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Customer Review

TOP 1000 REVIEWERon August 1, 2014
Mit literarischem Anspruch kann Lori N. Spielman nicht aufwarten, nicht im allergeringsten, aber vom Marketing her, hat sie alles richtig gemacht. Sie hat einen Roman geschrieben, der sich verkauft wie geschnitten Brot, anspruchslos, sentimental, das, was Pilcher-Leser und vom Alltag Gestresste lieben: Also Taschentücher raus und lesen. Gut, ich habe mein Buch danach verbrannt ...

Doch, doch, Lori Nelson Spielman hat mich überzeugt: sie hat ein altbewährtes Rezept benutzt und es funktioniert wie Hefezopf: die Rechnung geht auf. Ihre Protagonistin, Brett Bohlinger, Mädchen aus reichem Haus, bekommt von ihrer Mutter posthum eine Liste aus ihrer Kindheit zugewiesen, die es abzuarbeiten gilt, bevor es etwas zu erben gibt. Diese Liste abzuarbeiten ist naturgemäss mit allerlei Hindernissen verbunden, die aber natürlich alle mit Bravour genommen werden. Denn so steht’s im Backbuch.

Nein, neu ist die Methode nicht. Und es ist auch nicht alles ganz logisch, so hätte Brett zum Beispiel das Testament ihrer Mutter als sittenwidrig anfechten können, abgesehen davon, dass jedem Kind ein Pflichtteil zusteht und bei den in Frage stehenden Millionen wäre allein dabei schon reichlich rum gekommen. Was sollte also das Gejammer?

Aber darum geht es ja gar nicht: es geht um ... es geht um Romantik, um Sentimentalität, um Trief und Schmalz, um Schnulz und Schmacht, um Herz und Schmerz und hier hat man es; sogar in angenehmer Sprache. Nein, Spielman hat wahrlich nichts Neues erfunden und doch funktioniert‘s. Ich heule und verbrauche Tempos – auch diese Firma profitiert - leide also wunschgemäß mit und nur dann und wann lache ich heimlich über die Protagonistin! Und niemals über die Autorin, obwohl ich schon „immer“ wusste, wer am besten sterben soll, damit ...na ja, damit es funktioniert. Und wie das mit dem Märchenprinzen geht, war auch sonnenklar. Nur, als auch noch der wiedergefundene Paps mit einer Halbschwester mit Downsyndrom im Gepäck auftauchte, ... ei, da habe ich dann wirklich gedacht, selbst für die Kategorie Schmalz und Schnulz – das ist zuviel.

Selbstredend könnte man mit spielender Leichtigkeit das ganze Buch mit dieser Formel „tooooooooooooo much“ herunterschreiben und Null Punkte geben – aber warum sollte ich? Ich habe mich herrlich amüsiert und manchmal braucht frau einfach Herz und Schmerz, Zufall statt Einfall, rechtzeitige Todesfälle, damit das Konzept aufgeht und ein absolut anspruchsfreies Buch für den Feierabend. Besonders, wenn der Liebling auf Reisen ist und nicht hört, wie ich in mein Kissen schluchze.

Fazit: In der Kategorie Herz-Schmerz sicher einer der Verkaufsschlager der Saison. Selbst ich habe es gekauft und nicht geliehen. Auch darüber habe ich geweint. Bitterlich.

Kategorie: Herz-Schmerz
Erschienen: Fischer Krüger Verlag 2014
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