flip flip Öle & Betriebsstoffe für Ihr Auto Jetzt informieren Spring Deal Cloud Drive Photos Mehr dazu Hier klicken HI_PROJECT Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle AmazonMusicUnlimitedEcho BundesligaLive

Kundenrezension

TOP 1000 REZENSENTam 25. Oktober 2013
Daniel Schuhmacher dürfte den meisten als Gewinner einer nicht näher zu benennenden Castingshow bekannt sein. Und ich gebe zu, dass auch ich deshalb mit einem ganzen Haufen von Vorurteilen behaftet war – doch für sein drittes Album „Diversity“, das nur selbstgeschriebene Songs enthält, lohnt es sich, diese zu vergessen und den Sänger mit der prägnanten Stimme eine Chance zu geben. Belohnt wird man dann nämlich mit dreizehn modernen und eingängigen Popstücken, die nichts mehr von der plastikhaften Musikproduktionen andere Castingshowteilnehmer an sich haben.

„Rolling Stone“, die Vorab-Singleauskopplung, eröffnet das Album und zeigt auch gleich die Richtung des dritten Longplayer des Sängers an. Es ist ein cooler Clubsong geworden, der mit recht elektronischer musikalischer Begleitung ungewöhnlich für den einst als Schmusesänger verschrienen Schuhmacher klingt. Seine hohe Stimme kommt besonders in den langen Tönen des Refrains sehr gut zur Geltung, während er die Strophen deutlich tiefer und rhythmischer singt und so seine große Bandbreite präsentiert.

Es folgt „Gold“, in den Strophen sehr eingängig ist und mit der düster verspielt wirkenden musikalischen Begleitung den kraftvollen, aufschreienden Refrain vorbereitet. Gut gefällt der Text, der die Verlockungen des Geldes beschreibt und sich sehr gut in das Gesamtkonzept des Songs einfügt.

„Heart of Stone“ ist ein etwas ruhigerer Song, wird aber von prägnantem Schlagwerk begleitet, die von vielfältigen elektronischen Elementen unterstützt werden. Das Lied erinnert an düstere Glam-Pop-Stücke der 80er Jahre, Stimme und Musik stehen gleichwertig nebeneinander und ergänzen sich gegenseitig.

„Dim the lights“ ist ein druckvoller Mitsing-Song, der schnell ins Ohr geht und eine sehr einprägsame Melodie besitzt. Sparsam und ebenfalls sehr elektronisch werden die Strophen begleitet, während der Refrain wieder deutlich auffährt und so einen gekonnten Kontrastpunkt bringt.

„Touch me“ ist ein netter Song, der gut auf das Album passt, aber kein Highlight dessen ist. Konzeptionell ist er nicht so ausgeprägt wie die bisherigen Songs und verblasst so in der Revision des Albums ein wenig. Ein Song, den man beim Hören des Komplettwerks nicht weiterklicken wird, den man aber auch nicht extra anwählt.

„Why do I cry“ überrascht mit der Verzerrung der Stimme von Schuhmacher, die so eine neue Facette bekommt und trotzdem noch organisch wirkt. Die sehr elektronische Umsetzung des Songs ist beatbetont, satt und im Übrigen auch sehr gut tanzbar. Wieder ein gelungener Track des Albums.

„Doleful“ grenzt sich stark von den vorigen Songs ab und ist sehr reduziert, ein Piano und die Stimme stehen im Vordergrund und werden erst im späteren Verlauf des Songs durch andere bandtypische Instrumente ergänzt. Die gefühlvolle, aber glücklicherweise nicht kitschige Ballade steht Schuhmacher ebenso gut wie die coolen Clubsongs, sein sehr klarer Klang kommt hier besonders gut zur Geltung.

„Propaganda“ kippt die Stimmung danach wieder völlig mit Synthie-Pop-Klängen und sehr rhythmischen Gesang, leise Blechbläserklänge und ein Männerchor kontrastieren den sehr elektronischen Klang des Songs, der gerade im Refrain druckvoll und energetisch wirkt. Sicherlich ein Highlight des Albums.

