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Kundenrezension

am 10. September 2002
War das erste "Soulfly" Album noch nicht viel mehr als ein guter, gesunder aber leider auch an vielen Stellen sehr unkontrollierter Emotionsausbruch, so hat man sich im Hause „Soulfly" mittlerweile wohl wieder etwas beruhigt.
Wer jetzt jedoch denkt, man könne hier auf poppigere, charttaugliche Lalala - Musik schließen, der hat sich eindeutig in der Kategorie geirrt.
Denn „Soulfly" schalten auf „Primitive" keineswegs einen Gang runter, sondern man hat lediglich das Gefühl, dass alles durchdachter, strukturierter und kontrollierter wirkt.
Die ursprüngliche Wut vom ersten Album ist immer noch vorhanden, nur wird diese nun in geregelten Bahnen gelenkt, wodurch die PLatte irgendwie einen übersichtlicheren Charakter bekommt. Die Songs sind nicht mehr so wirr aufgebaut wie früher, sondern verfolgen alle konsequent eine Linie, bleiben aber trotzdem abwechslungsreich.
Das wiederum liegt vor allem an der Fülle von Gastmusikern, die sich hier die Klinke in die Hand geben.
Neben Schreihälsen wie Chino Moreno von den Deftones, Corey Taylor(8) von Slipknot oder Tom Araya von Slayer, sind auch ruhigere Charaktere wie Sean Lennon oder eine weibliche Soulstimme auf der Platte zu finden.
Auch die Songs selber sind abwechslungsreich aufgebaut. In fast jedem Song gibt's irgendeine Pause um danach wieder richtig loszurocken.
Außerdem hat jedes Lied seinen eigenen, individuellen Charakter, wodurch sich wirklich jeder Song anders anhört, man beim Hören also nicht dauernd das Gefühl hat immer den gleichen Song um die Ohren geblasen zu kommen.
Mal grooven „Soulfly" wie die Hölle, ein anderes mal preschen sie wie verrückt nach vorne oder geben sich melodischer.
Zur besseren Einschätzung gibt es hier eine Kurze Beschreibung der Songs, zum ersten mal von mir auch mit Einzelwertung.
***** = Perfekt
* = nix gutt
1. Back to the primitive
Hier haben wir es schon direkt mit dem ersten Totschläger aus dem „Soulfly" Arsenal zu tun. „Back to the primitive" groovt wie die Hölle und erzeugt ne Menge Energie, die sicher alle Pits auf den Konzerten zum kochen bringt! Der Song wird straight durchgerockt, in der Mitte gibt's ne kleine Verschnaufpause, die mit verschiedenen Effekten und Trommeln überbrückt wird. Der Refrain bleibt sehr gut hängen und kann auch gut mitgeschrieen werden. Ein sehr guter Song, aber nicht der Oberhammer.
****
2. Pain
Und da kommt auch schon der erste Gastsänger zum Einsatz. Chino Moreno von der nicht ganz unbekannten Band Deftones liefert sich hier ein Schrei Duell mit Max dass man meinen könnte, der Leibhaftige sei hinter ihnen her. Der Song bewegt sich durchgehend im mittleren Tempobereich, ist auch mit nem derben Groove versehen und hervorragend geeignet, sich mal seinen ganzen Frust von der Seele zu schreien.
Chino's grelles, emotionales Geschrei steht im krassen Gegensatz zu Cavalera' s dunklem Gegröhle. Genau das macht nämlich den Reiz dieses Stückes aus.
****
3. Bring it
Hier geht's ungefähr 2 Minuten lang in guter alter Trashmanier gnadenlos nach vorne. Danach gibt's ne Minute ganz ruhige Musik mit verschiedenen Percussion Instrumenten. Könnte man sich sogar schon als Meditationsmusik vorstellen. Doch nach einer Minute prügeln die Jungs dann wieder gnadenlos alles kraus und klein.
Ein Super harter Song, der jeden Trasher glücklich machen wird.
*****
4. JumpDaFuckUp
Gastauftritt Nummer 2. Diesmal mit niemand geringerem als Corey Taylor, der Nummer 8 von der total gestörten Maskenband Slipknot. Besonders hervorzuheben hierbei ist, dass dieser nicht wie auf den Slipknot Platten wie irre rumschreit, sondern zumindest in den Strophen mit ruhiger, hypnotischer Stimme einen schon ganz nervös macht, bevor er dann plötzlich zusammen mit Max Cavalera in ein wahnsinniges Geschrei übergeht. Wer da noch ruhig sitzen bleiben kann ist entweder taub oder querschnittsgelähmt. Ein Song, der definitiv mächtig was daher macht, und an den man sich auch in 10 Jahren noch gerne erinnert. Mein absoluter Favorit!
*****
5. Mulambo
Ein schneller und verdammt geil groovender Song. In den Strophen gibt's ne Art Sprechgesang aus ner Mischung purtugisisch - englisch. Gegen Ende setzen verschiedene Trommeln und Percussions ein, die einen brasilianischen Charakter in den Song bringen. Am Schluss mutiert der Song zu einer schnellen, treibenden Trash Granate.
