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Kundenrezension

am 17. Juni 2014
Ich war lange Zeit auf der Suche nach einem neuen Convertible mit ordentlicher Rechenleistung. Nach einem Intel Atom hatte ich die Nase voll von ruckelnden Programmen, auch wenn die Akkulaufzeiten z.T. traumhaft waren.

Durch einen Arbeitskollegen stieß ich auf das Lenovo Yoga 2 Pro, welches wirklich schön dünn und gut verarbeitet ist, mir allerdings zu groß und definitiv zu teuer war (ca. 1200 Euro).

Hier kommt also der kleine Bruder, der Yoga 11S ins Spiel, der letztes Jahr released und Ende letzten Jahres mit den neuen 4. Generation Haswell CPU's ausgestattet wurde.
Mittlerweile gibt es auch den Yoga 2 11; warum dieser nicht halb so toll ist, wie dieses Gerät, erläutere ich.

Meine Hardware:
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Yoga 11S, silber mit Core i3 4020 1,5 GHz, 8GB DDR3 RAM, 128GB Samsung SSD, Grafik: HD4200

Material / Verarbeitung:
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Außenhaut und Innengehäuse sind leicht gummiert. Außen sieht es wie Metall aus, Innen wie gebürstetes Metall. Die Tastatur ist aus glattem Plastik, das Touchpad ebenfalls. Das Display ist von einer dünnen Gummi-Lippe umgeben (wie beim Macbook) und selbst komplett mit einer Glasplattte überzogen.

Ich finde, das Gerät sieht nicht nur sehr wertig und teuer aus, es fühlt sich auch so an ! Die Ballenauflage ist hart aber angenehm für langes Tippen.

Maße / Abmessungen:
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Das Gerät wiegt gute 1,3 KG und ist somit sehr leicht. Die Maße sind größer als beim Macbook Air, trotzdem ist es handlich und verschwindet schnell in der Umhängetasche / Rucksack..

CPU:
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Der Core i3 4020Y hat keinen Turbo-Boost und bleibt IMMER auf seinen 1,5 GHZ sitzen. Das spart Strom, kann aber bei Photoshop und Spielen Leistungseinbußen verursachen. Da ich unterwegs nur Indie Games zocke, lange Texte verfasse und programmiere entschied ich mich für Akkulaufzeit und nicht maximale Performance.
Trotzdem ist die CPU wirklich flott, hat nämlich gute 3MB Cache und vorallem: Ist Hyper-Threading fähig. Dadurch wird aus dem 2 Kerner ein 4 Kerner, was gerade bei mehreren offenen Tabs oder Programmen ein flüssigeres Bedienen ermöglicht. Mehr-Kern optimierte Programme laufen ebenfalls schneller.

Die "Y" und "U" CPU's sind extreme Energiespar Prozessoren; Wer einen Desktop-artigen Prozi sucht, sollte nach einem "M" Modell Ausschau halten.

Arbeitsspeicher:
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Auch wirklich "geil" sind die 8GB DDR3 1600MHz RAM, dadurch kann man ohne Bedenken auch mal eine virtuelle 64 Bit Maschine auf dem Rechner laufen lassen, die dann locker ihre 4GB Ram bekommt. Ich mache das oft, um Linux Distributionen zu testen.
Es ist ein einziger RAM Riegel verbaut (Single Channel), dadurch bekommt man einen leichten Leistungsverlust (ist der kompakten Bauart geschuldet). Dieser lässt sich tauschen, der Chipsatz unterstützt bis 16GB RAM.

Grafikkarte:
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Die HD4200 Grafikeinheit macht ihren Job super und genehmigt sich wenns drauf ankommt "mächtige" 800MB von dem RAM. Die Leistung reicht für einfache oder alte Spiele wie SWAT4 oder Civilisation 5 (sehr cooles Spiel, mit Win 8 Touch Unterstützung) aus. Vmware läuft ebenfalls schnell, genau wie Office 2013.

