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Customer Review

on December 24, 2011
>>> ZUM FILM <<<
Ich bin mit Filmen wie E.T. - Der Ausserirdische oder Die Goonies  aufgewachsen, die in den 80er Jahren von Steven Spielberg produziert oder inszeniert wurden. Identisches Merkmal dieser und ähnlicher Filme ist das prinzipielle Setting: Kinder und Jugendliche - alle in einem US-amerikanischen Mittelstands-Wohngebiet wie aus dem Klischee-Bilderbuch (Einfamilienhäuser, grüne Vorgarten mit Garage und mindestens einem Auto vor der Türe) wohnend - werden unvermittelt in ein Abenteuer geworfen und müssen sich den Herausforderungen stellen, um den Film zu einem unvermeidlichen Happy End führen zu können. Filme wie diese aber auch weitere Filmverwandte wie Gremlins - Kleine Monster oder Poltergeist haben mir sehr gefallen und meinen Blick auf das US-amerikanische Unterhaltungskino wesentlich mitgeprägt.

Ich war daher sehr neugierig, als es hieß, dass SUPER 8 in die Fußstapfen des Spielberg'schen 80er-Jahre-Kinos treten würde. Dabei ist es übrigens vollkommen nebensächlich, dass der Film im Jahr 1979 angesiedelt ist. Und tatsächlich - SUPER 8 scheint im selben Universum angesiedelt zu sein wie die genannten Filme, denen Steven Spielberg in den 80er Jahren seinen Stempel aufgedrückt hat. Die kleinen Helden in SUPER 8 wirken daher beinahe wie enge Verwandte der 80er Jahre-Helden und das im Film agierende Monster könnte glatt als ein ferner Verwandter von E.T. durchgehen.

Eine weitere, sehr offensichtliche Parallele: Auch SUPER 8 ist spannende, jedoch nie zu gewalttätige Familienunterhaltung;. FSK 12 ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass es in SUPER 8 zwar actionhaltig zugeht, er jedoch - von wenigen Ausnahmen abgesehen - weitgehend gewaltfrei ist. Da zudem Werte wie die Wichtigkeit einer intakten Familie, sowie Schuld und Vergebung dargestellt und gelebt werden, hätte der Film vor jeder noch so strengen Jugendschutzkommission bestanden. Durch die moderate und gerechtfertigte Altersfreigabe hat ein Monsterfilm wie SUPER 8 die Möglichkeit, ein großes Publikum zu erreichen und sowohl bei kleinen als auch bei großen Zuzschauern zu punkten. Und vermutlich hat der Film in der großen Zielgruppe viele Fans gefunden.

Ich gehöre allerdings nicht dazu! Denn obwohl der Film eine spannende Ausgangsstory bietet, er nahezu perfekt auf Spielbergs Spuren wandert und dadurch mit einem unschlagbaren Nostalgiefaktor punktet, wollte der Funke den gesamten Film über nicht wirklich überspringen. J.J. Abrams hat mich in SUPER 8 erstmals negativ überrascht, weil einzelne Szenen zu lang oder gar überflüssig wirken. So passiert das, was bei einem Film mit einer Spieldauer von 101 Minuten schon eher ein Kunststück ist: Der Film kommt schleppend in Gang und leistet sich auch im weiteren Verlauf immer wieder story- und spannungsbezogene Durchhänger. So hatte ich oft das Gefühl - selbst bei den actionreichen Sequenzen - dass der Film sich in zu vielen Nebensächlichkeiten verliert. Und so manches Mal fühlte ich mich tatsächlich gelangweilt. Hinzu kommt: Wer mit dem Spielberg-Kino vertraut ist, welches J.J.Abrams so gekonnt zitiert, ahnt sehr früh, welch "überraschende" Wendungen der Plot für den Zuschauer bereithält. So erscheint die Story für diesen Teil des Publikums leider sehr vorhersehbar.
An anderer Stelle wiederum überzieht der Film deutlich. So wirkt es wie eine Anbiederung an die Actionfans unter den Zuschauern, wenn die angerückte Armee scheinbar den gesamten Munitionsvorrat der US-Streitkräfte verpulvert und dadurch nahezu die gesamte Umgebung in Schutt und Asche gelegt wird. Dies sorgt vermutlich für einen ordentlichen WUMMS im Heimkino und dürfte die Augen so mancher Actionfans zum Leuchten bringen - nur ist es inhaltlich vollkommen überflüssig! Die Erklärung, dass dies alles durch die "magnetische Strahlung" des außerirdischen Geräts beeinflusst sei, wirkt zugunsten des zusätzlich erhöhten Actionanteils, aufgesetzt und daher nicht sonderlich befriedigend.

