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Kundenrezension

am 7. November 2006
Aus der Flut von Publikationen, die in jüngster Zeit die Bedeutung der Ergebnisse neurowissenschaftlicher Forschungen diskutieren und dabei oft eine wahre Neuro-Euphorie verbreiten, hebt sich der von Dieter Sturma herausgegebene Band wohltuend ab. Die darin versammelten philosophischen Beiträge richten sich dabei keineswegs polemisch gegen die Neurowissenschaften. Ins Kreuzfeuer der Kritik geraten nur die Positionen derjenigen Neurowissenschaftler, die im Schafspelz des Philosophen auftreten. Komischerweise wird die Grenzlinie zwischen Neurowissenschaften und Philosophie am stärksten gerade dort verteidigt, wo ein Neurowissenschaftler (M. R. Bennett) als Koautor fungiert.

Zu den Autoren des Bandes gehören P. M. S. Hacker, M. R. Bennett, Brigitte Falkenburg, Peter Janich, Dirk Hartmann, Michael Quante, Achim Stephan, Ralph Schumacher, Dieter Sturma, Carl Friedrich Gethmann und Lutz Wingert. In den Beiträgen wird aus wissenschaftstheoretischer, erkenntnistheoretischer, sprachphilosophischer und bewusstseinsphilosophischer Sicht gezeigt, dass die Verabschiedung der Willensfreiheit voreilig ist.

Der Sammelband ist gut geeignet, die heiße Luft aus den Debatten über die Willensfreiheit heraus zu lassen. Es wird gezeigt, dass die Neurowissenschaften bei der Aufklärung ihrer eigenen begrifflichen Grundlagen auf den philosophischen Beitrag angewiesen bleiben. Die Idee, die Neurowissenschaften als neue 'Leitdisziplin' zu etablieren, kann daher kaum aufrecht erhalten werden. Das bedeutet allerdings nicht, dass die Philosophen nun einfach zur alten Tagesordnung zurückkehren sollten. Die 'neurowissenschaftliche Herausforderung' ist, wie der Herausgeber bemerkt, ernst zu nehmen und als 'Chance für notwendige Weiterentwicklungen' zu begreifen. Es bleibt zu hoffen, dass dieser Band dazu beiträgt, die Aufgeregtheiten und Überspanntheiten der bisherigen Debatten zu überwinden und zu einer nüchternen Einschätzung der neurowissenschaftlichen Erkenntnisse zu gelangen.

Der Band ist nicht als Einführung angelegt, aber für den philosophisch Interessierten und über die Willensfreiheitdebatte Informierten gut zugänglich!
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