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Kundenrezension

am 12. Juni 2010
"The little black book of style" von Nina Garcia war ganz weit oben auf meiner Wunschliste, als ich die Bücher zu diesem Thema hier bei Amazon durchstöberte. Voller Vorfreude hielt ich somit das Buch einige Tage später in der Hand und war nach einem Nachmittag damit komplett durch - immer auf der Suche nach dem, was meine Vorgänger hier anpriesen - erfolglos, wie es mir nach der letzten Seite nun scheint...
Schade, das Geld hätte ich mir gerne gespart und das Buch selbst wird keinen Platz in meiner Sammlung finden.
Ich gebe ihm zumindest zwei Sterne, weil es witzig geschrieben ist und bunt illustriert. Mehr kann ich aber leider nicht daran gut finden.
Viele, bereits aus typischen Frauenzeitschriften, nutzlos-oberflächliche, und definitiv auch schon bekannte Tipps sind darin enthalten und genauso schnell lies sich dann auch das Buch lesen. Man hätte sich auch an den Zeitschriftenstand stellen und für einige Minuten die üblichen Verdächtigen durchblättern können und hätte genau das gleiche Ergebnis - Quintessenz für einen guten Stil gleich Null. Tipps wie "Kauf die richtige Größe" sind nicht unbedingt wirklich hilfreich. Bilder, die das Ganze ein wenig deutlicher gemacht hätten, fehlen hier gänzlich. Eine Bildersuche im Internet war für mich danach unvermeidbar.

Was man in diesem Buch findet: Eine Abhandlung über den Aufruf "Finde deinen eigenen Stil" und "rede dir immer ein, dass du wundervoll bist". Das waren die ersten beiden Tipps, langgestreckt auf mehreren Seiten. Man hätte das auch im Wesentlichen kürzen können und dafür mehr qualitativen Inhalt reinpacken dürfen. Nachfolgend dann 10 angeblich goldene Regeln, die entweder bereits bekannt oder etwas... - naja, man merkt woher sie kommt - definitiv nicht aus der Mittelschicht. Der ständige Verweis auf Cashmere-Ware (auch bitte im Flugzeug zu tragen) und Highheels hat mich irgendwann einfach genervt. Es ist nicht leicht ihr Glauben zu schenken, wenn sie zwar auf der einen Seite propagiert, man könne auch sehr günstig Kleidung erstehen (Flohmarkt, H&M usw.) und gleichzeitig ständig von Designerware redet, wenn es dann mal um konkrete Tipps gehen soll. Jede Frau braucht eben nunmal eine 7.ooo Euro teure Birkin Bag von Hermes!
Danach wird es noch ambivalenter, denn statt seinen eigenen Stil zu finden, soll man plötzlich abkupfern. Die Ambivalenz gibt sie zwar zu, kommentiert diese jedoch lapidar mit: "Es ist ja mein Buch".
Im Anschluss widmet sie über 30 Doppelseiten irgendwelchen Filmen, Musikern und Designern, welche wohl unglaublichen Eindruck bei ihr hinterlassen haben müssen und die daher in die Modegeschichte eingehen sollten. Auch hier ist es entweder ausgelutscht (Ja, Audrey Hepburn ist und bleibt eine Stilikone! Aber wer weiß das nicht?) oder der Informationsgehalt ist wieder gleich Null.
Den ersten Tipp, den man in Bezug auf Schwangerschaft erhält ist, dass man viel Schmuck tragen soll, um vom Bauch abzulenken und eben jener Schmuck soll von dem Typen kommen, der dich da reingeritten hat... 1) Für eine Schwangerschaft gibt es immer 2 Beteiligte, da hat mich also schon mal niemand hineingeritten und 2) ist das ein Rat, dem ich nicht ganz folgen kann oder besser gesagt nicht will. Als müsse man sich für seine Schwangerschaft schämen. Und wie furchtbar das sein wird, wenn man 9 Monate keine Highheels tragen kann...
Zuletzt wird noch ein wirklich extrem kurzer Abriss über die Mode im Wandel der Zeit gegeben. Hier hätte ich mir wesentlich mehr gewünscht. Aber da werden wohl andere Bücher, mit wissenschaftlicheren Hintergrund geeigneter sein, möchte man sich darüber informieren und aus den Dekaden seinen eigenen Stil finden und kreieren.

Wie gesagt, alles in allem sehr enttäuschend für mich. Ich weiß nicht, ob ich bereits zuviel Vorwissen hatte, dass mich das Buch nicht mehr ansprechen konnte oder ob ich einfach die falsche Zielgruppe war.

Mir hat tatsächlicherweise, möge man sie lieben oder verteufeln, V. Beckhams "that extra half an inch" bisher von allen Büchern am Meisten gebracht. Noch besser wäre es fast - und das ist wohl eher ein Tipp von mir - ein tieferes Verständnis für Kostümkunde zu entwickeln, wenn man wirklich seinen eigenen Stil kreieren will und nicht - wie Garcia es schon so schön formuliert - zum Fashion victim mutieren möchte.
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Produktdetails

3,9 von 5 Sternen
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