flip flip flip Hier klicken Jetzt informieren Book Spring Store 2017 Cloud Drive Photos Learn More HI_PROJECT Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle AmazonMusicUnlimitedEcho AmazonMusicUnlimited BundesligaLive

Kundenrezension

am 24. Februar 2009
Wer kennt sie nicht nicht, jene individuell verschieden stark ausgeprägte Angewohnheit, wichtige Aufgaben bis zum letzten Drücker vor sich her zu schieben und die eigentlich reichlich vorhandene Zeit mit allerhand Beschäftigungen zu verbringen, die nicht selten mit MySpace, YouTube oder schlichtem Einkaufengehen zu tun haben? Im Fachjargon als Prokrastination bezeichnet, beschäftigt sich das Buch mit genau diesem Phänomen. Mit ziemlich hohen Erwartungen bin ich an seine Lektüre herangetreten, da ich einerseits selbst davon betroffen bin und sich andererseits einer der Verfasser, Sascha Lobo, auch als Schreiber des Buches "Wir nennen es Arbeit" auszeichnet, welches mich wiederum mit starker Begeisterung erfüllte. Gleich zu Beginn legen die beiden Autoren ihre Ziele offen: Sie wollen keinen Weg aus diesem Zustand heraus aufzeigen und die Prokrastination beseitigen. Vielmehr möchten Sie einige Ratschläge geben, wie man damit besser umgeht und trotz seiner Angewohnheit, alles erst auf den letzten Drücker zu erledigen, die Dinge geregelt kriegt. Auf den folgenden Seiten entfaltet sich eine bunte Mischung aus wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Thema und eigenen Interpretationen der Autoren. Am Ende eines jeden Kapitels findet sich stets ein augenzwinkernder kleiner Katalog von konkreten Ratschlägen. Daneben wird der Text immer wieder durch verschiedene Erfahrungsberichte aufgelockert, die mich teilweise zum herzhaften Lachen gebracht haben, etwa wenn der Autor Lobo berichtet wie er es über Monate nicht schafft, seinen abgeschleppten Wagen wieder zu beschaffen.

Insgesamt ein sehr humorvolles Buch in kreativer, kurzweiliger Schreibe. Eine gewisse akademische Note ist würzend beigemischt und nicht weiter störend. An manchen Stellen wird der lifestyle der Prokrastination etwas zu sehr glorifiziert. Andererseits ist dieses aus-der-Not-eine Tugend-machen ja ausgemachtes Ziel der beiden Autoren. Zwar bin ich nicht ganz so begeistert wie von "Wir nennen es Arbeit", was daran liegen mag, dass ich trotz eines gewissen Hangs zum Hinausschieben der Dinge doch eher ein produktiver Umsetzungertyp bin. Trotzdem spreche ich an dieser Stelle meine aufrichtige Empfehlung aus!
62 Personen fanden diese Informationen hilfreich
|22 Kommentare|Missbrauch melden| Permalink

Produktdetails

4,1 von 5 Sternen
90