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Kundenrezension

am 11. September 2013
Eines vorweg. Ich bin seit dem Album: "Atemlos" ein riesiger Fan von Schiller, da dieses Album mit seinen eher ruhigen und chilligen Einflüssen etwas völlig Anderes war, als alles was ich davor gehört habe. Ähnliche Klangfarben kannte ich nur von dem bekannten Filmkomponisten: "Frank Duval" oder von "Jean Michelle Jarre". Ich liebe diese schöne und ruhige, manchmal auch melancholische Musik und daher war: "Atemlos" für mich ein Meilenstein elektronischer, instrumentaler und gesanglicher Musik.

Mit dem neusten Werk von Christopher von Deylen wird auch wieder ein komplett neuer musikalischer Weg eingeschlagen, der zugegeben sehr gewagt ist. Klassik ist hier das Zauberwort und es ist völlig klar, dass diese nicht alle Menschen berührt, wenn man sich zuvor noch nie mit klassischer Musik befasst hat. Wenn man, wie ich aber auch schon davor immer mal wieder in die klassische Schiene hineingerutscht ist, wie es bei mir mit: "Haydn", "Mozart", "Rondo Veneziano" usw. passiert ist, dann kann man mit: "Opus" sehr wohl etwas anfangen. Damit meine ich nicht, dass mir von "Opus" wirklich alles gefällt, aber dass muss es auch nicht. "Opus" ist nichts typisches von Schiller und daher klingt auch die Musik etwas anders. Aber je mehr man sich dieses Album anhört, umso mehr vertraute Klänge wird man auch hier wieder finden. "Opus" ist definitiv ein Album, welches man sich unbedingt mehrmals anhören sollte um wirklich auch noch den letzten Klang heraushören zu können. Anscheinend haben sehr viele Leute nach Veröffentlichung den Hang zur klassischen Musik neu oder wieder entdeckt, denn das Album steht bereits auf Platz 1 der Albumcharts und ist somit das vierte Nummer 1 Album in den Charts. Ein großartiger Erfolg für Christopher von Deylen, alias "Schiller".

Das Album beginnt mit einer Art Intro, namens: "Opus: Exposition" welches sehr nach "Vangelis" klingt und einfach schon mit seinen schwingenden Trompetenmelodien eine Gänsehaut verursacht. Ihm folgen meistens sehr langsame harmonische Tracks, die mit einem Hauch Klassik verfeinert herrlich zum Entspannen sind.

Dann folgen gleich 3 Hammertracks hintereinander. Mit "Swan Lake" der neuen Interpretation von der Oper: "Schwanensee" hat Schiller einen Track gezaubert, der sich sofort in den Gehörgängen festsetzt. Die Melodie, sollten selbst Klassikmuffel schon einmal irgendwo gehört haben. Klassikkenner lauschen diesen harmonischen Klängen, die von Schiller mit einer wuchtigen Bassdrum hinterlegt wurden. Damit wird eine Art Mischung zwischen Schönheit und Dramatik erschafft, die Ihren Höhepunkt schließlich mit den immer mehr Hineingemixten elektronischen Synteshizereffekten findet. Ganz großes Kino.

Der nächste Kracher kommt in Form des einzigen Gesangsstück von "Opus". "Solveigs Song" welches von der einzigartigen Opernsängerin: "Anna Netrebko" gesungen wird und sich dabei mit herrlich sphärischen elektronischen Layern verbindet. Man muss es einfach gehört haben, Gänsehaut ist dabei wirklich noch untertrieben, es berührt und fasziniert gleichermaßen.

Und nun........ein Name, den man sich merken sollte: "Twentynine Palms." Es beginnt langsam und steigert sich hin zu einem Track, bei dem mir persönlich im positiven Sinn die Worte fehlen. Wenn man nicht wüsste, dass man hier gerade Schiller hört, dann würde man: "Twentynine Palms" sofort für ein Werk von "Frank Duval" halten, welcher seine dramatischen Klänge gerade zu einer Schlussmusik von den Krimis: "Derrick" oder: "Der Alte" beisteuert. "Twentynine Palms" kann man als einen Meilenstein von Schillers Werken bezeichnen. Eine explosive Mischung aus dramatischen unheimlichen Klängen und wuchtigen Schlagzeugsets von Duval, garniert mit positiven Einflüssen des Meisters von Deylen. Sofort nach dem ersten Durchhören stand für mich daher fest, dass dieser grandiose Track meinen bisherigen Favoriten: "Lichtwerk" vom Album: "Tag und Nacht" in der LIVE Version problemlos abgelöst hatte. Die Energie, die dieser Track freisetzt, ist unbeschreiblich, die tolle Melodie setzt sich sofort fest......ich möchte diesen instrumentalen Titel einfach immer wieder hören......immer immer wieder!! Kein Tag ohne: "Twentynine Palms". Am besten im Auto mit meiner 2000W Kenwood Anlage und als Sound immer: "Jazz" am Autoradio gewählt, damit einem die herrlichen Schlagzeugsets so richtig um die Ohren hauen.......Boahh, was ist dieser Track GEIL!!

