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Kundenrezension

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mein erster Charlotte Link Roman und ich bin begeistert!, 4. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Im Tal des Fuchses: Roman (Gebundene Ausgabe)
Eigentlich wollte Ryan Lee nur schnellstmöglich an eine hohe Summe Geld komme, als er beschließt Vanessa Willard zu entführen, die ganz alleine vor einem teuren Auto auf einem abgelegenen Parkplatz steht. Er bringt sie in eine Höhle tief in den Wäldern. Dort soll sie, in eine kleine Holzkiste gesperrt, ausharren bis Ryan Lösegeld von ihrem Ehemann erhalten hat. Doch noch ehe Ryan eine Lösegeldforderung an diesen stellen kann, wird er wegen eines anderen Delikts verhaftet und landet im Gefängnis. Er weiß, dass Vanessa höchstens eine Woche mit den zurückgelegten Vorräten auskommen wird - und entscheidet sich doch dagegen, irgendjemanden in dieses gründlich schief gelaufene Verbrechen einzuweihen. Als Ryan wenige Jahre später aus dem Gefängnis freikommt, holen ihn die Geister seiner Vergangenheit wieder ein. Und auch Vanessas Ehemann Matthew kann mit dem Verschwinden seiner Frau nicht abschließen, da das Verbrechen von damals niemals aufgeklärt wurde! Doch das soll sich ändern als in Ryan Umfeld Dinge passieren, die nur einen logischen Schluss zu lassen: Jemand will sich an ihm rächen!

Dieses ist mein erstes Buch der Autorin Charlotte Link. Da meine Mutter mir aber immer wieder von ihrem Schreibstil und ihrer besonderen Art, sich detailliert mit den Gedanken und dem Innenleben der Protagonisten auseinanderzusetzen, berichtet hat, wollte ich mich auch mal an einen ihrer Romane heranwagen. Da kam es mir gelegen, dass mich ihr neuster Roman auch thematisch sofort angesprochen hat.

Die Handlung hat mir sehr gut gefallen, da die Geschichte wirklich abwechslungsreich erzählt wird. Auf der einen Seite lernen wir Jenna Robinson kennen, die sich gerade von ihrer Langzeitbeziehung getrennt hat und nun in die Nähe ihrer Freundin Alexia gezogen ist. Bei einem Besuch bei eben dieser lernt Jenna Matthew kennen, den Alexia versucht mit ihr zu verkuppeln. Ihr Vorhaben scheitert aber in sofern, als dass Matthew noch lange nicht über seine seit drei Jahren verschwundene Frau hinweg gekommen ist. Er leidet sehr darunter, nicht zu wissen, was damals geschehen ist, ob Vanessa aus freien Stücken gegangen, oder Opfer eines Gewaltverbrechens wurde.
Der andere Handlungsstrang erzählt von Ryan, der gerade aus dem Gefängnis freigelassen wurde, und Nora, die noch während seiner Zeit im Gefängnis Kontakt zu ihm aufgenommen hat und ihn nun bei sich zuhause wohnen lässt, in der Hoffnung, irgendwann eine Beziehung mit ihm aufbauen zu können. In Ryans näherem Umfeld passieren seit er aus dem Gefängnis frei ist immer wieder Dinge, die ganz klar darauf zielen, ihn zu bedrohen und unter Druck zu setzen. Erst denkt er, ein kriminelle Geldverleiher hat es wieder auf ihn abgesehen, dann jedoch passiert etwas, dass noch einen ganz anderen Schluss zulässt... .

