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Kundenrezension

am 19. Juni 2013
Zu meinem WOW Hintergrund:
Ich habe mit gelegentlichen Unterbrechungen seit 2007 WOW gespielt, also seit 'Burning Crusade' (BC). Am aktivsten war ich zu Zeiten von 'Wrath of the Lichking' (LK). Zum neuen Addon hatte ich im November/Dezember 2012 meinen Account nach mehr als 1 jähriger Abstinenz wieder reaktiviert. PvP-Inhalte waren für mich noch nie interessant, weswegen ich in der nachfolgenden Rezension auf diese nicht eingehen kann und werde.

'Mists of Pandaria':
Anfangs hat das Ganze Spaß gemacht. Ich fand die erzählte Geschichte interessant und die Questreihen die einen mit gelegentlichen Abstechern und Parallelgeschichten durch die Gebiete führen sind meiner Meinung nach sehr gut gestaltet, machen einen neugierig wie es weitergeht und motivieren recht nachhaltig. Am meisten Spaß hatte ich im 'Tal der vier Winde' und im 'Kun Lai Gipfel'. 'Mists of Pandaria' bietet meiner Meinung nach in diesem Teil des Spiels das Beste Spielerlebnis aller bislang erschienenen WOW-Addons. Das hat so viel Spaß gemacht das ich zum ersten mal alle Questen auf einem neuen Kontinent durchgespielt habe. Die Motivation war sogar so hoch, daß ich den Titel "Meister der Lehren von Pandaria" nicht nur mit einem, sondern für 3 Charaktere erspielt habe. Alte WOW-Bekannte und Gildenmitglieder wiederzusehen bzw. im TS wiederzuhören war ebenfalls ein schöner Aspekt.

Für diesen Teil des Spiels würde ich 'Mists of Pandaria' für Spielspaß und Wertung jeweils 5 Sterne geben.

Die Gestaltung der Talente hat mir persönlich besser gefallen als in 'Cataclysm'. Das System ist zwar noch einfacher, allerdings bietet es letztenendes real mehr Möglichkeiten zur Individualisierung. In 'Cataclysm' gab es meist real nur eine sinnvolle Möglichkeit die Talentpunkte zu vergeben. In 'Mists of Pandaria' waren mehrere Talente einer Ebene objektiv durchaus gleichwertig, für unterschiedliche Spielertypen aber unterschiedlich interessant und nutzvoll. Langer Rede kurzer Sinn: Man hatte in Gegensatz zu 'Cataclysm' wieder die echte Qual der Wahl. Der Höhepunkt des Talentsystems ist aber meiner Meinung nach noch immer 'Wrath of the Lichking'. Hier hatte man vielfältige Möglichkeiten seinen Charakter auf die eigene Spielweise anzupassen und zu individualisieren.

Auch in Details ist 'Mists of Pandaria' durchaus innovativ. Der Bauernhof, Petbattles, seltene Gegenstände und Questreihen über die man mitten im Nichts stolpert und die einen dann zum genaueren Hinsehen und zum Erforschen der Landschaft motivieren, machen das Spiel am Anfang durchaus interessant und halten die Motivation hoch.

Der Schock kommt dann allerdings wenn man Stufe 90 erreicht hat. Man wird in Dailys (Für potentielle Anfänger: das sind Questen die man jeden Tag einmal machen kann) erstickt und im Gegensatz zu früheren Addons muß man diese in sehr großem Umfang wirklich täglich erledigen, wenn man vorhat an 'echten' Raids teilzunehmen. Das ging schließlich soweit, daß bis zu 2 Stunden und mehr am Abend mit Dailys und anderen täglichen "Pflichten" belegt waren. Nach einer gewissen Zeit fühlte sich das Spiel hierdurch mehr wie Arbeit an als eine Freizeitbeschäftigung. Das man zum Farmen von Ausrüstung jede Woche möglichst alle IDs der LFR-Raids abarbeiten sollte führte dazu, das man kaum noch eine Wahl hatte welche Spielinhalte man spielen möchte, an stattdessen war da eine lange Liste von Arbeiten, die man für Blizzard zu erledigen hatte.

Besonders tragisch war hierbei insbesondere am Anfang die Masse an stupiden Dailys. In späteren Patches wurde es etwas besser da die Dailys mit Storyelementen durchsetzt wurden, was es etwas interessanter machte. An der Masse an abzuarbeitenden Inhalten änderte aber auch das nichts, da gleichzeitig die LFR-IDs die abzuarbeiten waren exponentiell zunahmen.