Festplatte / SSD:
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Den letzten großen Leistungsschub bekommt das Yoga durch die ab Werk eingebaute SSD von Samsung. Diese ist bei mir 128 GB groß, es bleiben ~90GB übrig. Die SSD wird mit dem mSATA Anschluss betrieben, weit verbreitet bei schmalen Ultrabooks, allerdings nicht so schnell wie eine PCIe SSD (wie im Macbook Air).
Unterm Strich: Es gibt durchaus schnelle und langsame SSD's und Schnittstellen, aber letztlich sind alle diese Lösungen 1000mal schneller als jede herkömmliche Festplatte (und dazu lautlos).
Der Rechner bootet in 8 Sekunden und es gibt kaum Ladezeiten => Super !

Auch hier gilt: Die SSD lässt sich tauschen und gegen eine größere ersetzen. Das ist zukunftssicher.

Display:
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Es handelt sich um ein 11.6 Zoll großes IPS Display mit HD Auflösung (1366*768) und 10 Finger Touch-Funktion.

Die Farben, Blickwinkel und Helligkeit des Display sind für diese Preisklasse wirklich super. Das Display hat auch einen besseren Kontrast als Mitbewerber. Das Magazin "Tested" hat das Display mit dem einfachen TN-Panel des MacBook Air verglichen und dem Yoga ganz klar den Punkt gegeben.

Es ist nicht matt, wird aber ausreichend hell um damit auch draußen arbeiten zu können. Der Touchscreen reagiert prompt und arbeitet tadellos. Hier wurde ich von Win 8 Geräten noch nie enttäuscht.

Tastatur:
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Die von Lenovo getaufte AccuType Tastatur ist eine der besten Notebook-Keyboards, die ich bisher benutzen durfte. Der Anschlag ist etwas härter, aber dafür der Hub ausreichend und der Druckpunkt klar und deutlich. In der Mitte des Keyboards sind die Tasten T, Z, und 7 etwas "hohl". Hier ist wohl ein Hohlraum unter den Tasten, es biegt sich leicht durch. Aber alles kein Problem und stört nicht beim Schreiben. Diese Rezension wird komplett auf dem Yoga verfasst.

Touchpad:
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Auch super und genauso gut wie bei meinem alten MacBook Pro Late 2008. Endlich mal ein anständiges Touchpad in der Windows Welt und in der unteren Preisklasse. Es ist NICHT gummiert sondern glatt, reagiert prompt und kann Mehr-Finger Kommandos wie zoomen, drehen, scrollen. Die beiden Tasten sind integiert und laufen tadellos. Nicht schwammig sondern knackig.

Der Windows Button unter dem Display ist ein Hardware Button ohne Sensor oder Vibration. Der Druckpunkt ist perfekt im Tablet Mode !

Leider ist das Keyboard nicht beleuchtet, eine Idee für die übernächste Generation.

Hotkeys liegen auf den F-Tasten, man muss für Lauter / Leiser nicht ständig FN + F1 drücken, sondern nur F1. Finde ich entspannter, bin ich von den Mac's seit Jahren gewohnt. Sinnvoll sind Hotkeys wie "F4 = Programm schließen" oder "F5 = reload page" ....sehr cool gemacht und nachgedacht !

Anschlüsse:
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Fast Standartkost: USB2.0, USB3.0, eigener Stromanschluss (Stecker kann immer reingesteckt werden, egal wie rum => Sehr gut!, Lädt zügig in 2 Std. voll!), SD Karten Slot, Kopfhörerbuchse.

Was ist das Besondere: FULL SIZE HDMI. YES! Selbst der große Yoga 2 Pro hat den doofen Micro HDMI, bei dem wieder ein teurer Adapter fällig ist. Hier: Ich kann ohne Probleme einfach den Beamer anschließen und loslegen. Danke Lenovo !

Tablet Mode:
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Die Scharniere sind aus Metall und wirklich robust (halten wahrscheinlich länger als das Yoga selbst). Der ON/OFF Button sitzt vorne, also im Tablet Mode oben, genau wie die Lautstärkewippe. So kommt man besser an diese Tasten.