Danach wieder sehr ruhige und friedliche Klänge die fröhlich dahinplätschern und einem ein Gefühl von Zufriedenheit vermitteln. Leider fast wieder zu langsam, hier hätte etwas mehr Pfeffer nicht geschadet. "Twentynine Palms" hebt sich wahnsinnig von allen anderen Tracks auf der CD 1 ab und hätte auch schon auf: "Atemlos" oder "Sonne" enthalten sein können. "Swan Lake" folgt gleich danach. Erwähnen sollte man noch: "Imperial Valley" welches mit seinem klassischen Riff einfach genial beginnt, sich danach aber leider etwas verliert, weil es hier zu keinem musikalischen Höhepunkt kommt und alles wieder etwas mit den weiteren Harmonien absinkt....schade eigentlich....der Track hätte richtig Potenzial gehabt.

Etwas enttäuscht bin ich auch von: "Rhapsody On A Theme Of Paganini". Hier habe ich mit dem großartigen Klavierspiel von Helene Grimaud einen kompletten Track erwartet und nicht ein noch nicht einmal 2 minütiges Fill in. Sehr schwach dieses kurze Gastspiel eines eigentlich wunderschönen Tracks. Dass fließt leider in meine 1 Sterne Abzug Bewertung mit hinein.

Kommen wir zur CD 2. Was erwartet einem hier?!

Zuerst stutzt man etwas, wenn man erkennt, dass sich auf der CD 2 hauptsächlich weitere Variationen der Tracks von CD 1 befinden. Es klingt halt ähnlich, hier und da wurde mal etwas weggelassen, da mal wieder einige elektronische Variationen hineingemixt. Klingt manchmal aber recht interessant, vor allem: "Imperial Valley" weiß in von Deylens Mixversion zu gefallen. "Swan Lake" berührt mich dagegen nur mit der originalen Fassung von CD 1.

Natürlich finden sich aber auch einige neue Tracks auf der CD 2. Darunter ist auch meine jetzige Nummer 2 aller Schillertracks namens: "Bermuda Dunes". Bei diesem schnellen Track verschmelzen elektronische Schaffenskünste von "Jean Michelle Jarre" mit "Frank Duvals" düsteren Klängen. Begleitet wird das Ganze von einer treibenden Sythie Bassline und energischen Drums. Es beginnt sehr klassisch, wo man noch nicht recht weiß, wohin uns dieser Track führt. Dann merkt man allmählich, dass sich hier eine explosive Mischung aus Dramatik und Melancholie zusammenbraut. Dann geht es Schlag auf Schlag und man wird regelrecht mitgerissen von diesen genialen Klangfarben. "Bermuda Dunes" strahlt nichts Positives aus, aber genau dass ist ja das Besondere. Dieser Track ist schnell, düster, packend, mitreißend.......erste Sahne!!! Gehört nach: "Twentynine Palms" zu meinen absoluten Favoriten von: "Opus". Nur alleine durch diese beiden Tracks wird das Album schon einzigartig. Die Tracks fetzen einem mit Ihrer Energie sämtliche Klamotten weg, wer es nicht glaubt, hört einfach mal rein.

Auch positiv zu erwähnen ist: "Indian Canyons". Hier versetzt es einen regelrecht in die US amerikanischen Canyons, in denen man die Weite, die Stille der Natur erlebt. Könnte ein Track von "Winnetou" sein. Man spürt mit der Musik die Macht der Gebirgszüge und lässt sich von deren Anblick verzaubern. Der Track baut sich mit einem wunderschönen Layer auf und wird dann Up-tempomäßig immer weiter nach oben getrieben. Ein tolles Stück, welches auch gerne mehrmals hintereinander gehört werden kann.

Alles Andere, wie gehabt.......still, harmonisch, entspannend!

Da ich mit meiner Bewertung nun nur die positiven Aspekte von "Opus" aufgezählt habe, möchte ich mich jetzt auch mal den negativen Dingen widmen.......denn nicht alles gefällt mir hier, daher musste ich auch einen ganzen Stern abziehen.

Zuerst einmal: "Es kotzt mich" (Ich bitte diesen Ausdruck zu entschuldigen) allmählich die Preispolitik der verschiedenen Albenversionen an.