Ich war schon kein Freund von LFG (Looking for Group), da die serverübergreifenden Gruppen die zum Ende von 'Wrath of the Lichking' eingeführt wurden in meinen Augen der Anfang vom Ende der WOW-Community waren. Vor Einführung von LFG war die WOW-Community ein nicht unerheblicher positiver Motivator für mich als WOW-Spieler. Die Community war überwiegend hilfsbereit, freundlich und kommunikativ. Mit LFG wurde der Ton erschreckend schnell deutlich unfreundlicher, Hilfsbereitschaft ebbte ab und die einzelnen Spieler wurden isoliert, da immer mehr Inhalte allein schneller zu erledigen waren und Blizzard gleichzeitig Einzelgängeraufgaben forcierte und Gruppeninhalte quasi abschaffte. Mit LFG für Instanzen und LFR für Raids wurden dann auch die letzten Gruppeninhalte defakto zu Einzelspielerinhalten. LFR (Looking for Raid) hat den Zerfall der Community in 'Mists of Pandaria' in einem Maße verschärft wie ich das nicht für möglich gehalten hätte. LFR-Raids sind eine Zumutung, da IMMER 10-20% extrem aggressive und asoziale Spieler beteiligt sind. Wären LFR-Raids optional könnte man ja einfach sagen man gibt sich das nicht. Will man aber 'echte' Raids gehen, so kommt man nicht um die LFR-Raids herum und wird von Blizzard quasi zu deren Besuch genötigt. Spaß macht das keinesfalls, da die LFR-Raids neben der Tatsache des inakzeptablen Benehmens einiger Spieler auch noch stinklangweilig sind, da man 20-40min damit verbringt stupide ein paar Tasten zu drücken. Taktik und Spielanspruch sind in den LFR-Raids bestenfalls eine Randerscheinung.

Das führt wiederum dazu das die eigentlich vom Schwierigkeitsgrad und den Taktiken interessanten und auch teilweise schön gestalteten 'echten' Raids für viele zum Problem werden, da auf einmal wieder Movement und Taktik gefragt sind. Viele 'Normalspieler' schaffen es aber auch einfach nicht alle von Blizzard auferlegten 'Pflichten' abzuarbeiten um vernünftig raiden zu können. Das führte dann dazu das es insbesondere auf etwas weniger frequentierten Servern nur wenige Raidgruppen für die 'echten' Raids gab die dann aber aus guten Spielern mit viel Zeit bestanden. Diese Gruppen pflügten dann auch entsprechend schnell durch die Inhalte. Unter diesen Bedingungen dann Anschluß für die eigentlich interessanten Spielinhalte zu finden war schwer, womit dann nur noch die 'WOW-Arbeit' übrig blieb, weshalb ich schließlich nach 3 Monaten den Account wieder stillgelegt habe.

Anmerkung: Zwischenzeitlich sind mehrere Content-Patches erschienen, die das ein oder andere Detail verbessert haben könnten. An den großen Kritikpunkten hat sich aber leider nicht viel geändert. Mittlerweile haben auch fast alle Bekannten, die zu 'Mists of Pandaria' Ihren Account reaktiviert hatten, WOW wieder an den Nagel gehängt.

Was hat Blizzard in meinen Augen falsch gemacht?
Die Essenz ist, daß das Spiel zu sehr auf den Einzelspieler zugeschnitten wurde. WOW war einmal ein Massive-Multiplayer-Online-Roleplaying-Game (MMPORG). Ich habe das Spiel angefangen um mit anderen Leuten in einer Community zu spielen. Eben diese Community hat Blizzard nicht gepflegt. In BC und LK war man durch überall präsente nur als Gruppe zu bewältigende Spielinhalte oft auf die Mithilfe von Spielern angewiesen. Diese Abhängigkeit führte zu einem virtuellen Verhaltenscodex, der Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit belohnte und das Community-Erlebnis positiv gestaltete. Ohne Kommunikation mit anderen Spielern kam man nicht vorwärts. Die Fokussierung auf einzeln spielbare Inhalte (nur noch Einzelquests, LFG) zerstörte dieses Gleichgewicht. Die Einführung von LFR hat die letzten Überreste dieser positiven Community zerstört.

Zurück bleibt ein Einzelspieler-Rollenspiel bei dem man sich von anderen Spielern online anpöbeln lassen darf.

Für das Endgame gibt es daher von mir für Spielspaß und Wertung nur jeweils 1 Stern.

Insgesamt bekommt 'Mists of Pandaria' von mir als nettes Singleplayer-Roleplaying-Game 3 Sterne für den anfänglichen Spielspaß beim Questen in Pandaria und 2 Sterne für die Gesamtwertung wegen mangelndem Spielspaß im Endgame und kaputter Community.

Fazit: WOW hat sich selbst abgeschafft indem Blizzard die Community als wichtigen Bestandteil des Spiels zerstört hat.
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