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Kundenrezension

am 9. August 2013
Spätestens mit dem großen Erfolg von 'Die perfekte Masche' ist die PUA-Szene auch in Deutschland im Mainstream angekommen. Da verwundert es schon ein bißchen, dass es im deutschsprachigen Raum nicht allzu viele und v.a. qualitativ gute Bücher zu diesem Thema gibt. Clarisse Thorns 'Fiese Kerle?' kann diesbezüglich leider auch keine positiven Impulse setzen. Hauptproblem ihrer 'Studie' ist, dass sich ihr Experiment wie eine verschwurbelte Melange aus PUA, BDSM und Feminismus liest. Es fehlt aber an Struktur, analytischer Herangehensweise und einer zumindest ansatzweise wissenschaftlichen Fundierung (z.B. im Sinne einer seriösen sozialpsychologischen Interpretation).

Zugegeben: Thorns subjektive und stets selbstreflektierende Herangehensweise liest sich durchaus sympathisch, leider verbleibt alles im experimentellen, unausgegoren Verquasten. So gewinnt man u.a. den Eindruck, PUA würde sich stets auch irgendwie zu Feminismus und (eingeschränkt) BDSM positionieren (müssen). Dies sind aber lediglich die Interessensschwerpunkte der Autorin. Hinzu kommen von Thorn aufgestellte Kategorisierungen, z.B. im Hinblick auf verschiedene PUA-Typen, die nur aufgrund von Thorns eigenen Erfahrungen in einer lokal eingeschränkten Szene begründet werden, ... oder abgeleitete Interpretationen aus persönlichen Affären mit Pseudo-PUAs, die dann wiederum für Generalisierungen herhalten müssen.

'Fiese Kerle?' kann zwar dennoch durchaus einen Einblick in die Szene geben, die Perspektive ist aber m.E. bestenfalls als schräg zu bezeichnen. Gerade die massive Einbindung der zugegebenermaßen dämlichen Termini Technici für strategische Aufriss-Strategien zeichnet ein äußerst artifizielles Bild der PUA-'Community'. Dabei mag man dann schon mal den Fokus verlieren, um was es eigentlich geht: Es geht nämlich schlichtweg darum, Frauen erfolgreich anzuquatschen und abzuschleppen. Moral hin oder her. Das Abschleppen ist primär das Ziel. Ein mancher mag nun denken, dass das doch nicht so schwer sein kann. Bisschen dumm daher labern und dann Hose runter. Alles easy, usw... Aber einige Menschen haben nun mal Probleme damit. Eigentlich sind diese Personen die relevante Zielgruppe in den PUA-Seminaren. Aber es gibt auch andere, die solche Techniken ebenfalls nutzen wollen, um noch erfolgreicher im Hinblick auf die Abschlepp-Quote zu werden, usw... Nicht zu unrecht stellt Thorn hier die Frage, inwiefern es sich dann um Manipulation handelt, die nur dazu betrieben wird, Frauen auszunützen und ein Spiel (The Game) zu spielen.

Inwiefern Menschen miteinander interagieren, welche Symbole, Gesten und Zeichen sie geben/austauschen, ist dabei kein neues Thema in der Psychologie/Sozialpsychologie/Soziologie. Schade, dass Clarisse Thorns Experiment hier lediglich an der Oberfläche verbleibt. Generell liest sich 'Fiese Kerle?' eher als ein endlos gestreckter Internet-Blog. Das mindert die Glaubwürdigkeit und Aussagekraft im Hinblick auf eine kohärente Entwicklung von Thesen und Argumenten. Stattdessen geht es kreuz und quer. Letztendlich verbleibt die Thematik im Belanglosen. Die Aufzählung der unterschiedlichen PUA-Techniken mit ein bisschen verquirlter persönlicher BDSM-Erfahrung und Sex-Sperenzchen ist dann doch zu wenig. Und dies ist das Schlimmste, was geschehen kann, dass man sich nämlich beim Lesen bereits die Frage stellt: Wieso soll ich mir das überhaupt antun? Was wird eigentlich vermittelt, das auch nur ansatzweise interessant und weiterführend ist?

Letztendlich scheitert Thorn am eigenen Anspruch. Im Untertitel bezeichnet sie ihr Werk als 'hautnahes Experiment'. Als solches betrachtet ist es sicherlich nett zu lesen. Ein Erlebnisbericht oder ein Roman wäre hier angebrachter gewesen. Aber was bleibt übrig, abgesehen von der stets subjektiven Willkür ihrer Ausführungen? Persönliche Einflüsse mögen in ihren Kontexten die Wirkung zeigen, die man sich erhofft. In diesem Fall entsteht leider ein sehr zwiespältiges Bild, das lediglich einzelne Fragen im Rahmen der PUA-Thematik aufwerfen kann, ohne jedoch seriöse und glaubwürdige Antworten zu liefern.
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