Ich benutzt den Mode erstaunlich selten, eher abends im Bett oder im Zug, wenn wenig Platz ist. Der Modus ist eher zum Konsumieren gedacht (Filme gucken, Surfen). Die CPU taktet im Tablet Mode herunter, sodass weniger Abwärme entsteht, der Lüfter weniger dreht => leiser ist.
Das funktioniert nicht immer, gerade Youtube kostet einiges an Leistung.
Trotzdem super von Lenovo umgesetzt, aufgrund des dünnen Gehäuses ist das Gerät immer noch handlich.

ON/OFF Button:
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Ein Wort zum Knopf: Dieser sitzt vorne und leuchtet weiß, allerdings nicht störend hell. Dieser blinkt wenn zugeklappt / Standby. Daneben ist eine Batterie-Leuchte, diese blinkt beim Aufladen und verfärbt sich rot, wenn der Akkustand unter 20% fällt. Auch diese LED nervt nicht und leuchtet NICHT den ganzen Raum aus => Top!

Lüfter / Lautstärke:
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Beim Schreiben / Office = unhörbar. Der Lüfter sitzt hinten rechts und pustet nach hinten heraus. Beim Surfen / Youtube ist nur ein sehr sehr leises Rauschen zu vernehmen, da die Grafikkarte dann schwer ackern muss (Flash sei dank :-)). Aber absolut nicht nervig.

Bei Spielen dreht der Lüfter voll auf und ist selbst dann noch wirklich leise. Es ist ein leises durchgängiges Rauschen.

Toll ist: Der Laptop reagiert sofort und drosselt die Lüfter SOFORT, sobald die Leistung sinkt bzw. die Temp's wieder stimmen. Das spart Akku und schont die Nerven auf Dauer.

Auch fiept / piept / pulsiert das Gerät nicht!!

Akkulaufzeit:
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TIPP: Bitte deinstalliert nicht den Lenovo Energy Manager ! Nur dieser kann dem Yoga zu seinen 7-9 Stunden Akkulaufzeit verhelfen. Dieser lässt auch die Lüfter deutlich langsamer drehen. Dies ist mir beim Installationsprozess Win 8 => 8.1 => Update 1 aufgefallen, nachdem ich die komplette Lenovo Software heruntergeschmissen hatte.

Der Energy Manager kann verschiedene Programme einstellen:

- Stabil: Für's Musik hören, downloaden, wenn der Rechner stundenlang an bleiben, aber NICHT in den Standby gehen soll.

- Täglich: Bester Kompromiss aus Leistung und Akkulaufzeit, benutze ich zur Zeit und bringt gute 8 Stunden.

- Video und Spiele erklärt sich von selbst: Max. Leistung

Ich habe schon die 9 Stunden Akkulaufzeit hinbekommen; zugeklappt verliert das Yoga über Nacht gute 10%. Ich habe das Gerät brandneu erworben und für einen jungfräulichen Akku sind das super Werte. Der neue Haswell Prozessor tut sein übriges.

Auch installiert lassen sollte man die Intel Rapid Storage Technology, diese versorgt die SSD nur dann mit Strom, wenn diese gebraucht wird. Dies spart ebenfalls Strom.

Der Helligkeitssensor regelt aggressiv, aber alltagstauglich und nicht so schlimm wie bei DELL (das war mir zu dunkel).

Bei Nicht-Benutzung schiesst regelmäßig die Akkulaufzeit in die Höhe => Man merkt, wie energie-effizient dieses Gerät arbeitet !

NEGATIV:
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- die vorinstallierte Software ist bis auf den Energy Manager nur Spielkram
- Kein Auto-Updater für Lenovo Treiber verfügbar (wie bei Dell)
- keine Tastaturbeleuchtung

Der Nachfolger:
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Mittlerweile wurde der offizielle Nachfolger, das Yoga 2 11 released. Dieses Gerät ist in vielen Punkten sogar schlechter als der Vorgänger:
- langsamer Atom Prozessor (auch Pentium Genannt)
- nur 4GB RAM
- kleinerer Akku (warum?)
- Tastatur nicht so wertig
- Gehäuse ebenfalls billigere Haptik
- langsame 500GB Festplatte anstatt einer SSD
+ etwas leichter

Keine Ahnung, was Lenovo sich bei diesem Gerät gedacht hat. Mein Tipp: Lieber zum Vorgänger greifen.

