncut 82 Min.)

Nach Marcus Dunstans grandiosem Regie-Debüt “The Collector” von 2009 folgt drei Jahre später die Fortsetzung „The Collection“. Dunstan, der vorher vornehmlich durch die Drehbücher einiger der „SAW“-Verfilmungen auf sich aufmerksam gemacht hatte, zeigt hier erneut, dass er gar kein so übler Regisseur ist. Leider lässt „The Collection“ die Perfidie und den kreativen und blutigen Sarkasmus des ersten Teils vermissen, vielmehr legt Dunstan in der Fortsetzung nur gewaltmäßig eine Schippe drauf, patzt dafür aber inhaltlich. Die Schraube der Gewalt dreht sich im zweiten Teil deutlich schneller und heftiger, wirkt dafür aber oft plump und kaum noch glaubwürdig. Das spannende Duell zwischen Täter und Opfer, das den ersten Teil so innovativ und spannend gemacht hat, wird hier durch eine ganze Truppe zu allem entschlossener Söldner ersetzt, die dem Collector nicht sehr kreativ in die Falle gehen. Wenigstens ist der gute Arkin aus Teil eins noch dabei, aber auch er kann nicht verhindern, dass aus „The Collection“ ein fast schon beliebiger Slasher geworden ist.

Arkin (Josh Stewart, „The Dark Knight rises“) hat zwar die diversen Anschläge des Collectors auf sein Leben überlebt, wird aber dennoch von diesem gefangen genommen und in die collectortypische Kiste gesperrt. Diese steht zufälligerweise in einer Disco, die der Collector sich als nächstes Ziel ausgesucht hat. Mit einer fies ausgetüftelten Maschinerie pflügt er sich durch das tanzende Publikum und kann so seiner Todesliste ein paar Dutzend weitere Opfer hinzufügen. Auf ihrer Flucht vor der mörderischen Maschine stolpert Elena (Emma Fitzpatrick, „In Time“) über Arkin, der sich daraufhin befreien kann, kann aber nicht verhindern, vom Collector weggemopst und in dessen Haus des Grauens verbracht zu werden, ein verlassenes Hotel am Stadtrand. Arkin hat kaum seine Wunden versorgen lassen, als eine von Elenas Vater organisierte Söldnertruppe um Anführer Lucello (Lee Tergesen, „The Big C“) auf ihn zutritt und ihn bittet, ihnen bei der Suche nach Elena zu helfen, da er ja das Zusammentreffen mit dem Collector überlebt hat. Also macht man sich auf in die Höllenbutze des blutigen Sammlers, der seine frische Opferschar bereitwillig mit neuen, sadistischen Spielzeugen empfängt…

Ging es im 1. Teil noch um einen Kampf Mann gegen Mann (Arkin gegen den Collector, der eine Familie in deren Haus nach und nach umbringen wollte), sieht sich der Collector hier gleich einer ganzen Gruppe gewaltbereiter Söldner gegenüber, die Jagd auf ihn machen. Das ist leider weit weniger spannend, als man meinen sollte. Von einer überschaubaren, fallengespickten Location geht es nun gleich in ein ganzes Hotel, das unzählige Räume und Fallen birgt und von einem Trupp bärbeißiger Soldaten heimgesucht wird, die zwar mit der Knarre umgehen können, aber den sadistischen Fallen, die der Collector so gerne aufstellt, nicht mal im Ansatz gewachsen sind. So wird denn auch ein Mitglied der Truppe nach dem anderen semi-spektakulär dahingerafft und da man null Beziehung zu den Opfern aufbauen konnte, kratzt einen das herzlich wenig. Einzig dem armen Arkin möchte man bedauernd den Arm um die Schulter legen, da er sich schon wieder in einem blutigen Albtraum befindet, obwohl er doch den Klauen des Collectors gerade erst entkommen ist. Arkin müht sich redlich, dem Collector nicht erneut in die Falle zu gehen und dabei kommt ihm zugute, dass er schon einige Fallen kennt, die dieser gerne aufstellt.

Bedauerlicherweise unterscheidet sich „The Collection“ so nur noch wenig von anderen Horrorfilmen gleicher Machart. Eine Truppe Unfähiger wird von einem kranken Irren nach und nach dezimiert, ein bis zwei etwas Cleverere bieten ihm die Stirn. Darüber hinaus sind die aufgestellten Fallen recht einfallslos bzw. kennt man sie schon aus dem 1. Teil. Dunstan hat seinen Film wieder vorrangig in dunkle Farben und lichtschwache Locations gehüllt, so dass man darüber hinaus oft gar nicht richtig erkennen kann, was gerade passiert. Und wenn sich dann noch einige derbe Logiklücken in die Handlung schleichen (seit wann kann man Feuer mit Formaldehyd löschen?), ist man latent verstimmt.

Unbeschadet durch die FSK dürfte der Film es darüber hinaus, wie bereits der 1. Teil, nicht schaffen, da hier zumindest einige Effekte so brutal und blutig sind, dass die Zensurbehörde sicherlich daran Anstoß nehmen wird, was „The Collection“ noch ein wenig unattraktiver machen dürfte. Der Film hat uncut eine Länge von 82 Minuten, in Deutschland erscheint er mit einer Laufzeit von 77 Minuten.

Dennoch, „The Collection“ ist kein gänzlich schlechter Film. Der Cast ist gut, Josh Stewart überzeugt erneut als sowohl ängstlicher als auch mutiger Arkin, der langsam die Faxen dicke hat und dem Collector nun endgültig den Garaus machen will. Auch Lee Tergesen als Truppenanführer kann überzeugen, seiner besonderen Beziehung zu Elena, für die er ein väterlicher Freund geworden ist, verleiht er glaubwürdig und sensibel Ausdruck. Und Emma Fitzpatrick als Final Girl Elena, die in einigen Einstellungen glatt einen Natalie-Portman-Lookalike-Contest gewinnen könnte, spielt sich souverän durch so unterschiedliche Emotionen wie Angst, Ungläubigkeit, Mut, Verzweiflung und Wut.

Und auch wenn die Sets teilweise sehr an „SAW“ erinnern oder Dunstan sogar die ein oder andere Idee oder Einstellung aus seinen „SAW“-Drehbüchern übernimmt, ist das noch schaurig genug, um ab und an vor Schreck zusammenzuzucken oder mit den Opfern mitzuleiden.

„The Collection“ ist ein halbgarer Aufguss eines sehr guten Debüts. Bedauerlicherweise erspart uns der zweite Teil nicht das obligatorische Open End, so dass die Tür zum bereits geplanten 3. Teil schon geöffnet ist, was ich für keine wirklich gute Idee halte. Der Film weist viele blutige und sehr brutale Szenen auf, reiht diese aber recht dumpf und emotionslos aneinander, so dass nur selten richtige Spannung aufkommt. „The Collection“ ist eine teilweise zu sehr im Dunkeln liegende Schlachtplatte mit logischen Schnitzern und einer lieblosen Story, die nicht wirklich überzeugen kann. Dafür ist nach 82 Minuten (zumindest in der Uncut-Version) dann auch wieder alles vorbei…bis eben der Collector in Teil 3 retourniert. Vielleicht findet Marcus Dunstan bis dahin ja zu seinen genialen Ideen aus dem 1. Teil zurück. Für zumindest ordentlichen Gore, überwiegend gute Darsteller und einem Extrapunkt für den armen Arkin ganz knappe drei von fünf Sammlerstücken, die mal einen Puls hatten.
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