Es gibt eine "Ultra Deluxe Version" mit Leinwand, die ich mir aber nicht leisten kann oder möchte, weil diese wahnsinnige 83,00 Euro kostet. Ich begnüge mich seit jeher mit den "Deluxe Versionen" die immer mit Bonustracks daherkommen und deshalb auch eine 2 CD beinhalten, wie jetzt auch hier.
Um so unverschämter finde ich aber, dass jetzt neben der "Deluxe Version" auch noch eine spezielle Edition eines großen Elektronikriesen ("Ich bin doch nicht blöd") herausgekommen ist, die sogar noch günstiger als die "Deluxe Version" zu haben ist und die nebenbei noch 2 exklusive Bonustracks beinhaltet, die ansonsten weder auf der "Ultra Deluxe Version" enthalten sind, noch auf der "Deluxe Version". Dafür gibt es aber bei der "Ultra Deluxe Edition" wieder 2 Bonus CDs, die es wieder nicht auf den anderen Versionen gibt. Hallo, geht’s noch?! Wer auch immer für diese Preispolitik verantwortlich ist, sollte diese Abzocke umgehend stoppen.

Ich kann nur jedem, dem die "Ultra Deluxe Version" zu teuer ist daher raten sich gleich die "M.M. Edition" mit 2 Bonustracks zu holen, denn die bietet einem mehr als die normale "Deluxe Version" und dass für gerade mal 15 Ocken. Man bezahlt weniger, bekommt aber mehr, ist dass nicht hohl?! Ganz ehrlich, hier fühle ich mich allmählich vergackeiert und viele andere sicherlich auch!

Zum zweiten negativen Punkt: Die Tracks auf "Opus" sind teilweise zu langsam, die Mischung ist nicht ausbalanciert, da sich auf "Opus" wirklich fast nur langsame Klassikstücke befinden. Wenn jetzt noch etwa 4 oder 5 schnellere Stücke mit darauf gewesen wären, dann hätte ich nichts gesagt. Klassik ist auch Tempo, Energie und Dramatik, dass ist und war schon immer so. Hier hat Schiller gerade mal 2 Tracks hineingebracht, die Energie, Tempo und Dramatik verbinden und dadurch einzigartig auf: "Opus" sind. "Twentynine Palms" und "Bermuda Dunes". Sorry, aber dass ist einfach zu wenig.......bitte etwas mehr Pfeffer in die Songs hineinbringen, falls es ein: "Opus 2" geben sollte.

Zum 3 negativen Punkt: 2 Tracks auf dem Album sind so genannte Zwischenfüller und stellen keinen kompletten Track dar. Dass wäre jetzt nicht so schlimm, aber muss es sich dabei neben: "Promenade" ausgerechnet um Helene Grimauds Klavierspiel handeln?! Ganz bitter!! Gerade über dieses Stück habe ich mich sehr gefreut, umso größer dann die Enttäuschung, dass man diesen Track noch nicht einmal 2 Minuten genießen kann. Was soll das?!

FAZIT: Auch Hartgesottene Schillerfans sollten sich vor dem Kauf von "Opus" unbedingt die Hörproben zu Gemüte ziehen. Hier bekommt man schon einen ersten Eindruck und hinterlässt nicht später enttäuscht eine 1 oder 2 Sterne Bewertung bei Amazon. Die Vorhörfunktion hat Ihren Namen nicht aus Jux und Dallerei. Ich habe zuvor reingehört und dass was ich gehört habe, hat mir gefallen. Ob die Tracks nun schnell oder langsam waren, ließ sich leider noch nicht sagen, da die Hörproben lediglich 30 sek andauern. Trotzdem ist es besser vorher reinzuhören, als hinterher herumzujammern, dass einem: "Opus" nicht gefällt.

Wenn man sich richtig auf: "Opus" einlässt erwartet einem ein Album welches wie kein anderes Album von Schiller ist, aber dennoch mit einigen Überraschungen glänzt. Fans von klassischer Musik können unbesorgt zugreifen, allen anderen rate ich zur Vorhörfunktion. "Opus" kann nicht jeden überzeugen, "Opus" möchte entdeckt werden.....wieder und immer wieder!! Ideal zum Einschlafen (im positiven Sinn) nach einem langen anstrengenden Tag.

Trotz meines 1 Sterne Abzugs, sollte man "Opus" eine Chance geben. Ich tendierte zuerst zu nur 3 Sternen, doch nach mehrmaligem Hören habe ich wieder neue Klänge entdeckt, die mir sehr gut gefallen und alles wieder mit einem Stern aufgewertet haben. 4 Sterne sind nun gerechtfertigt für von Deylens neues Werk.

Ich bedanke mich bei allen für das Lesen meiner Rezension und hoffe Ihnen damit etwas geholfen zu haben. Alle, die ich mit meiner Rezension überzeugen konnte sich: "Opus" zuzulegen, wünsche ich viel Spaß mit diesem Klanggenuss.
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