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Kundenrezension

am 18. November 2004
Nichts Gutes könnte man unter dem unspektakulären Titel "Girls Club", OT als "Mean Girls" bekannt, erwarten. Doch hinter der Fassade des sich als scheinbar typischer Girlie-Klischee-Teeniefilm, versteckt sich mehr als ein billiger Abklatsch des schon x-mal gesehenen Teeniemovie à la "Eine wie keine", oder der (auf immer weiter sinkenden Niveau) Kult "American Pie". Ob man sich jetzt schon im Vorfeld vom Trailer abschrecken hat lassen, oder denkt, dass man schon aus dem Alter herausgewachsen ist, indem man sich Filme die für eine gewisse Zielgruppe bestimmt sind "prinzipiell" nicht mehr anschaut, ODER unter dem Titel und den dazugehörigen Filmplakat nur Böses erahnt... Es gibt einiges was dafür spricht, sich diesen Film erst gar nicht mal anzuschauen. Doch dabei kann "Girls Club" einiges bieten.
Als die 16jährige Cady (gespielt von "Freaky Friday"-Star Lindsay Lohan), nach jahrelangen Privatunterricht in Afrika, zum ersten mal auf eine öffentliche amerikanische Highschool, merkt sie sofort, dass das Leben eines "normalen" Teenager in Amerika die reinste Hölle sein kann.
Es fängt auch nicht wirklich gut an: Knapp entgeht sie einer unangenehmen Begegnung mit dem Schulbus, doch was sie im inneren des Schulgebäudes an ihrem „ersten Tag" erwartet ist weit aus schlimmer: misstrauische Lehrer, unfreundliche Klassenkollegen und hinzu kommt, dass Cadys gesellschaftlicher Stand in der "High School High Society" als Neuankömmling nicht gerade hoch ist. Dass macht es ihr nicht gerade leicht Freunde zu finden, zu dem Teenager richtig fiese Bestien sein können. Ohne einen Platz in einer Clique zu finden, beendet Cady ihren ersten Schultag auf der Schultoilette, wo sie ihre Jause verzehrt.
Freunde zu finden ist schwer - vor allem die Richtigen. Kaum hat sie die Freundschaft mit den beiden Außenseitern Janis (Lizzy Caplan) und Damian (Daniel Franzese) geschlossen, findet sie Bekanntschaften in der Barbiepuppenclique, ein Dreiergespann, welches sich selbst, die "Plastics" nennt. Die „Plastics" genießen einen hohen sozialen Stand in der Highschoolgesellschaft und werden auch sonst von fast allen bewundert. Die Anführerin Regina (Rachel McAdams) , eine scheinbar "ganz nette" Person, ist ein bitterböser Dämon in Mädchengestalt, deren Lieblingsbeschäftigung es ist, anderen das Leben zur Qual zu machen.
So auch Cady, welche sie scheinheilig ihre Freundin nennt. Als sich Cady nämlich in Aaron, den Ex-Freund von Regina verliebt, sieht diese sich gezwungen, Aaron hinterhältig wieder an sich zu reisen. Es entbrennt ein unerbittlicher Kampf, der vorerst nur hinter den Kulissen stattfindet.
Zusammen mit Janis und Damien schmiedet Cady einen Plan: unter dem Vorwand einer Freundschaft zu Regina, will Cady alles mögliche über ihre Rivalin herausfinden um diese dann mit ihren eigenen Mitteln in den Boden zu stampfen. Doch Cady merkt nicht, dass auch sie sich langsam zu einer „Plastic" entwickelt und letztendlich mehr verloren als sie eigentlich gewonnen hat...
Der Schein trügt. Schon in den ersten Minuten widerlegt, „Mean Girls", dass es sich bei diesem Film um einen schlechten Teeniefilm handelt. Lindsay Lohan gibt mit der Anweisung von Drehbuchautorin Tina Fey (welche in den Film die Rolle der Mathematiklehrerin Ms. Norbury spielt), ihren Senf zum Thema Privatunterricht ab - man merkt sofort, dass es sich hier um sehr bissigen (passen zum deutschen Untertitel), sehr ironischen und leicht schwarzen Humor handelt. Auf gleichfalls hohen Niveau befinden sich die witzigen Pointen, die sich während den Film oft unerwartet auf den Zuschauer stürzen, der dann unweigerlich vor Lachen losbrüllt. Ebenfalls erstaunlich sind die relativ neuen Einfälle. Natürlich wird hier so manches Klischee überstrapaziert, mit Absicht versteht sich, (man merkt dass sich der Film auch über seines gleichen Genre lustig macht) aber wenn Lindsay Lohan aufgrund ihrer Erfahrungen in Afrika das Shoppingcenter mit einem Wasserloch vergleicht, geraten die Lachmuskel unter eine ziemlich harte Tortur. Außerdem ist es einfach witzig, wie das Leben an einer ausgeflippten amerikanischen Highschool aus der Sicht einer (zunächst) Außenstehenden gezeigt wird.
Highschool extreme! Satirisch wird der Alltag eines Teenagers gezeigt und die gesellschaftlichen/schulischen Stereotypen durch den Kakao gezogen, wobei man ab und zu auch merkt, dass es dieser Film durchaus ernst meinen kann.
Lindsay Lohan übernimmt ihren Part als naive und charismatische Schülerin die sich nach und nach zum unausstehlichen Ekel entwickelt, sehr gut (schon in „Freaky Friday" zeigte sie, dass sie mehr als nur eine Rolle spielen kann), zwar wird ihr in ihrer Rolle keine schauspielerische Glanzleistung abverlangt aber Lohan trägt ihrer Rolle mit Leichtigkeit und bringt jede Menge Schwung und Charme in den Film. „Girls Club" beweist so, dass auch Jungstars einiges leisten können, bis in die Nebenrollen wirken alle Personen glaubhaft und zeigen Charakter. Die Story um den unerbittlichen Zickenkampf ist grotesk, zynisch und unglaublich witzig - die Schule ist ein Beliebtheitswettbewerb , hier zählen Aus- und Ansehen mehr als Noten. Cadys Unternehmungen diesen Wettbewerb zu gewinnen (und dabei einen Pyrrhussieg entgegen steuert), aber auch ihre anfänglichen Versuche sich in den Schulalltag einzuleben gleichen einer irrwitzigen Odysse. Dieser Film ist auf seine Art und Weise genial - schon lang nicht mehr so gelacht.
Aber „Girls Club" ist auch „nur" ein Teeniefilm - und steuert so unweigerlich auf ein zu typisches und vorhersehbares Ende hinzu. Dieses mag aber nicht weiter stören (wie weit einem die schleimige Pseudomoral auch schon bis zum Hals stehen mag), denn was einem hier geboten wird ist ein wirklich empfehlenswerter Film mit frischen Witz und pointierten Einfällen. Mark S. Waters, der schon bei „Freaky Friday" Regie führte (welcher aufgrund der Disney-Family Tradition vielleicht doch etwas zu „niedlich" ausfiel), schaffte gemeinsam mit Lohan und Tina Fey eine zynisch-böse & originelle Hardcore-Highschool-Comedy, die frischen Wind in das Teeniefilmgenre bringt. Fesch! ;)
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