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Kundenrezension

am 28. Januar 2014
1995 war es soweit: Roxette lancierten ihre erste Greatest Hits-Platte. Als bekennender, langjähriger Fan war das bestimmt keine Veröffentlichung, auf welche ich damals brennend gewartet hatte. Nun, schon viel mehr interessierten mich jedoch die neuen Gustostückerln, welche den Kaufreiz (u.a.) auch bei den Hardcore-Sammlern auslösen sollte.

Die Best-Of-Sammlung "Don't Bore Us - Get To The Chorus" beginnt mit der Up-Tempo-Nummer "June Afternoon". Viel Gitarre, gutes Feeling, schöne Bridge von Marie, ein paar Sixties-Einflüsse...ein eigentlich feiner, neuer Pop-Song und ein Vorgeschmack auf die Gessle-Soloplatte von 1997.
Schade nur, hat sich Gessle bei der Melodieführung des Refrains dermassen frech und einfallslos beim Album-Track "Small Talk" ("Joyride-Album", 1991) bedient und diesen beinahe 1:1 recycliert - dieser Starter wäre sonst ein echt klasse Song geworden. So aber lässt sich die Enttäuschung ab der fehlenden Inspiration im Refrain doch nicht ganz verleugnen.

Weiter geht die Greatest-Hits-Fahrt mit der Vorab-Single "You Don't Understand Me", geschrieben von Gessle in Kooperation mit - man Staune - Desmond Child (US-Hit-Komponist für Alice Cooper, Kiss, Bon Jovi u.s.w.). Dieses Teamwork liess den Fan hohe Erwartungen hegen, das Resultat jedoch war bedauerlicherweise unsagbar ernüchternd:
Die einschläfernde Ballade besitzt kaum Hitpotenzial, es fehlt an Kreativität an allen Enden und Ecken, erschreckend flach und reizlos ertönt der Refrain - trotz Marie's herrlichem Gesang. Diese Kooperation war (zum Glück) einmalig und man könnte beinahe auf die Idee kommen, der Titel dieser Single beziehe sich auf diese unfruchtbare, wenig zielführende Zusammenarbeit...da hatten sich zwei erfolgreiche Songwriter irgendwie "nicht verstanden". Der Song geriet (zu Recht) bereits früh nach Veröffentlichung in der Versenkung, fand kaum Einlass in die europäischen Hit-Listen und wurde durch Roxette weder Live gespielt noch auf weiteren Greatest-Hits-Alben aufgegriffen oder von Radio-DJs gespielt.
Roxette hatten unglücklicherweise auf das falsche Zugpferd gesetzt um ihre erste Best-Of-Platte erfolgreich zu promoten. Diese Single war doch eher ein lahmes Pony...

Danach folgen jedoch die richtigen Sahnehäubchen - und zwar eine geballte Ladung davon. Roxette präsentieren in chronologischer Reihenfolge ihre grossen Kassenschlager und veröffentlichen erstmals auf einem offiziellen Album den Nummer 1-Hit "It Must Have Been Love" (vorgängig nur als Single bzw. auf dem "Pretty Woman"-Soundtrack oder als Country/Live-Version auf "Tourism" erhältlich) sowie den Top 20-Hit "Almost Unreal" (vorher nur als Single erhältlich oder auf der Soundtrack-CD vom Kino-Flop "Super Mario Bros." von 1993). Wer die Singles dieser beiden Soundtrack-Hits nicht zu Hause stehen hatte, wurde infolgedessen durch den Kauf dieser Hit-Kollektion durchaus zusätzlich "belohnt".

Klar, jetzt könnte der Feinschmecker noch die Diskussion führen, weshalb denn der Schlepper "Vulnerable" und nicht das süffige "Run To You" oder das harmonische "Fingertips '93" oder gar die Ballade "Queen Of Rain" im Greatest-Hits-Katalog von 1995 aufgeführt wurden. Nun, Fakt ist: Ab 1992 bekundeten Roxette leider zunehmend Mühe bei der Platzierung von erfolgreichen Singles in den europäischen Charts (Ausnahme: "Sleeping In My Car"). Und die eben erwähnten Titel stammen genau aus dieser Phase. Ich denke, das Duo hat hier wohl die beste Platzierung gelten lassen und basierend auf Verkaufszahlen diese Greatest Hits-Platte bestückt.

Jedenfalls zeigt diese Kollektion noch einmal auf, welch farbenfrohe und reichhaltige Popmusik uns das Duo Ende Achtziger-, anfangs Neunzigerjahre bescherte. Diese CD gibt ganz klar einen schönen Einblick in die allerbeste Schaffensphase von Marie und Per. Allerspätestens ab dieser Best-Of-Veröffentlichung ging den erfolgsverwöhnten Schweden nach und nach die Puste aus.

Roxette schliessen das Album mit zwei neuen Songs ab: "She Doesn't Live Here Anymore" und "I Don't Want To Get Hurt". Der erstgenannte Song (aus den "Crash! Boom! Bang!"-Sessions) überzeugt mit viel Drive, einer hübschen Melodie und dem wohlgenährten Gitarren-Gewand aus "Sleeping In My Car". Der Song wurde im April 1996 als Single veröffentlicht und weder Fans noch Radio-Stationen schenkten diesem rockigen Song ihre Beachtung. Kurz: Dieser Song löste leider gar nichts aus - obwohl das Duo im Booklet von "Don't Bore Us - Get To The Chorus!" aussichtsreich erläuterte, dass dieser Song eine neue Ära bezüglich Sound- und Klanggewand einläuten soll. Schade...

Zu guter Letzt das bereits genannte "I Don't Want To Get Hurt". Nur um das hier klar zu stellen: Diese Ballade ist um Galaxien besser als die oben erwähnte Einschlafhilfe "You Don't Understand Me". Gessle führt noch einmal eine feine Klinge beim Songwriting und Marie überzeugt in vollem Masse mit ihrem Gesang. Dass sich Roxette beim Arrangement ihrer Balladen beinahe gänzlich von den markanten, elektrischen Gitarren verabschiedet hatten, hört man leider auch hier. Die Wucht, Ecken und Kanten aus "Excited", "Almost Unreal", "Listen To Your Heart" oder "Fadin' Like A Flower" hatten Marie und Per ab 1994 bedauerlicherweise aus ihren Balladen verbannt. Bei "I Don't Want To Get Hurt" stimmt - trotz beinahe vollständig fehlenden Gitarrenparts - sonst wirklich vieles. Eine feine, richtig schöne Ballade zum Abschluss dieser Platte.

Klar, die Veröffentlichung einer Best-Of-Platte löst beim langjährigen Fan eigentlich nie Begeisterungsstürme aus. Mit ein wenig Distanz betrachtet erhält der Käufer aber bei diesem Produkt ein wahrlich ausgezeichnetes Bouquet an Pop-Kunst. Dass sich das Duo mit den neuen Titeln doch etwas unbedarft verdaddelt und nur halbwegs zu überzeugen weiss, kostet den beiden Schweden leider einen Stern. Ansonsten kann ich diese Best-Of-CD von Roxette aus dem Jahre 1995 vollumfänglich und aus tiefstem Herzen weiterempfehlen. 4 Sterne satt.
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