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Kundenrezension

VINE-PRODUKTTESTERam 17. August 2010
Auch wenn Pixar und Dreamworks die oberste Liga in Bereich der Computer-Animationsfilme bilden, ist damit nicht gesagt, dass sie die einzigen Studios sind, die (optisch wie auch inhaltlich) sehr gute Filme im besagten Genre realisieren können. Die Sony Pictures Animation Studios, die mit ihrem witzigen Debutfilm "Jagdfieber" und dem sowohl mäßig überzeugenden wie erfolgreichen "Könige der Wellen" ihr Können durchaus unter Beweis stellen konnten, haben mit "Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen" die wohl witzigste Animations-Komödie des Jahres 2010 und gleichzeitig ihren bisher besten Film in die Kinos gebracht.

Der Inhalt des Films ist an das (hierzulande eher unbekannte) gleichnamige, englisch-sprachige Bilderbuch angelehnt. Inwieweit sich Vorlage und Film von der Story her decken, kann ich nicht sagen da auch ich das Buch nicht kenne, aber ich schätze, dass sich die Macher genügend Freiheiten erlaubt und den Stoff an unsere jetzige Zeit angepasst haben. Alles zum Vorteil des Films, versteht sich.
Jedenfalls geht es um den schrulligen Tüftler Flint Lockwood, der wegen seiner zahlreichen Erfindungen in seiner Heimatinsel "Affenfels" mehr belächelt als gelobt wird, da von Diesen keines 100%ig zuverlässig funktioniert. Da die Inselbewohner wegen dem schlechten Sardinen-Exportgeschäft auf ihrer Ware sitzen bleiben und deshalb unter einseitiger Nahrungsvielfalt leiden, wagt sich der kluge und gutherzige Denker an den Versuch, eine Maschine zu bauen, die normalen Regen in Essen jedweder Art verwandeln kann. Und siehe: Es funktioniert wirklich. Die Menschen leben wie im Schlaraffenland; es gibt keinen Essenswunsch, der nicht vom Himmel fällt. Doch als die Maschine an ihre Belastbarkeitsgrenze stößt, wird die Insel von herunterregnenden Nahrungsmitteln regelrecht erschlagen...

Eine einfach gestrickte Geschichte aus einem Bilderband, in dem scheinbar viel Potential steckt. Das scheinen die Autoren des Films wohl erkannt zu haben, denn die holen aus dieser einen Story-Idee erstaunlich viel raus. Sowohl die kleinen Zuschauer als auch die erwachsenen Kino-Fans kommen hier voll auf ihre Kosten, dank der hohen und vielfältigen Gag-Dichte. Neben vielen temporeichen Slapstick-Szenen und urkomischen Situationen garantieren diverse Wortspielereien und kontextbezogenen Anspielungen für Lacher im Minutentakt. Der Humor ist aber nicht der alleinige Motor des Films. In kindgerechter Art werden der schier unstillbare Fast Food-Konsum, überhaupt die Maßlosigkeit und Gier der Menschen in ein kritisches Licht gesetzt. Natürlich darf zum Filmende auch eine Moralbotschaft nicht fehlen (allerdings ohne Verweis mit dem bezeichnenden Zeigefinger), in der auf den gegenseitigen Respekt jüngerer und älterer Generationen eingegangen wird. Von stark betontem Tiefgang zu sprechen wäre übertrieben, aber eine leichte Note von Anspruch darf man "Wolkig..." doch noch nachsagen.

Sonys dritter Film ist nicht mit der optischen Brillanz eines Pixar-Films gleichzusetzen, zumindest wenn es um Detailzeichnungen und realistische Effekte geht. Muss er auch nicht. Man hat sich bewusst für einen cartoon-artigen Stil entschieden:
Alle Figuren fallen von ihrer Gestalt her mit stark ausgeprägten Extremitäten, großen Köpfen und riesigen Kulleraugen auf. Trotz dieser comichaft-übertriebenen Darstellung wirken sie ausgesprochen frisch, sehr menschlich und nachvollziehbar, was nicht zuletzt an ihrer ausdrucksstarken Mimik liegt.
Die Insel "Affenfels" selbst ist kunterbunt gestaltet, und im Verlaufe des Films verwandeln sich die vom Himmel fallenden Leckereien von kleinen Appetithäppchen zu zerstörerischen Geschossen und Naturgewalten, was nicht nur spektakulär aussieht (als 3D-Version vielleicht sogar noch besser), sondern auch actionreich und sinnvoll in die Handlung eingebaut wird. Außerordentliche Animationskunst ohne exzessive Realitätsnachahmung.

Ohne weitere Umschweifungen kann man sagen, dass "Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen" eine verdammt witzige Alternative zu den üblichen "perfekten" Pixar- und Dreamworks-Werken ist.
Absolut empfehlenswert, da sich wegen der genialen Gags (abwechselnd anarchisch, ironisch oder auch zitatgreifend auf andere Filmklassiker) und tollen Ideen der Autoren nicht eine Sekunde Langeweile einstellt. Kenner des Films werden mir beipflichten, wenn ich nur den Begriff FLZNDEFR (Sprich: Flitzen-Deför) nenne, da schießen einem sofort die Lachtränen in die Augen ;)
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