****
6. Son Song
Der Song passt irgendwie überhaupt nicht zu diesem Album. Die Gitarren sind weniger druckvoll, wirken eher gedämpft. Dazu singt dieser Sean Lennon mit ruhiger, melodischer Stimme, was einen kompletten Gegensatz zu Max aggressiven Gebrülle bildet. Somit lebt dieser Song vor allem durch den Wechsel Soft und Hard, mag vielleicht den ein oder anderen unter euch begeistern, aber ich halte nicht sehr viel davon. Wenn es nicht das Album abwechslungsreicher machen würde, hätte man sich das Lied auch sparen können.
**
7. Boom
Wiedermal ein groove Song. Wirkt in den Strophen irgendwie schwerfällig und schleppend, was genau den Reiz des Stückes ausmacht. Der Refrain erlöst einen förmlich, und befreit durch Max`s unglaublich tiefes Gegröhle. Zwischendurch hört man immer wieder mal kleine aber feine Melodiebögen. Auch die Buschtrommeln oder was das sein sollen kommen gut. Insgesamt kann mich der Song aber nicht so recht überzeugen, weil er irgendwie zu langweilig und eintönig rüberkommt.
***
8. Terrorist
Hier werden alle „Slayer" Fans ihren Spass haben. Denn Mr. Tom Araya von den eben genannten „Totschlägern" liefert sich hier einen irren Wechselgesang mit Cavalera. Das Ergebnis? Ein gnadenlos schneller und treibender Prügelsong, der einem das Trommelfell zerfetzen kann. Besonders am Ende, wenn das Tempo noch mal kräftig nach oben geschraubt wird ist höchste Vorsicht geboten J
Einfach wunderbar!
*****
9. The prophet
Der kürzeste Song des Albums. Drei Minuten reichen hier dicke aus, um alles in Grund und Boden zu bangen. „The Prophet" treibt mit unglaublicher Power nach vorne, und wird durch einen schönen Mitgröhlrefrain gekrönt. Am Ende wird noch mal kräftig Spannung erzeugt, die sich dann in einem zu Tode groovendem Abschlussteil entlädt.
*****
10. Soulfly II
Wie schon auf dem ersten Album handelt es sich hier um einen ganz ruhigen, instrumentalen Song, der sich schon zum meditieren gebrauchen lässt. Es sind lediglich verschiedene Percussions und Akustikgitarrenklänge zu hören, die dem Lied einen brasilianischen Flair verpassen. Sechs Minuten lang kann man sich hier zurücklehnen und sich erholen.
****
11. In memory of you
Ein sehr Hip Hop lastiges Stück, bei dem die Rapper von einer noch sehr unbekannten Band namens „Cut Throat Logic" mitmischen. Im Refrain setzen fette Gitarren ein und Max schreit sich die Seele aus dem Leib. Für Leute, die ein wenig was mit Hip Hop der härteren Sorte anfangen können, sicher zu empfehlen.
***
12. Flyhigh
„Flyhigh" ähnelt in gewisser weise „The Prophet". Doch es gibt einen gewaltigen Unterschied. Den wunderbaren Refrain singt eine weibliche Soulstimme.
Ohne Quatsch, ich hätte nicht gedacht, dass so was so gut zu dieser Musik passt. Der Kontrast zwischen Max` Stimme und dieser Soul Sängerin kommt sehr gut rüber und macht diesen Song zu einem weiteren absoluten Highlight!
*****
Cover:
Das Cover wurde diesmal ganz im Sinne des Titels einfach, aber eben nicht primitiv gestaltet. Auf der Vorderseite ist ein Vogel abgebildet, der sich gerade aus Feuer erhebt. Also so was wie der Phoenix aus der Asche. Das rote im Hintergrund soll die Sonne sein, das Gelbe ist der vom Abendrot gefärbte Himmel. Die grüne Farbe stellt den Wald dar.
Auf den innenseiten sind alle Texte, sowie Photos von den Aufnahmen abgedruckt. Sehr gut gefallen mir auch die vielen altertümlichen Abbildungen und Figuren.
Fazit:
„Primitive" kann ich hier allen Interessenten nur wärmstens empfehlen. Jeder, der was mit Slayer, Sepultura, Slipknot, Ill nino, oder ähnlichem anfangen kann, wird hier voll auf seine Kosten kommen. Allen Metalfans sei das Ding sowieso ans Herz gelegt. Auch Leute, die eher auf Hardcore stehen werden hieran sicher Gefallen finden.
Die melodische Fraktion unter euch, ebenso wie Softeren, die es gerne poppig haben sollten jedoch die Finger von diesem Soundmonster lassen.
Langweilig wird's nie, es sei denn, man hört die Platte den ganzen Tag rauf und runter. Obwohl ich mittlerweile alle Lieder in und auswendig kenne, krame ich die Platte immer wieder aus dem Schrank und genieße. Einfach ein zeitloses Album, das auch nach längerer Zeit seinen Reiz nicht verliert und auf ganzer Linie überzeugen kann - Prima!
Hoffen wir, dass „Soulfly" mit ihrem nächsten Album dort weitermachen, wo sie mit „Primitive" aufgehört haben!
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