Gleich zu Beginn merkt man, dass es Charlotte Link bestens versteht, ihren Lesern jeden einzelnen Protagonisten nahe zulegen. Ryan, den man, ohne sein psychisches Innenleben zu kennen, sofort als kaltblütigen und herzlosen Kleinkriminellen abgestempelt hätte, erscheint durch die detaillierte Darstellung seiner Gefühle und Gedanken plötzlich in einem ganz anderen Licht. Auch wenn er in seinem Leben schon viele Fehler begangen hat und ich zumindest keine Sympathie für ihn übrig hatte, scheint er kein gänzlich schlechter Mensch zu sein. Andere Charaktere hingegen, die man auf den ersten Blick als das personifizierte Gute angesehen hätte, erscheinen im Laufe des Romans als fehlerhafter, als man das je für möglich gehalten hätte. Ich fand es wirklich erstaunlich, wie sehr Charlotte Link sich von diesem "Schwarz-Weiß"-Denken abgrenzt und den Lesern die Welt in allen möglichen Grauschattierungen darlegt.

Generell hat meine Mutter keinesfalls übertrieben, als sie sagte, Charlotte Link würde sich besonders stark in die Köpfe ihrer Charaktere hineinversetzen. Jeder Charakter der Geschichte hat seine eigenen Macken, aber auch seine ganz eigenen Schokoladenseiten. Diese wirken zu keiner Zeit konstruiert oder klischeehaft, sondern gänzlich authentisch. Das liegt vorallem daran, dass die Autorin es schafft, die Gefühle eines Jedes so gut zu beschrieben, dass man meist sehr genau nachvollziehen kann, wieso sich ein Charakter im einen oder anderen Moment gerade so verhält.
Leider zog sich dieses Schema aber nicht durch das ganze Buch hindurch, sodass gerade gegen Ende einige Szene sehr unglaubwürdig erschienen. Dennoch dienen diese Szenen dem Zweck, die Charaktere dem Leser noch näher zu bringen. Denn gerade anhand solcher extremen Situationen, die man kaum begreifen kann, sieht man bestens, wie ein Charakter wirklich gestrickt ist. Ob er charakterlich schwach oder stark ist, dominant oder eher unterwürfig handelt.

Der Roman hat mir wirklich gut gefallen. Er beschönigt nichts, was gegen Ende nochmal sehr deutlich wird, unterschlägt aber auch keinesfalls die Hoffnung, die ganz am Schluss - trotz des düsteren und tristen Themas - wieder durchschimmert. Auch wenn der Roman einige Stellen beinhaltet, die ich als unglaubwürdig einstufen würde, hat er mir so gut gefallen, dass ich ihm die Höchstbewertung geben möchte. Ich kann das Buch gerade in diesen dunklen und düsteren Herbsttagen nur jedem weiterempfehlen, der einen niveauvollen, aber dennoch unterhaltsamen Roman sucht.
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Von 1 Kunden verfolgt

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1-2 von 2 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 16.11.2012, 22:55:03 GMT+1
C. Mathieu meint:
Eine grossartige Rezension! Vielen Dank dafuer! Genauso habe ich es auch empfunden.

Ich kann Ihnen "Das andere Kind" und "Die Rosenzuechterin" ganz besonders empfehlen. Aber im Grunde genommen gibt es keinen enttaeuschenden Roman von Charlotte Link seit "Das Haus der Schwestern".

Selbst die Sturmzeit-Trilogie, an die ich mich erst kuerzlich heranwagte (1245 Seiten sind halt recht zeitaufwendig!), hat mich total gefesselt, obwohl es um deutsche Geschichte von 1914 - 1994 geht und nicht um England oder die Kanalinseln wie in den meisten Buechern von Charlotte Link.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.12.2012, 13:51:52 GMT+1
FiniWini meint:
Vielen Dank für das Lob!

Ihre Empfehlung werde ich mir zu Herzen nehmen und die Bücher demnächst sicherlich in Angriff nehmen!
Bisher habe ich von Charlotte Link nämlich erst das oben rezensierte, "Der Vereher" und "Am Ende des Schweigens" gelesen. Enttäuscht hat mich allerdings tatsächlich keines der eben genannten Werke, ganz im Gegenteil!

Die "Sturmzeit"-Trilogie interessiert mich auch sehr! Mal sehen, wann ich dazu kommen werde, diese zu lesen!

Vielen Dank für den lieben Kommentar und liebe Grüße!
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