flip flip Hier klicken Jetzt informieren Xmas Shop 2017 Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More TDZ Hier klicken HI_PROJECT Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle MusicUnlimited AmazonMusicUnlimited BundesligaLive wint17

Kundenrezension

am 27. Oktober 2011
Im Februar nächsten Jahres kommt 'Die dunkle Bedrohung', Episode I, wieder in die Kinos. Mit dem 3D-Start des Films, 12 Jahre nach seiner Premiere hat man bei Lucasfilm sicher viel vor. Ist es da Zufall, dass Troy Dennings 'Tatooine Ghost' aus dem Jahre 2003 ' ein Buch das zwar 8 Jahre nach der Zerstörung des ersten Todessterns spielt, aber viele Querverweise und Erklärungen zu Episode I liefert ' nun doch noch ins Deutsche übersetzt wurde. Oder ist es Kalkül ' hat ein aufmerksamer Mitarbeiter bei Blanvalet eine Chance erkannt? Wie werden es wohl nie erfahren, auch wenn die ' durchaus erfreuliche ' Tatsache, dass mit James Lucenos 'Schleier der Täuschung' ('Cloak of Deception') noch im Januar ein weiteres für den deutschen Buchmarkt verloren geglaubtes Buch aus dem Kontext 'Episode I' erscheinen wird, hellhörig macht.
Aber zurück zum 'Geist von Tatooine': das Buch macht in meinen Augen viel richtig. Einerseits ist der Plot angenehm bodenständig, andererseits wohnt dem Roman mit seinen klug gestreuten, immer offensichtlicher werdenden Andeutungen und Bezügen zur Vergangenheit ' die Prequels, aber auch Episode IV ' und der Zukunft ' die Thrawn-Trilogie und vieles im Zusammenhang mit den Solo-Kindern - aber auch eine gewisse Hintergründigkeit inne. So hat das Werk in diesen in das monotone Erzähltempo einfallenden Rückblicken dann auch seine spannensten Momente.
Dabei nimmt 'Der Geist von Tatooine' zunächst schnell Fahrt auf: ohne viel Vorgeplänkel wird der Leser in die Handlung und damit ins Cockpit des 'Falken' hineingeworfen. Die Ausgangslage ist klar: Han, Leia, Chewie und C-3PO reisen nach Tatooine um ein in vielerlei Hinsicht wertvolles alderaanisches Kunstwerk zu ersteigern. Dass es bei einem Feilschen mit den ebenfalls anwesenden Imperialen während der Auktion nicht bleiben wird nicht bleiben wird, überrascht auch nicht. Dies ist die erste Ebene. Doch schon im ersten Kapitel wird auch die zweite Ebene des Buches augenscheinlich ' in Form einer Machtvision Leias'. Im weiteren Verlauf der Handlung führt es unsere Protagonisten auf der Jagd nach dem inzwischen von einem unbekannten Bekannten gestohlenen Bild hinaus aus den schummrigen Bars Mos Espas in die flimmernde Wüste Tatooines. Auch hier deutet Denning viel Potential an, bietet die fiebrige Atmosphäre doch jede Menge Gelegenheiten der leicht nebulösen Grundstimmung zuzuarbeiten. Doch das Potential bleibt eben angedeutet. Es versiegt im Sande Tatooines und Dennings langatmigem Erzählstil. Daran krankt das Buch aus meiner Sicht ' es hätte gut und gerne 150 Seiten kürzer sein können. Obwohl die Handlungsführung zügig ist ' wir müssen uns nicht lange mit Nebensächlichkeiten aufhalten -, dümpelt das Buch allzu oft dahin ohne auf den Punkt zu kommen. Mir sind Absatz 'und Seitenlange Überlegungen zur Überlebensdauer eines Menschen in der Wüste jedenfalls recht gleichgültig. Das Erzähltempo pendelt sich schnell ein und variiert dann auch selbst im Finale kaum noch. Die Kapitel haben 20 Seiten ' Punkt. Das macht den 'Geist von Tatooine' vor allem im Mittelteil etwas zäh, zumal die Leias Rückschlüsse aus ihrer Auseinandersetzung mit der Vergangenheit dann auch eher dünn wirken. Über diese Flaute helfen jedoch glücklicherweise zwei Dinge ein wenig hinweg: zum einen die schon erwähnten Rückblicke im Tagebuch-Stil (nicht sehr originell, aber effektiv), zum anderen die äußerst gelungenen Charakterzeichnungen. Denning kennt seine Figuren. Er gesteht Han und Leia ein wenig mehr Intimität als gewöhnlich zu, was die Chemie zwischen ihnen eher noch stimmiger macht und lässt auch 3PO und Chewie ihre Rollen als 'Fels in der Brandung' und Humorbeauftragter. Ausgesprochen glaubwürdig sind auch die aus der Prequel-Zeit in die Rebellen-Zeit projizierten Figuren.
Mit diesem Charme stellen die Figuren und liebevoll gesponnenen Verbindungen das Rückrat des Buches da und heben den 'Geist von Tatooine' über die Mittelmäßigkeit hinaus. Mehr aber auch nicht, denn die reichlich vorhandenen Längen machen sie nicht völlig wet.
Da war doch noch was? Richtig, zwei nette, harmlose Kurzgeschichten ' sie ergänzen das Bild, erklären aber vermutlich auch den Preis von 14 Euro. 3,5 von 5 quiekende Jawas dieses Restaurations-Projekt.
66 Kommentare| 14 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden| Permalink
Was ist das?

Was sind Produktlinks?

Im Text Ihrer Bewertung können Sie mit einem Link direkt zu einem beliebigen auf Amazon.com angebotenen Produkt leiten. Befolgen Sie diese Schritte, um einen Produktlink einzufügen:
1. Das Produkt, zu dem der Link führen soll, auf Amazon.com suchen
2. Internetadresse des Produkts kopieren
3. Klicken Produktlink einfügen
4. Die Internetadresse in das Kästchen einfügen
5. Klicken Auswählen
6. Wenn Sie den angezeigten Artikel auswählen, erscheint ein Text wie dieser: [[ASIN:014312854XHamlet (The Pelican Shakespeare)]]
7. Sobald Ihre Bewertung auf Amazon.com erscheint, wird dieser Text in einen solchen Hyperlink umgewandelt:Hamlet (The Pelican Shakespeare)

Ihre Bewertung ist auf 10 Produktlinks beschränkt, und der Linktext darf maximal 256 Zeichen betragen.


Produktdetails

3,8 von 5 Sternen
10
3,8 von 5 Sternen
14,00 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime