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Kundenrezension

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beeindruckendes Metical, 7. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Nostradamus (Audio CD)
Ich habe zu Nostradamus jetzt schon manche Rezension gelesen, sowohl positive wie auch negative. Bis auf wenige nichtssagende Rezensionen finde ich mich in allen irgendwie wieder. Das hatte mich dazu veranlasst, diesen neuesten Output von Judas Priest ein bisschen länger zu hören. Vielleicht hat sich in dieser Zeit meine Herangehensweise an das Album verändert, denn inzwischen finde ich es schweinegeil. Wenig hilfreich ist es, eines der älteren Referenzscheiben von Judas Priest heranzuziehen, dann läuft man unweigerlich Gefahr, eine Enttäuschung zu erleben. Andererseits ist dieses Dingen aber trotzdem ganz klar Priest und letztlich auch mit hohem Wiedererkennungswert. Dadurch ist es natürlich schwer, sich nur über die Musik dem Album zu nähern. Wie auch immer, sie haben uns vordergründig ein Konzeptalbum vorgelegt. Auch da gibt es Referenzalben auch außerhalb des Metal wie z.B. The Wall oder Thick as a Brick. Aber auch damit bin ich an Grenzen gestoßen. Die genannten Alben sind Meisterwerke, jetzt könnte man Nostradamus daraufhin abklopfen, ob es ein solches geworden ist. Konzeptalben haben immer so ein bisschen den Flair des Meisterlichen oder aber sie sind an diesem Anspruch großartig gescheitert. Zu diesen Gescheiterten fällt mir allerdings gerade kein Beispiel ein. Nostradamus ist für mich keineswegs ein solches gescheitertes Werk, aber irgendwie auch wieder nicht mit den bekannten Konzepten vergleichbar. Ja watt denn nu, könnte man hier zu Recht bemerken. Ich empfehle hier einfach, die bekannten Referenzen auszublenden und sich dem Album mal völlig unbefangen nähern. Keine leichte Aufgabe, da - wie eingangs erwähnt - Judas Priest nun mal eine außergewöhnliche Historie vorweisen können. Bei den ersten Durchläufen wird man beruhigt feststellen, dass da schon ein paar absolute Knaller komponiert worden sind. Aber auch stellt man fest, dass sehr viel klassische Musik Einzug gehalten hat. Beweis ist der Dank an Don Airey und der Einsatz von Gitarrensynths. Das erste harte und getragene Stück Prophecy wird von dem Intrumental Dawn of Creation eingeleitet. Das kommt live bestimmt sehr gut und wenn dann die harten Gitarren einsetzen, bekommt das Publikum zunächst ein erstes Mal die Locken geglättet. Hier fällt auch auf, dass Rob Halford sich mehr auf den Gesang konzentriert und da er außerhalb der spitzen Schreie über sehr viel Charisma in seiner Stimme verfügt, muss ich sagen, dass sich der Auftakt sehr gut anlässt. Das akustisch eingesungene Awakening leitet das ebenfalls getragen gespielte Revelations ein. Die Qualität dieses Songs bleibt im Vergleich zum Auftakt ebenso hoch. Bei dem dann kommenden Pärchen four Horsemen/War gibt es dann doch eine Stilveränderung. Die Atmosphäre ist sehr dicht und das Ganze kommt sehr bombastisch rüber. An einem Punkt von War fühlte ich mich in einen der Blockbuster wie Fluch der Karibik versetzt. Im dann folgenden vierten Pärchen ist für mich mit Pestilence and Plague ein kompositorischer Höhepunkt gelungen. Ein hymnenhafter Refrain auf italienisch gesungen - schon toll, ohne Zweifel. Danach spielt dann plötzlich Tony Iommi mit, oder zumindestens hätte ich mich in jüngerer Vergangenheit gefreut, wenn er sowas mal hinbekommen hätte. Death ist Doom pur, Black Sabbath in den besten Tagen lassen grüßen. Seite 1 wird mit Conquest, Lost love und Persecution abgeschlossen. Insbesondere Persecution ist wieder herausragend in Komposition, Gesang und Melodie. Lost Love ist für sich betrachtet vielleicht eine etwas schwächere Ballade, passt aber sehr gut in dem Gesamtkontext. Seite 2 wird wieder intrumental eröffnet und mündet in eine hymnenhafte, harte Ballade vom Feinsten - Exiled. Im Stück Alone wird getragener Metal mit akustischen Elementen verwoben, Melodie des Refrains wieder ganz große Klasse. Die mittleren Songs von Seite 2 bieten wieder das bekannte Muster Akustik bzw. Klassisches leitet Metal ein, ohne allerdings bereits bekannte Melodien oder Riffs zu wiederholen. Sie haben aber nur die Aufgabe, auf den Schluss hinzuarbeiten. Das Titelstück Nostradamus wäre auf jedem alten Referenzalbum von Priest eine Perle gewesen. Hier zeigt vor allen Dingen Rob Halford, dass er seine Fähigkeiten hinsichtlich seiner spitzen Schreie nicht verlernt hat. Trotzdem fällt bei ihm auf, dass er sich wie schon auf dem letzten Album mehr auf das Singen konzentriert. Vielleicht ist das ja seinem Alter geschuldet, aber er wirkt nicht so, als müsse er sich einschränken. Aber sei's drum, der Abschluss des Albums Future of Mankind, stramme 8 Minuten lang ist wieder alles zusammen, getragener Metal, Doom, Hymne und geiles Gitarrensolo. Mit Soli sind sie auf dem übrigen Album etwas sparsamer umgegangen. Von der Dramaturgie her haben uns Priest eine Art Musical unter den Metallern vorgelegt. Ich habe es für mich mal ein Metical genannt. Alles in allem finde ich das Werk sehr gelungen, ob es ein Meisterwerk ist, wird die Zeit bringen. Ich denke, es eignet sich auch sehr für eine opulente Livedarbietung, möglicherweise eine Aufführung wie bei einem Musical, wer weiß. Für dieses Werk sind allemal 5 Sterne zu vergeben. Ein Vorezensent schrieb überambitioniert. Das ist durchaus möglich, aber ich find's klasse.
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