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Customer Review

on January 27, 2014
Ich backe sehr gern und habe bereits so viele Backbücher, dass ich feststellen muss: meine Lebensbackzeit" wird nicht ausreichen, um auch nur einen Bruchteil der Rezepte zu backen (zumal man ja das eine oder andere Lieblingsrezept hat, dass immer wieder gebacken werden will). Trotzdem interessiere ich mich für die Neuerscheinungen auf dem Backbuch-Markt. Und gerade in den letzten Jahren gab es eine ganze Reihe von wirklich toll gestalteten Backbüchern mit jeder Menge interessanter Rezepte, manchmal Klassiker modernisiert und manchmal neue Trends, besonders aus dem angloamerikanischen Raum (Cupcakes, Whoopie Pies, Cake Pops... um nur einige zu nennen). Ein anderer Trend sind Koch- und Backbücher von Foodblog-Autoren (hier mag ich besonders das Buch Delicious Days von der Autorin des gleichnamigen Blogs). Nun also ein Backbuch, dessen Titel ebenfalls dem Blog-Namen entspricht: Zucker, Zimt und Liebe. Geschrieben von der Blog-Autorin Virginia Horstmann.

Alle drei Komponenten - Zucker , Zimt und Liebe - sind in dem Buch bzw. den Rezepten reichlich enthalten. Es besteht aus 5 Kapiteln (Kleine Sünden, Für den Kuchenteller, Aus der Keksdose, Französische Tartes & American Pies und Im Schokoladenhimmel). Über diese Kapitel verteilt gibt es insgesamt 76 Rezepte, die sich überwiegend recht schnell und ohne allzu exotische Zutaten umsetzen lassen. Die Gestaltung des Buches ist wirklich wunderschön. Jedes Rezept wird auf einer Doppelseite mit Text und ganzseitigem Foto dargestellt. Als kleines Manko empfinde ich jedoch, dass es außer einem recht persönlichen Vorwort kein einleitendes Kapitel mit grundlegend Tipps und Hinweisen gibt. Natürlich kann nicht jedes Backbuch ein Grundlagenbuch sein. Aber da sich das Buch explizit an Homebacker ohne Patisserie-Diplom" wendet, wären ein paar grundlegende Hinweise (z.B. Angaben zur Größe der verwendeten Eier, Hinweise zur Möglichkeit Mehlsorten oder Süssungsmittel zu variieren oder Tipps und Tricks für Standardteige) schön gewesen.

Nun aber zum wichtigsten an einem Backbuch, den Rezepten. Die Rezepte sind recht einfach gehalten, viele haben aber einen spannenden Twist" (z.B. Schoko-Shortbread mit Vanille-Salz). Die Rezeptbeschreibungen sind überwiegend klar und sachlich. Die darin enthaltenen persönlichen Kommentar finde ich sehr schön. Manche Mengenangaben erscheinen mir etwas merkwürdig (dazu unten mehr) und manche Zubereitungshinweise etwas fragwürdig. Z.B. irritiert bei dem Rezept für die Pasteis de Nata, dass ich die Blätterteigrolle nicht aufrollen sondern gleich in Scheiben schneiden soll. Zumindest bei meiner Blätterteig-Marke" wären die süßen Teilchen dann mit Backpapier durchzogen...

Ich habe bisher (leider erst) 4 Rezepte getestet. Essbar waren alle, wieder backen würde ich wohl zwei und recht begeistert war ich schließlich von nur einem. Mein erster Backversuch waren die Galettes des Rois. Die Füllung fand ich sehr lecker, aber mit dem Rezept hatte ich so meine Probleme. Ich hatte viel zu viel Füllung für den verwendeten Teig und die Angabe großzügig die Mandelpaste daraufgeben" war mir schlicht zu ungenau. Eine Angabe in Esslöffeln, ein Hinweis ob flachgedrückt oder geschichtet? Irgendwas habe ich wohl falsch gemacht, denn ich hatte nicht nur viel Füllung übrig, sondern auch das Problem dass aus diversen Teilchen die Füllung auslief obwohl ich meine die Teilchen recht sorgfältig verschlossen zu haben. Deutlich erfreulicher war der Versuch mit den Mohn-Vanille-Küchlein aus dem gleichen Kapitel. Ich habe diese in Muffinformen gebacken. Die Mengenangabe war passend und die Konsistenz der Teilchen wirklich super. Auch der Geschmack war recht gut, aber die Mohnmenge meines Erachtens viel zu gering (ich habe zwar die doppelte Menge genommen, aber trotzdem schien der Mohn eher optische als geschmackliche Akzente zu setzen). Fazit: das Rezept gibt es wieder, aber mit deutlich mehr Mohn. Nächstes Testobjekt war der Apfel-Schokoladen-Kuchen aus dem Schokokapitel. Geschmacklich prima, ganz so euphorisch wie die Autorin, die den Kuchen zum neuen Lieblingsapfel und Lieblingsschokokuchen kürt, bin ich aber nicht. Außerdem hatte ich auch hier wieder leichte Mengenprobleme: die Masse passte nur sehr knapp in die angegebene 20cm Form. Ein ähnliches Problem hatte ich aber auch schon mit einem anderen Rezept aus dem Blog. Möglicherweise ist meine (eigentlich Standard-) Form zu niedrig? Für meinen vorerst letzten Versuch - Jeannys Lieblingsmadeleines - habe ich mir extra eine Madeleines-Form zugelegt. Nun, vielleicht bin ich einfach kein Madeleines-Fan, aber ich empfand den Geschmack als relativ langweilig.

Trotz dieser etwas durchwachsenen Rezeptkritik: das Buch enthält noch viele Rezepte, die ich sehr gern nachbacken würde (aber s.o. - das Lebensbackzeitproblem;-)). Deswegen und wegen der wirklich wunderschönen Aufmachung vergebe ich sehr gute 4 Sterne.
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