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Kundenrezension

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Die zähe Suche nach dem Stein der Weisen..., 10. Juli 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Harry Potter und der Stein der Weisen (Videospiel)
Nachdem ich vor einigen Jahren den ersten und zweiten Teil der Harry Potter-Reihe auf der PS1 gespielt und danach die Reihe abgebrochen habe, sollte diese Neuauflage für die nächste Konsolengeneration mein Wiedereinsteig in die Harry Potter-Reihe sein. Ich war gespannt darauf, wie EA Games den ersten Teil generalüberholt hat. Leider kann dieser in Spielspaß und Abwechslung nicht mit der originalen PS1-Version mithalten. Immer und immer wieder stellt sich Harry den selben Aufgaben, während die Handlung nebenher dahin plätschert.

Pro:

- Charaktere sehen den Film-Schauspielern ziemlich ähnlich
- Begleitmusik besteht teilweise aus dem Filmsoundtrack und teilweise aus Eigenkompositionen, die sich aber wunderbar in den Stil der Filmmusik einfügen
- einige animierte Zwischensequenzen, die die Filmszenen größtenteils 1:1 umsetzen
- Hogwarts ist relativ weitläufig
- viele versteckte Truhen, Räume und Geheimgänge - bis zu letzt entdeckt man ständig etwas Neues
- Harry kann nach Erhalt seines Nimbus 2000 frei über die Ländereien von Hogwarts fliegen und so auch Orte entdecken, die zu Fuß nicht zu erreichen sind
- 101 Sammelkarten von berühmten Hexen- und Zauberern - zu jeder Karte gibt es eine kurze Beschreibung, die sogar mit Sprachausgabe vorgetragen wird! So macht das Sammeln Spaß!
- Tag- und Nachtmodus
- Nebenquests abseits der Hauptgeschichte
- ausführliche Bedienungsanleitung
- wer stirbt, der startet direkt unmittelbar am Todespunkt erneut

Contra:

- Grafik ist sehr schwammig, besonders im Außengelände von Hogwarts. Ist Harry zu Fuß unterwegs, flimmert die Umgebung sehr stark. Lustigerweise tritt dieser Effekt auf dem Besen nicht auf. Da weiß das Außengelände durchaus zu gefallen.
- einige Bugs, wie unsichtbare, angeblich ansprechbare Personen, fehlerhafte Schattenwürfe, Hänger beim Nachladen der Soundkulisse oder der Musik und festhängende Charaktere (besonders die Treppen zum Anleger runter sind zu Fuß kaum zu überwinden)
- wenig Abwechslung innerhalb der Aufgaben - die Nebenquests sind immer wieder nach dem Prinzip "Suchen und Finden" aufgebaut und die Hauptquests sind wenig abwechslungsreich und folgen kaum der Haupthandlung
- Rahmenhandlung ohne Vorkenntnisse nicht zu verstehen! Man muss mindestens den Film gesehen haben, um der Handlung folgen zu können. Dafür wurden einfach viel zu viele Dinge ausgelassen.
- unverhältnismäßig stark schwankender Schwierigkeitsgrad
- Bohnen lassen sich nur nachts eintauschen, nicht aber tagsüber - schade, denn tagsüber braucht man die Kraftschübe, die man u.a. dafür bekommen kann, am dringendsten
- zu wenige Truhen, die einen Kraftschub beinhalten - zum Ende des Spiels sorgt das für mächtig Frust (siehe unten)
- wer stirbt, der startet nur mit halber Kraftreserve von nur einem Blitz (selbst wenn man weitere Blitze freigespielt hat), was so ungefähr 5-6 Treffer sind, bevor man wieder hopps geht. Hat man alle Kraftreserven bereits eingesammelt und alle Truhen geöffnet, dann hat man keine Chance mehr, seine Kraft weiter zu steigern (mit Ausnahme der Zufallstruhe im Bohnen-Tauschladen)

