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Kundenrezension

am 27. Oktober 2012
Ein Quantum Trost hätte ich benötigt, nach diesem Machwerk.
In Vorfreude auf Skyfall habe ich mir gestern wieder einmal Casino Royale und im Anschluss eben diesen Streifen auch nocheinmal angesehen. Ach hätte ich es nur bleiben lassen!
Zwar war Casino Royale ja auch schon alles andere als ein echter Bond Film, blendet man die vergebliche Erwartung an, zumindest hin und wieder mal aufblitzendes "Bondfeeling" allerdings aus, so bleibt wenigstens immer noch ein mitreißender, handwerklich hervorragend gemachter Thriller, der an Spannung und Storytiefe kaum Wünsche offen lässt.

Nicht so der Nachfolger!
Als Bond Film fehlt diesem alles, was die Reihe bislang ausgemacht hat. Als Actionreißer fehlt es ihm an Spannung, als Drama die Tiefe und als Polit-Thriller eine intensiv recharierte Auseinandersetzung mit dem zugrunde liegenden Thema.
Letzteres wäre der einzige Aspekt an diesem Streifen, der tatsächlich Pluspunkte hätte sammeln können. Die Verflechtung zwischen Politik, Habgier und Ausbeutung ärmster Gesellschaftsschichten durch lebenswichtige Rohstoffe (Wasser), hätte doch wahrlich genügend Potential besessen, einen mittreißenden, tiefgründigen und spannungsgeladenen Film zu produzieren. Statt dessen wurde dies als lieblos dahingeworfener MacGuffin verschwendet.

Nichts desto trotz hätte man diesen Streifen wenigstens noch als eine Art "Brückenfilm" akzeptieren können, hätte man sich dazu entschlossen, das Thema QUANTUM wirklich zu vertiefen, so dass Ein Quantum Trost als Neugierigmacher für Kommendes hätte dienen können. Nach der Szene in Bregenz hat man das Thema dann aber nur noch links liegen lassen.

Was blieb also?
Ein "Irgendwie isses ja doch ein Bond-Film - also lasse ich mich wenigstens 100 Minuten davon unterhalten" Streifen?
Nein, beim besten Willen, es funktioniert einfach nicht! Epileptisch anmutendes Kameradauergewackel, das nur hie und da kurz erahnen lässt, was eigentlich gerade passiert, zerstört das letzte bisschen Fimgenuß.
Aber es soll ja Leute geben, die es trotzdem noch irgendwie schaffen, dem Geschehen zu folgen. Dem musste natürlich vorgebaut werden, durch einen hektischen Schnitt, der verhindert, dass man auch nur einen rudimenterären Überblick über die gerade ablaufenden Ereignisse erhält.
Was ist da passiert!?! Hat man einen Versuchsschimpansen unter Drogen gesetzt, ihm eine Schere in die Hand gedrückt, und ihn anschließend im Schneideraum einesperrt?

Was bei Bourne gut funktioniert hat, das muss noch lange nicht bei Bond funktionieren. Nichts desto Trotz ist diese "Wackel-wackel-Schnitt-wackel-undeffinierbarer Bildausschnitt-wackel-Schnitt-Schnitt-wackel-Schnitt - Mode-Filmtechnik", die in den letzten Jahren leider derart oft adaptiert wurde, und schon mehr als nur einen Film gründlich versaut hat, bereits wieder gewaltig im abflauen.
Das lässt doch hoffen, auf viele neue Filme, die man sich auch tatsächlich ansehen kann, ohne unkontrollierte Zuckungen, oder ähnliche Neurosen, als Folgeerscheinungen eines Kino/Fernseh-Abdends befürchten zu müssen.
Für Ein Quantum Trost kommt das sich abzeichnende Ende dieser Modeerscheinung jedoch leider zu spät.

Gerne hätte ich für die oben beschriebene, meines Erachtens durchaus gute, Grundidee wenigstens zwei Sterne vergeben, aber die lieblose Umsetzung derselben lässt das dann doch nicht zu.
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