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Kundenrezension

14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Lesenswert wenn man sich auf die wesentlichen Inhalte beschränkt, 14. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Wer bin ich, wenn ich online bin...: und was macht mein Gehirn solange? - Wie das Internet unser Denken verändert (Gebundene Ausgabe)
Nicholas Carr stellt die These auf, daß Internet und moderne Kommunikationsmittel die Gehirne ihrer Nutzer verändert haben. Die moderne Mediennutzung habe zu einer schlechteren Konzentrationsfähigkeit, schlechterem Textverständnis, kognitiver Überlastung und fehlender Konsolidierung von Wissen (Langzeitgedächnis) geführt. Jedoch gebe es auch positive Aspekte wie die bessere Such-Funktionalität in elektronischen Texten.

Das Buch beginnt mit den ziemlich langatmigen und mit vielen Anekdoten versehenen Kapiteln 1-4 in denen der Autor seine eigene Computer-Biographie, die Einführung von Alphabet, Keilschrift, Buchdruck, Neuro-Plastizität des Gehirns sowie die Einführung der Zeitmessung wiedergibt. In Kapitel 5 folgen Geschichte und statistische Infos zur Mediennutzung und Auswirkungen auf Zeitschriftenverlage, in Kapitel 6 die Verbreitung sowie Vor- und Nachtteile des Ebooks. Interessant wird es dann in Kapitel 7 in welchem detailliert auf die spezifischen Auswirkungen von Hypertext auf das Textverständnis sowie Unterbrechungen des Gedankenflusses (SMS, IM) eingangen wird (mit vielen Studien belegt). Kapitel 8 behandelt die Firmengeschichte von Google, Kapitel 9 die Erinnerungsfähigkeit, Speicherung von Informationen im Langzeitgedächnis, Kapitel 10 Computerintelligenz (ELIZA-Programm/Weizenbaum).

Was mich am meisten an diesem Buch gestört hat war der Eindruck, daß der Autor mit allen Mitteln versucht hat den Umfang des Buches künstlich aufzublasen. Am Ende von Kapitel 7 gibt es einen Abschnitt mit der Überschrift "Sinn und Unsinn von IQ-Tests" der völlig überflüssig ist. Was das Kapitel 8 (Google) in dem Buch zu suchen hat erschloß sich mir erst aus einer englischsprachigen Amazon-Rezension (The Shallows is an expansion of Carr's 2007 article in The Atlantic, "Is Google Making Us Stupid?). Nimmt man sich einmal den englischen Originaltitel "The Shallows" - What the Internet is Doing to Our Brains" und fragt sich welche Teile des Buches für diese Frage relevant sind, dann bleiben übrig die Neuroplastizität, Kapitel 7 und Kapitel 9. Diese Inhalte hätte man bequem auf ca. 100 (statt 350) Seiten unterbringen können und so ein durchgehend interessantes Buch erhalten.
An einigen Stellen fand ich ansonsten auch die Argumentation nicht schlüssig oder unglaubwürdig. So soll sich Hypertext aufgrund der höheren kognitiven Belastung (Link öffnen oder nicht?) negativ auf das menschliche Auffassungsvermögen auswirken und den Lesefluß unterbrechen was bei Lineartext nicht der Fall wäre (201 a2). Das ist fraglich weil Querverweise auch in Lineartexten in Form von Kommentaren/Fußnoten, Quellenangaben vorkommen. Soll man die Kommentare dann im Lineartext nicht lesen um den Lesefluß nicht zu unterbrechen und das Textverständnis zu verschlechtern? Oft ermöglichen einem ja gerade die Informationen in den Fußnoten das im Text Gesagte überhaupt richtig zu verstehen. Auf S.159 bringt Carr eine Reihe zweifelhafter Vorteile von Papier-Büchern im Vergleich zu Ebooks (kommt kein Sand rein am Strand, kann man Kaffee drüber schütten, Auflösung etc) und wiederspricht sich 2 Seiten später teilweise gleich wieder. Das sind alles keine prinzipiellen Vorteile und technische Lösungen dafür gibt es bereits zuhauf.
Ab S.308 erwähnt Carr, daß er sein Mediennutzungsverhalten für die Zeit des Verfassens des Buches drastisch zurückgefahren habe (kein Handy/Twitter/FB/Blog) am Ende des Buches aber bereits wieder in exzessive Mediennutzung zurückgefallen sei. Während ich den Autor sehr dafür respektiere so ehrlich zu sein das mit hineinzuschreiben ist es doch auch ein Eingeständnis keine Lösung für die von ihm gerade auf 350 Seiten diskutierte Problematik parat zu haben, bzw. diese nicht als schwerwiegend genug einzuschätzen um eine dauerhafte Anpassung seines Mediennutzungsverhaltens vornehmen zu wollen.

Henning Dedekind hat sich ein paar heftige Patzer geleistet die einem hauptberuflichen Übersetzer einfach nicht passieren sollten ("Silikonsubstrat" (048 a1), "Datenauslagerung auf Silikon" (283)).
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