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Kundenrezension

VINE-PRODUKTTESTERam 30. Dezember 2006
Worüber man sich nicht streiten kann, ist, dass dies ein herausragender, brillanter und unterhaltsamer Film ist. Und dass der Film über weite Strecken lustig ist und einfach gut aussieht. Worüber man sich aber streiten kann, ist, wovon dieser Film eigentlich handelt.

Vorgeblich geht es um eine Detektivstory. Der Privatdetektiv Philipp Marlowe von General Sternwood beauftragt, sich um die Geldforderungen eines dubiosen Geschäftsmannes namens Geiger zu kümmern. Dieser hat beim General Schuldscheine von dessen wilder Tochter Carmen vorgelegt. Darüber hinaus ist auch noch der engste Freund des Generals seit einem Monat verschwunden. Also ist viel zu tun für Marlowe. Doch schon auf dem Weg aus dem Haus heraus wird alles noch viel komplizierter: Die zweite Tochter des Generals, Vivian, versucht herauszufinden, womit der General Marlowe beauftragt hat, und zeigt, dass sie selbst offensichtlich etwas zu verbergen hat. Kompliziert? Ja, kompliziert. Aber abwarten, es wird nämlich noch viel besser, es gibt da auch noch einen Chauffeur, der in Carmen verliebt ist, einen obskuren Buchhändler mit Hinterzimmer, der merkwürdige Photos von Carmen macht, einen Nachtclubbesitzer, die Angestellte des Buchhändlers, dessen Fahrer und dann plötzlich noch drei Leichen. Ja, jetzt ist es wirklich kompliziert.

Und damit kommen wir zur eigentlichen Handlung. Es geht nämlich darum, wie die schöne Vivian (wunderbar ruppig gespielt von Lauren Bacall) den eigentlich schwer zugänglichen und mit beißendem Humor ausgestatteten Marlowe langsam rumkriegt. Und so sollte man sich von den Wendungen des Plots nicht zu sehr ablenken lassen. Es geht nicht um die Frage nach dem Mörder. Es geht um Verführung. Und um coole Dialoge, die zur Verführung dienen. Und um wunderbare Kleider, die bei der Verführung helfen. Und um das Eis, dass zwischen zwei Menschen langsam bricht, die beide schon eine schwierige Biographie hinter sich haben.

Ich finde es unglaublich faszinierend anzuschauen, wie sich Bogart und Bacall hier die Bälle zuspielen. Und man merkt, wie sich beide während des Films auch privat näher gekommen sind. Natürlich hat Bogart dann seine Frau verlassen, und dann die Bacall geheiratet. Zu seinen Gunsten muss man allerdings sagen, dass Bacall immerhin zwei Filme gebraucht hat, um ihn in der Wirklichkeit herumzukriegen (Haben oder Nichthaben war der erste Film der beiden). Und man merkt auch, dass auch der Regisseur Howard Hawks sich ziemlich in die Bacall verknallt hatte, und dass so die ebenfalls herausragende Darstellerleistung von Martha Vickers als jüngere Schwester Carmen unverdient etwas untergegangen ist.

Nebenbei ist "Tote schlafen fest" auch noch ein grandioses Beispiel für Selbstironie in einem Film. Auf Deutsch: Obwohl der Film als prägend für das Genre des Film Noir gilt, veräppelt er sich und das Image des harten Detektivs regelmäßig selbst und wirkt damit unglaublich modern. Nur ein Beispiel: Marlowe alias Bogart kann kaum an einer jungen Frau vorbeigehen, ohne dass diese ihm nicht sofort zum Opfer fällt. Und natürlich sind in diesem Film alle Frauen jung und hübsch, selbst Taxifahrerinnen, Buchhändlerinnen oder die Dame in der Ausleihe der städtischen Bibliothek. Ein weiteres Beispiel: Bogarts kurze Wandlung zum Professor in Geigers Bücherladen.

Was braucht ein Film noch mehr als schöne Bilder, klasse Darsteller, eine spannende (wenn auch verwirrende) Handlung, Humor, Ironie, Leidenschaft, Sex, schöne Kleider, gute Dialoge und ein Happy End? Mir fällt nichts mehr ein.
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