Vor allem mir fiel beim Spielen deutlich auf, dass man in diese Neuauflage nicht die gleiche Liebe gesteckt hat, wie in die PS 1-Version. Eigentlich sehr schade! Konnte man dort noch die Winkelgasse ausführlich besuchen, bei Gringotts mit einer Art Achterbahn fahren, sich insgesamt freier und eigenständiger bewegen, die Zauber mithilfe von gezeigten Tastenkombinationen erlernen, öfters Quidditch spielen und einen ausführlicheren Blick in die Haupthandlung erhalten, besucht man jetzt in der Neuauflage nur einmal kurz den Zauberstabladen, kann sich nur mit Besen und zu Fuß fortbewegen (so nette Zwischenpassagen wie Achterbahnfahren entfallen), erlernt die Haupthandlung durch kleine Level, die zu bewältigen sind, die aber nichts mit der Rahmenhandlung zu tun haben, kann nur einmal Quidditch spielen und stellt sich so einige Fragen bei der Haupthandlung. Es gibt nur einen Punkt, wo die PS2-Ausgabe ganz klar die Nase vorn hat: Bei der Grafik und dem Aussehen der Charaktere. Wer großartige Abwechslung erwartet, ist hier aber falsch. Immer und immer wieder wird man mit Mini-Leveln konfrontiert, die nichts mit der Handlung zu tun haben und das Spiel künstlich in die Länge ziehen. Einige davon sind nett designt und sorgen auch für Spielspaß, können aber irgendwann recht langwierig sein. Schade ist, dass die Haupthandlung häufig nur durch Zwischensequenzen weitergetragen wird, in die man selten eingreifen kann. Wo man auf der PS1 noch Fluffy selbst in den Schlaf flöten konnte, ist das Vorbeikommen an Fluffy nun nur noch eine Zwischensequenz. Schade, denn genau sowas hätte für Abwechslung gesorgt. Stattdessen werden die gleichen öden Dinge immer wieder ausgereizt. Auch das Einschleichen in die Bibliothek wurde gnadenlos übertrieben, sodass diese Aufgabe zu einer nervenzerreißenden Sache wird, denn man kann sich kaum an den Wachen vorbeischleichen. Rennen war hier für mich die beste Alternative und dann so lange probieren, bis man aus Zufall mal nicht gefangen wird. Den größten Spielspaß hat mir ehrlich gesagt das Sammeln der Sammelkarten und das damit verbundene Erkunden von Hogwarts bereitet. Wenigstens hier wurde größtenteils viel Wert auf Details gelegt und man entdeckt das gesamte Spiel über immer neue Türen und Gänge.

Für abschließenden Frust hat allerdings das Ende des Spiels gesorgt, denn wer stirbt, der startet am Todespunkt wieder durch. Bis dahin alles schön und gut, aber wird unserem wiederauferstandenen Harry nur eine Kraftreserve von einem halben Blitz gewährt. Hat man in seinem Todeskampf davor bereits alle Kraftspender und Zaubertränke aufgebraucht, dann bleiben diese verbraucht. Harry darf ca. 5-6 Treffer einstecken, bis ihn wieder das zeitliche segnet. Da bringt es auch gar nichts, wenn man, wie ich, am Ende fünf Kraftblitze hat. Die vier zusätzlichen Blitze waren bei mir am Ende standardmäßig leer... Da ich zuvor schon alle Truhen in Hogwarts geleert hatte, gab es keine weiteren Kraftreserven mehr. Kraft kann man am Ende nur noch erhalten, wenn man die gesammelten Bohnen gegen die Nutzung der Zufallstruhe tauscht. Leider sagt es schon der Name: Es entscheidet der Zufall, ob man Stinkbomben, neue Bohnen oder doch die heiß ersehnte Kraft bekommt. Jedoch können die blauen Gefäße, in denen sich die Bohnen befinden, nur ein mal am Tag, bzw ein mal pro Nacht geplündert werden. Auch dieser Kraftschub hält also nicht lange vor. Eingetauscht werden können die Bohnen sowieso nur nachts. Die schwierigsten Quests muss man aber tagsüber bestehen. Zwar gibt es bei jeder Quest eine gewisse Anzahl vorhandener Kraftspender, aber wenn man diese aufgebraucht hat und stirbt, dann steht man bei dieser halben Kraftanzeige und kommt aus dem Teufelskreis kaum wieder heraus. Vor allem auch am Ende, im Kampf gegen Voldemort, wird es einen in die Verzweiflung treiben. Es wird niemanden geben, der diesen Kampf gleich beim ersten Versuch besteht. Nach dem Tod startet man also mit einer halben Kraftanzeige und hat keine Chance, diese irgendwie wieder zu steigern. Man darf also 6 leichte Treffer oder 4 schwere Treffer der geisterhaften Wölfe einstecken. Ein kleines Meisterstück, will ich hinzufügen... Ich habe dafür ganze zwei Stunden gebraucht, in denen ich den Kampf wieder und wieder gespielt habe. Dummerweise ist es danach noch nicht vorbei. Der tatsächliche Kampf gegen Voldemort kommt erst danach, der aber glücklicherweise deutlich leichter ausfällt, auch wenn dieser eine halbe Stunde der Übung gefordert hat. Dieses frustrierende Ende lässt einen schnell den Spielspaß davor vergessen, welcher ja ohnehin nur ab und zu wirklich durchschimmern konnte.

Jedem PS2-Besitzer möchte ich hiermit wirklich ans Herz legen, lieber die PS1-Version zu kaufen. Für all diejenigen, für die Abwechslung und Spielspaß wichtiger sind als grafische Qualität, gilt eben doch die Devise: Früher war alles besser! Dennoch: Auch diese Neuauflage hatte ein paar schöne Passagen und gerade das Erkunden von Hogwarts ist wirklich gelungen und ein netter Zeitvertreib abseits der Handlung. Zurück bleibt aber größtenteils Enttäuschung und Frust nach einem stundenlangen Endkampf, aus dem man nur mit reichlich Übung herauskommt.
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