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Kundenrezension

126 von 141 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Immer wieder sehenswert und 5 Sterne, obwohl..., 21. September 2006
Rezension bezieht sich auf: Der Herr der Ringe - Die Spielfilm Trilogie (Extended Versions, 12 DVDs) (DVD)
Ich bin nun seit 22 Jahren Fan von J.R.R. Tolkien und habe seitdem den Herr der Ringe bestimmt schon sieben Mal gelesen. Das Buch ist ein wahrer Meilenstein der Fantasy-Literatur und wird trotz dreier Bände, der Hobbit-Vorgeschichte und insgesamt mehr als 1000 Seiten niemals langweilig. Ich war aufgrund seiner Länge und Ereignisfülle dann auch sehr skeptisch, ob man dieses Werk in nur drei Filmen verarbeiten könne. Das Ergebnis kann sich jedoch wirklich sehen lassen. Vor allem in den Extended Versions halte ich die Verfilmung für sehr gelungen. Das Bonus-Material – von mir bei anderen Filmen oft als störendes Beiwerk empfunden – ist gigantisch und ebenso sehenswert. Hier erlebt man mit, wie Herr der Ringe eines der größten Projekte der Filmgeschichte wurde und für immer bleiben wird. Als Projektmanager ziehe ich den Hut vor dieser Leistung der Crew, diesem unvergleichlichen Kraftakt, knapp 12 Stunden Film mit so einer Detailverliebtheit zu schaffen.

Nun gibt es einige Kritiker, deren Standpunkt ich speziell bei den kürzeren und zerschnitten wirkenden Kinofassungen nachvollziehen kann. Die Extended Versions sind jedoch bis auf wenige Details gut umgesetzt.

Man versetze sich mal in die Lage des Produzenten, der Drehbuchschreiberin und des Regisseurs, der einen so gewaltigen Stoff umsetzen muss:

- Keine Frage: Tom Bombadil muss weichen! Und das, obwohl ich ihn im Buch sehr mag. Leider würde er die Geschichte noch mehr in die Länge ziehen. Damit würde man nicht alle Geschmäcker treffen und den ein oder anderen Zuschauer überfordern. Er bietet keinen Benefit für die Handlung. Als Tolkien das schrieb, war er noch im Hobbit-Modus, d.h. ein paar Hobbits (diesmal ohne Zwerge) gehen auf große Reise und sehen dann mal, was passiert. Ich liebe diese Passage, aber ich erachte sie im Film als nicht zwingend notwendig.

- Saruman als zweiten Gegner vorab aufzubauen und nicht erst bei der Versammlung in Bruchtal in Form eines Erlebnisberichts von Gandalf, halte ich für sehr gelungen. Hier kann sich der Zuschauer schon von Anfang an mit dem beklemmenden Gefühl vertraut machen, dass zwei dunkle Mächte nach Frodo und dem Ring greifen.

- Das aus Glorfindel die Elbendame Arwen wurde, halte ich für gewöhnungsbedürftig aber ok. So wurde Arwen mehr Tiefe verliehen, die Frauenquote in dem Film ein wenig erhöht und der Zuschauer nicht mit einem weiteren Elben überfordert. Das Glorfindel ein sehr berühmter Elbe ist, welcher schon in der Quenta Silmarillion auftaucht, ist für die meisten Zuschauer doch irrelevant. Also ist Glorfindel entbehrlich.

Dies sind nur drei Beispiele für nachvollziehbare Änderungen in der verfilmten Trilogie. Auch wenn ich die Extended Versions als sehr gelungen erachte, habe ich einige Kritikpunkte an den Filmen:

- Elijah Wood als Frodo ist eine ungünstige Besetzung, weil mir aufgrund seiner Ausstrahlung Frodo unsympathisch ist. Dies war im Buch nicht der Fall.

- Boromir wird leider in vielen Szenen zu negativ dargestellt. Im Buch ist er ein absoluter Sympathieträger, der lediglich einen, dann jedoch verhängnisvollen Fehler macht. Immerhin kriegt der am Ende des Films noch einmal die Kurve, als er zu Aragorn sagt: „Ich wäre Dir gefolgt, mein Bruder…mein Hauptmann…mein König!“. Dies ist ein Satz, den Boromir so im Buch nie gesprochen hat aber spätestens jetzt ist jeder Zuschauer ein Fan von Boromir!

- Wie viele Pfeile hat Legolas in seinem Köcher? Im Buch ist Legolas ein Elbe, der mit seinen Pfeilen haushaltet und im Nahkampf sein Schwert zieht. Sein Vorrat an Pfeilen ist im Film jedoch unbegrenzt. Außerdem muss auch ein Legolas gewissen physikalischen Gesetzen folgen. Deshalb sind die Szenen, wo er ein im vollen Galopp befindliches Pferd besteigt oder den Olifanten im Alleingang erledigt, unglaubwürdig und zu allem Überfluss auch tricktechnisch nicht gut umgesetzt.

Ganz zum Schluss gibt es dann leider doch noch ein absolutes No-Go, weswegen ich noch nicht weiß, ob ich nun vier oder fünf Sterne vergeben soll:

Es ist elementar im Buch und sollte es auch für den Film sein, das sich Gandalf’s Prophezeiung erfüllt, indem Gollum ganz alleine den Ring vernichtet. Im Buch hat Frodo schon längst verloren. Er liegt blutend mit abgebissenen Fingern auf dem Boden. Nun ist alles vorbei. Gollum hat den Ring und kann darüber verfügen. Er hat nun wieder die Macht, seinen über alles geliebten Schatz und er freut sich wie ein Wahnsinniger darüber. Bei seinem Jubel und seinen Luftsprüngen vergisst er, wo er wirklich ist und stürzt… fatalerweise in den Abgrund, wo er und der Ring von der Lava zerstört werden. Nur das Schicksal (treffend: Schicksalsberg) konnte in Form von Gollum den Ring vernichten. Gandalf’s Prophezeiung erfüllt sich somit. Schade, daß die Regie es vorzog, aus Frodo hier in der Verfilmung noch einen Actionhelden zu machen, indem er es ist, der Gollum herunterstößt. Sehr schade, denn mit diesem Gefühl, das es sich doch nur um eine Produktion im Stile Hollywoods handelt, verlässt man dann das Kino.

Der Reiz der Filme liegt darin, das man sowohl diesen Film immer wieder gucken und staunen kann, man aber auch aufgrund fehlender Szenen und fragwürdiger Änderungen nach wie vor das Buch lesen kann. Ich möchte keinen Film, der 1:1 zum Buch ist, da ich sonst nie mehr die Bücher lesen würde. Ich lasse also noch ein oder zwei Jahre vergehen und lese wieder das Buch, zum achten Mal! Auch den Film werde ich noch häufiger schauen und gebe aufgerundete 5 Punkte.
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1-1 von 1 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 24.09.2012 17:46:49 GMT+02:00
schachfieber meint:
Es kann natürlich auch sein, dass ich mich täusche, aber ich glaube am Ende ,,stößt" Frodo Gollum garnicht herunter. Frodo will glaube ich den Ring zurückgewinnen und dabei stößt er Gollum sozusagen aus Versehen herunter. Ich kann mich natürlich auch irren.
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