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Kundenrezension

am 18. Februar 2008
"The Garden" heißt dieser Film im Original, und ich frage mich, ob der deutsche Titel ein wenig Spannung erzeugen sollte, die dem Film - ich muss es leider so sagen - fast gänzlich fehlt. Nun bin ich nicht unbedingt ein Fan des Grusels mit Bibelbasis, kann aber auch schon auf diverse Filme dieser Gattung blicken, die mich wirklich gepackt haben.

In diesem Film wartet ein entscheidender Kampf zwischen den teuflischen und göttlichen Mächten auf einer Farm in Amerika, auf die der Junge Sam mit seinem labilen Vater nach einem Unfall verschlagen wird. Vorher schon wurde der Zuschauer darüber aufgeklärt, dass Sam Visionen hat und sich deswegen selber verletzt und dass sein Vater sein Alkoholproblem gerade in den Griff bekommen hat. Es wird auch von Anfang an deutlich gezeigt, dass der Farmer (Lance Henriksen), der Vater und Sohn aus dem Wagen zieht, nichts Gutes im Sinn hat. Und wirklich wird das Leben für Sam immer schwerer. So merkt er, wie sein Vater zum Trinken und anderen Dingen verführt wird, beobachtet den Mord an einer ihm vertrauten Person, den ihm niemand glaubt und fühlt sich von dem teuflischen Farmer immer mehr verfolgt.

Unter dem Bibelmotto "Ein Kind wird sie führen" führt der Junge Sam als Hauptperson das Geschehen an. Wirkliche Überzeugungskraft kann er allerdings nicht erschaffen, zu deutlich merkt man dem Film an, dass er im Eiltempo heruntergekurbelt wurde. Dafür kommt das Erzähltempo denkbar langsam daher, wenn immer wieder minutenlang einzelne Gegenstände oder die Umgebung gezeigt werden, während man sich wünscht, dass die Geschichte endlich mal in Fahrt kommt. Die Darsteller trifft noch am wenigsten Schuld, denn sie versuchen wirklich, ihren Charakteren Leben einzuhauchen. Besonders Lance Henriksen nimmt seinen Beruf sehr ernst und trifft noch am ehesten den richtigen Ton, doch auch hier kann sich das Drehbuch nicht entscheiden, ob der Teufel nun gänzlich böse oder doch als gebrochen gezeigt werden soll. Deutlich unterfordert ist Sean Young als Lehrerin, deren Möglichkeiten von Regie und Drehbuch geradezu verschenkt wurden.

Ganz sicher will ich nicht gegen Kammerspiele des Grusels argumentieren, die oft mit Andeutungen und langsamem Herantasten mehr bewirken können als ein blutiger Schocker, doch auch dies gelingt hier nicht. Zu unausgegoren bleiben die Charaktere, zu wenig wird auf eine klare Entwicklung der Geschichte Wert gelegt, zu uneinheitlich bleibt die Symbolik. Die Schockeffekte, die sich hier auch hin und wieder finden (ein Mord, bei dem das Blut spritzt, zugenähte Münder, mit Blut gefüllte Badewanne etc.) wirken dann auch überspitzt und aufgesetzt. So stellt sich weder leiser Grusel noch heftiger Schock so richtig ein. Die Reiter des deutschen Titels, die zweimal im Film auftauchen, können nachts wenigstens noch etwas beeindrucken, wirken aber im Endkampf im Tageslicht nicht gerade sehr überzeugend. Das gilt dann übrigens auch für den jungen Helden, der mit seinem Schwert für mich doch etwas albern wirkte.

Wenn als Bonus dann nur noch die deutsche Untertitelung und ein paar Trailer dazu kommen, bleibt der Gesamteindruck eines fehlgeschlagenen B-Movies mit liebloser DVD-Ausstattung.

Ja, mir fiel es schon schwer, etwas Positives zu finden, und ich muss zugeben, dass es mir eher zum Gähnen als zum Fürchten war und ich mich zum Ausgleich mit existenziellen Fragen herumschlug wie: "Lag der Garten Eden wirklich in Amerika und war er nicht für Menschen unzugänglich?", "Gab es ausschließlich den Baum der Erkenntnis dort und war der nicht versteckt?", "Wie kann Sam seinen teuflischen Gegner plötzlich so leicht im Schach schlagen?", "Sind die Versuchungen, denen Sams Vater ausgesetzt ist, nicht ein bisschen kindisch?" oder "Was haben die apokalyptischen Reiter eigentlich in einer Scheune zu suchen?"

Fazit: Es kann durchaus sein, dass dieser Film für andere Leute ganz wunderbar ist, aber trotzdem sollte man ihn sich erst mal ausleihen, bevor man 15,00 Euro ausgibt. Ich jedenfalls vergebe nur einen Stern - für die Darsteller, die sich wirklich angestrengt haben, allen voran Lance Henriksen und Claudia Christian, die ihrer kleinen Rolle doch Profil verleihen konnte.
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