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Kundenrezension

am 3. Juni 2009
Gute 4 Jahre haben die Urgesteine des Neo-Prog aus England gebraucht, um einen Nachfolger für "Dark Matter" aus der Taufe zu heben. Hierbei ist erschwerend zu berücksichtigen, dass mit Martin Orford (Keys) ein Gründungsmitglied von Bord ging - ein Verlust, den es sowohl kompositorisch, als auch soundtechnisch zu kompensieren galt, hatte der Tastenmann doch bisher maßgeblichen Anteil am Sound IQ's. Der neue Mann an den Tasten nennt sich Mark Westworth und vorweg: er ist nicht Orford, aber er macht seine Sache so gut, dass man den guten Martin nicht wirklich vermißt. Zum Wesentlichen, die Musik:
"Frequency" bietet einen tollen Songaufbau, wie man ihn von IQ gewohnt ist: balladesker, ruhiger Anfang, Spannungsaufbau, eine kleine Explosion in tollen Gitarren- und Keyboardharmonien - dazu der unverkennbar ebenso dezent wie virtuos gezupfte Bass von John Jowitt, erzählerisch gestaltete Gesangslinien, in Szene gesetzt von Peter Nicholls' wie so oft überirdischem Gesang - begeisternd!
"Life Support" baut ähnlich auf, mündet aber in einem puren Instrumental, das für meine Begriffe ein wenig zu sehr um schräge Keyboardsounds bemüht ist - dennoch: um ein Stück dieser Machart zu schreiben hacken sich andere Musiker sämtliche Körperteile ab, da läßt sich dieses kleine Manko leicht verschmerzen.
"Stronger than Friction" bietet IQ pur und hätte auch locker auf dem starken (Nicholls-)Comebackalbum "Ever" von 1993 stehen können. Sehr schön scheint hier der IQ-typische, melancholisch-düstere Unterton durch, der sich durch das ganze Stück zieht - großes Kino!
"One fatal Mistake" erhielt als erster "richtiger" Lovesong in der Geschichte von IQ seitens der Fachpresse eine Menge Vorschusslorbeeren - zurecht! Zwar hat man es hier nicht mit einer Überballade zu tun, doch schafft es Nicholls hier allein mit seinem Gesang, eine wunderschöne Gänsehautatmosphäre zu schaffen - stark!
"Ryker Skies" ist ein wenig schräg ausgefallen und steht für den Sound der unmittelbaren Vorgängeralben wie "Dark Matter" bzw. "The 7th House", kreuzt diesen aber gekonnt mit den bewährten, leicht düsteren Soundzutaten der IQ der 80er. Das Stück benötigt vielleicht 2-3 Durchgänge, dann aber ist neben dem Titeltrack das zweite Highlight von "Frequency" ausgemacht. Beeindruckend: der schleppende Bass/Gitarrenpart nach der Einleitung, fast schon doomig.
"The Province" ist nicht von dieser Welt! Punktum und ganz einfach. IQ loten hier ihre Grenzen neu aus, bedienen sich verschiedener Elemente des ausladenden 70's Prog à la Yes und Co. und verschmelzen diesen phasenweise mit fast schon speedigen Metal-Einlagen. Gebannt lauscht man einer rund 13minütigen Reise in verschiedene Welten der Rockmusik und taucht ein in die lyrische Welt des Peter Nicholls. Seit "Guiding Light" zeigten sich die Briten nicht mehr so sehr auf experimentiellen Pfaden.
"Closer" bietet nach dieser Achterbahnfahrt einen wahrlich krönenden Abschluss und ist nach meinem persönlichen Dafürhalten einen Tick stärker als "One fatal Mistake". Eine akustische Gitarre bereitet den Boden für ein tolles, ruhiges und ausdruckstarkes Stück Musik, das man in dieser Form nicht unbedingt von IQ erwartet hätte. Würde Progressive Rock noch eine Lobby im Radio haben: hier wäre das Referenzstück für die Heavy-Rotation.
Fazit: IQ erfinden den Progressive-Rock nicht neu und bleiben in erster Linie sich selbst treu. Die Songs in ihrer Gesamtheit wirken ambitionierter als auf dem im Nachhinein bisweilen sterilen Vorgängeralbum "Dark Matter" Auffällig ist zudem die irgendwie erdiger wirkende Produktion, die den Songs einen wärmeren Anstrich verleiht."Frequency" beweist, dass anno 2009 auch klassicher Progressive Rock (mit leicht modernisierenden Zutaten) eine absolute Daseinsberechtigung hat und nicht die ganze Welt nach Mastodon oder Procupine Tree schreien muss. Gute Musik ist zeitlos und in diesem Sinne müßte sich die Konkurrenz stark anstrengen, um das aktuelle Werk von IQ zu toppen.
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