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Kundenrezension

am 26. Februar 2013
Joe ist ein Looper und entsorgt als solcher für seine Auftraggeber aus der Zukunft ohne Nachfragen jeden, der ihm per Zeitreise vor seine Flinte gesetzt wird. Vom so verdienten Silber lebt er in einer Welt, in der die Schere zwischen Arm und Reich extremer denn je ist ein angenehmes Leben und spart, um sich eines Tages in Frankreich niederlassen zu können, wo er sich ein erfüllteres Leben erhofft – wie genau das aussehen soll scheint er selber nicht so genau zu wissen. Als er eines Tages seinen „Loop schließen“, also Alter Ego aus der Zukunft verschwinden lassen soll, versagt er und sein Leben gerät aus den Fugen, denn – nur so viel möchte ich verraten – dieser ist nicht zum Sterben dort, sondern macht dem jungen Joe das Leben schwer, indem er versucht seine Zukunft zu ändern.

Rian Johnson macht mit Looper vieles anders als seine Genrekollegen: Statt mit Dauerfeuer und Effektregen wird eine einfache Prämisse intelligent ausgestaltet und mit kreativen und glaubwürdigen Überlegungen zum Thema Zeitreisen in einer düsteren Zukunft verankert. Es wird auf aufgesetzt wirkende Erklärungen verzichtet, es gibt keine Flashbacks, die den Zuschauer mit der Lupe auf eine Wendung hinweisen oder anders gesagt: Man muss mitdenken! Das ist Fluch und Segen zugleich, denn zum einen hasse ich es das Gefühl zu haben, eine Szene sei nur dazu da, mir etwas zu erklären, was ich mir schon selber gedacht habe. Zum anderen ist Looper zwischendurch so komplex, dass ich mit dem Entwirren des Gesehenen nicht ganz hinterher gekommen bin. So springt die Story zum Beispiel auch ein Mal in das Leben des alten Joes aus der Zukunft und zeigt wie er seinerzeit seinen Loop geschlossen hat, bevor er 30 Jahre später in der Geschichte unseres jungen Joes wieder auftaucht – darauf muss man erstmal kommen!

Die düstere Atmosphäre von Kansas im Jahr 2044 wird durch die Schauplätze und zum Beispiel durch die allesamt aus der heutigen Zeit stammenden aber mit Solarzellen nachgerüsteten Autos glaubhaft eingefangen, ich hätte mir aber gewünscht noch etwas mehr darüber zu erfahren, wie die Welt die wurde, die sie ist. Gleiches gilt für die Figur der Rainmakers, deren Taten zwar erwähnt werden aber die Motivation des alten Joes etwas dünn erscheinen lässt. Sie bleibt jedoch nicht unreflektiert, denn Bruce Willis‘ Schauspiel und die Inszenierung betonen den Konflikt zwischen der Notwendigkeit von „Old Joes“ Handeln und allgemeiner Moral – über den Verlauf des Films fand ich mich mal auf der Seite des jungen und mal auf der des alten Joe wieder.
Actionszenen sind seltener als der Trailer erahnen lässt aber schön in Szene gesetzt und ziemlich kompromisslos was Gewalt angeht.

Die finale Wendung ist gelungen und hat mich wirklich überrascht, nach der letzten Szene machte sich aber zunächst leichte Ernüchterung breit, weil ich gehofft hatte das Ende würde noch einmal den ganzen Film auf den Kopf stellen, wie es einst Inception so toll hinbekommen hat. Das i-Tüpfelchen fehlt also, dennoch ein super Film für alle, die gerne mitdenken und nach dem Schauen gerne mit den „Mitguckern“ diskutieren.

Wer sich für die Bild- und Tonqualität der BluRay interessiert: Bildrauschen ist mir in keiner Szene besonders aufgefallen, ich habe aber schon schärfere BluRays gesehen - gerade die Panoramaaufnahmen auf der Farm sind etwas unscharf. Der Ton hingegen ist super - es rumst und wumst ordentlich!

P.S.: Wer möchte kann sich natürlich an Unstimmigkeiten bezüglich Zeitreise und Co. aufhängen und behaupten der Film sei unlogisch, aber das gilt ja für den Großteil der Filme, die je gemacht wurden. Wer sich im Internet umschaut wird einige sehr aufschlussreiche Interviews mit dem Regisseur finden, in denen er erklärt nach welchen Regeln er den Film und die Zeitreisenlogik aufgebaut hat – ein völlig legitimer Schritt, wie ich finde, denn letztendlich weiß ja niemand genau wie es funktioniert.
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