FAZIT:
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Würde ich diese Gerät wieder kaufen? Definitiv: Ja!

Wer ein leichtes kompaktes Ultrabook sucht, dass die Option des Tablet-Modes offen lässt und ordentlich Leistung unter der Haube hat, wird mit dem Yoga 11S glücklich. Der Preis und die Verarbeitung stimmen ebenfalls mittlerweile, bei Release kostete dieses Schätzchen gute 900 Euro!

Eine Tastaturbeleuchtung ist aber längst überfällig und hätte in dem doch größeren Gehäuse (im Vgl. MacBook Air) Platz gefunden.

Auch könnte die Akkulaufzeit vll. noch ein bischen höher ausfallen, ich denke, dies wird mit künftigen Windows 8.1 Updates einher gehen. Dieses Gerät muss im jetzigen Stand aber NICHT ständig an die Steckdose und hält einen Arbeitstag durch. Und es ist fast lautlos.

Mein Highlight: Die Möglichkeit, schnell den Boden zu öffnen und eine neue SSD einbauen zu können. Damit wird das Gerät noch länger in Benutzung bleiben. Für Käufer ohne Desktop PC ist diese Option sicherlich noch wichtiger.

Ich finde das Yoga sehr schön und bin Tablet / Ultrabook - Technisch endlich angekommen, nachdem ich den Acer W510 hatte und dann den HP Pavilion 11 X2, Acer Switch 10, Dell Venue 11 Pro und MS Surface Pro 2 getestet hatte und für nicht Alltagstauglich befunden habe.

EDIT 23. September 2014:
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Mittlerweile haben sich erste Macken bemerkbar gemacht; Vorab => Das Gerät ist für den Preis immer noch sehr attraktiv, dennoch merke ich jetzt, wo gespart wurde bzw. warum einige Händler im Netz das Gerät für sehr wenig Geld verramscht haben:

- Display-Rahmen löst sich unten an der Gummifalz, dort wo die Windows Hardware-Taste ist; fällt erst bei genauem Hinsehen auf, dass die Linie unter dem Display nicht ganz plan ist => Ein häufiges Problem bei ALLEN Yogas !

- weißer Pixelfehler in der Mitte des Display; Dieser fällt nur bei starker Sonneneinstrahlung auf und ich bemerke ihn mittlerweile nicht mehr => Auch ein häufiges Problem bei Yogas bzw. Lenovos Qualitätssicherung !

- Display-Rahmen löst sich oben unter dem Rand der Gummilippe => Fällt auch erst auf den dritten Blick auf; Beeinträchtigt das Gerät in keinster Weise

- Die Tasten D und E prellen manchmal bzw. sehr sehr selten. Ich habe beobachtet, dass dies mit der Zeit immer seltener wird, als ob die Tasten sich erst einspielen müssen.

- Geisterbilder im Display; Teilweise "brennen" sich Icons kurzzeitig ein => auch ein typisches Yoga Problem, Lenovo hat wohl billigere Displays verbaut.

FAZIT #2:
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Für den Preis von ~600 Euro verschmerzbare Macken, aber auch nicht besonders toll ! Hier wird Lenovo das Klischee vom Billig-Heimer doch noch nicht ganz los.

Unterm Strich: Für mich ist das Yoga ein "workhorse", also ein Arbeitstier mit dem besonderen Wohlfühlfaktor zum auf der Couch liegen und surfen. Von daher kann ich die Macken gerade noch so verschmerzen. Auch der Preis (599) war seinerzeit sehr gut, von daher behalte ich das Gerät (geht jetzt eh gar nicht mehr anders, aber ein Verkauf kommt auch nicht in Frage, es gibt keine Alternative).

Lenovo könnte sich trotzdem in Zukunft ruhig noch mehr Mühe geben. Selbst die teuren Yoga Pros haben o.g. Probleme! Wenn man aber guckt, welche Hardware für diesen Preis angeboten wird, relativiert sich das etwas (8GB Ram sind auch nicht immer selbstverständlich!).
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