Schade, dass sich zu dem etwas zähen Storyverlauf auch noch Special Effects gesellen, die oftmals als solche zu erkennen sind. So beeindruckt das erschreckend intensive Zugunglück nur bis zu einem gewissen Punkt. Zu stark sind ist der computeranimierte Zug als solcher zu erkennen, zu übertrieben-künstlich wirken die Kräfte der Physik und die daraus resultierenden Explosionen. Hervorragend animiert ist hingegen das außerirdische Monster -> Wow!

Positiv hervorzuheben sind abschließend die Leistungen der jungen Nachwuchsschauspieler. Jeder agiert mit großer Intensität und trotzdem sehr glaubwürdig. J.J. Abrams scheint seine jungen Talente tatsächlich zu Höchstleistungen angetrieben zu haben. Dadurch gelingt es ihm zumindest teilweise, die dramaturgischen Mängel auszugleichen; und es macht großen Spaß, den Kleinen bei Ihrem Schauspiel zuzusehen.

>>> ZUR BLU-RAY <<<
BILD (gesehen auf 50 Zoll-Display)
Das Bild zeigt sich in absoluter Höchstform. An den wichtigen Werten wie Schärfe, Farben, Schwarzwert und Kontrast gibt es nichts auszusetzen. Dies kommt vor allem den zahlreichen Aufnahmen zu gute, die im Dukeln spielen. Selbst kleinste Details sind jederzeit erkennbar. Ein Rauschen konnte ich außerdem nicht erkennen, so dass man insgesamt von einem perfekten HD-Bild sprechen kann.

TON (gehört mit 7.1 Set)
Ärgerlich: Der deutsche Ton liegt nur in Dolby Digital 5.1 vor. Normalerweise störe ich mich nicht übermäßig daran, wenn nur die englische Sprachassung in einer der hochauflösenden Tonvarianten vorliegt. Im vorliegenden Fall sind die Unterschiede zwischen der deutschen und der englischen Sprachfassung jedoch sehr deutlich zu hören. Während man die englische Tonspur als nahezu perfekt bezeichnen kann, leidet die deutsche Tonspur vor allem unter einem nur eingeschränkt vorhandenen Bass. Ich war aufgrund dieser Tatsache so irritiert, dass ich zunächst dachte, mein Subwoofer wäre beschädigt. Dem war jedoch nicht so. Die actionhaltigen Szenen kommen daher zwar allesamt laut aber ebenso kraftlos daher. Hier wäre deutlich mehr möglich gewesen.

EXTRAS
Von den Extras ist insbesondere der interessante Audiokommentar von J.J. Abrams erwähnenswert. Wer darüber hinaus noch neugierig ist, bekommt mehrere "deleted scenes" und kleineres Featurettes geboten.

>>> FAZIT <<<
Schade! SUPER 8 hatte alle Voraussetzungen, um auf ganzer Länge begeistern zu können - und dann wurde daraus doch nur eine nette Familienunterhaltung, die sich zu allem Überfluss dramaturgische Schwächen leistet. Für einen Familien-Filmabend ist SUPER 8 trotzdem allemal zu empfehlen. Nostalgiker werden zudem eine große Freude an dem Film haben. Ob man sich SUPER 8 jedoch gerne auch ein zweites Mal anschauen möchte, muss jeder für sich selbst entscheiden.
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