Das sich anschließende „Take the Silence“ stellt Schuhmachers Stimme und den emotionalen Text klar in den Vordergrund, auch hier wird mit Piano, Gitarre und Schlagzeig gearbeitet und präsentiert so einen deutlich organischeren Klang. Ruhig und zurückgezogen ist dann auch der Refrain gelungen, hier wirkt nichts aufgesetzt, sondern scheint aus Schuhmachers Innerem zu kommen.

„Fluctuating Mood“ schlägt dann wieder in die gleich Kerbe wie der Großteil des Albums, ist poppig, synthetisch und eingängig, stellt ruhige Strophen einem deutlich ausdruckstärkeren Refrain gegenüber. Der Hauch von Düsternis, der über dem Song liegt, kann überzeugen, auch die kleinen technischen Spielereien sind gelungen.

„Over“ steigert sich im Laufe der Zeit immer weiter, fängt nur mit einem Beat und der raumfüllenden Stimme an, fügt langsam weitere Instrumente hinzu und endet in einem melodiösen Refrain, der schneller und eingängiger ist. Mit gefallen die reduzierten Strophen besser, doch auch hier ist ein schicker, moderner Song entstanden.

„Vertigo“ präsentiert einen ganz anderen Stil, ist ein angenehmer Pop-Rock-Song, der nur im Refrain durch ein wenig elektronisches Beiwerk ergänzt wirkt. Schön, wie kurz vor Ende des Albums noch einmal eine andere Facette des Sängers gezeigt wird, besonders wenn dies in einem so runden und organischen Song wie Vertigo passiert.

„On a new Wave“ erschien schon im Jahr 2011, also zwei Jahre vor Veröffentlichung von Diversity. Zwar ist auch hier der elektronische Grundtenor des Albums zu finden, ebenso wie die Kombination aus ruhigen Strophen und kraftvollen Refrain. Dennoch fällt der Song im Vergleich zum Rest des Albums etwas ab, wirkt flacher und nicht so ausgereift. Hier merkt man, wie sehr sich der neue Stil des Sängers in den letzten zwei Jahren verfestigt hat.

Daniel Schuhmacher hat sich deutlich von seinem bisherigen Werdegang losgelöst und präsentiert ein sehr reifes Album. Größtenteils von Synthie-Pop-Stücken dominiert festigt er seinen Stil, dem nichts Plastikhaftes oder künstlich Aufgesetztes anhaftet. Man merkt, dass die Songs vom Interpreten selbst stammen, dass er sich mit den Songs identifizieren kann. Drei Songs stechen durch die völlig andere Instrumentalisierung heraus und setzen gelungene Kontrastpunkte zu den zahlreichen Synthie-Pop-Nummern. Diese wiederum bestechen durch ihren kraftvollen Ausdruck und die Abwechslungsreichen Stimmungen. Eine deutliche Weiterentwicklung und ein sehr gelungenes Album!
31 Personen fanden diese Informationen hilfreich
|11 Kommentar|Missbrauch melden| Permalink
Was ist das?

Was sind Produktlinks?

Im Text Ihrer Bewertung können Sie mit einem Link direkt zu einem beliebigen auf Amazon.com angebotenen Produkt leiten. Befolgen Sie diese Schritte, um einen Produktlink einzufügen:
1. Das Produkt, zu dem der Link führen soll, auf Amazon.com suchen
2. Internetadresse des Produkts kopieren
3. Klicken Produktlink einfügen
4. Die Internetadresse in das Kästchen einfügen
5. Klicken Auswählen
6. Wenn Sie den angezeigten Artikel auswählen, erscheint ein Text wie dieser: [[ASIN:014312854XHamlet (The Pelican Shakespeare)]]
7. Sobald Ihre Bewertung auf Amazon.com erscheint, wird dieser Text in einen solchen Hyperlink umgewandelt:Hamlet (The Pelican Shakespeare)

Ihre Bewertung ist auf 10 Produktlinks beschränkt, und der Linktext darf maximal 256 Zeichen betragen.


Produktdetails

4,2 von 5 Sternen
24
0,65 €+ 3,00 € Versandkosten