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Customer Review

on April 27, 2009
Als ich damals den ersten Transporter-Film im Kino gesehen hatte, war ich hin und weg. Die Story ging in Ordnung, die Action war klasse inszeniert, vor allem die Verfolgungsjagden. Aber auch die Martial-Arts-Einlagen waren toll und nicht zuletzt hatte auch das südfranzösische Setting enorm zur Atmosphäre beigetragen. Ich fand den Film damals spitze und es war klare Sache, dass ich mir die DVD kaufen würde. Auch heute noch gehört "The Transporter" definitiv zu den besten Action-Filmen, die ich bis dato gesehen habe.
Dann kam der zweite Teil. Hier wirkte die Story wirklich bloß zusammengeschustert, um einen Grund für die Action-Szenen zu haben - diese waren aber nach wie vor toll in Szene gesetzt und es machte Spaß zuzuschauen. Logik und physikalische Gesetzmäßigkeiten hatten eine untergeordnete Rolle, was ich keinesfalls schlimm finde. Ein Action-Film soll ja schließlich in erster Linie Action bieten.

Und nun haben wir hier den dritten Teil und auch diesen habe ich im Kino gesehen. Dieses Mal hat Olivier Megaton Regie geführt - und den Film in weiten Teilen leider ziemlich verhunzt, genauso wie Luc Besson, der wie gewohnt das Drehbuch geschrieben hat.
Doch fangen wir zunächst mit dem Positiven an. Wieder spielt Jason Statham alias Frank Martin die Hauptrolle und wieder gibt es einen ausgewogenen Mix aus Verfolgungsjagden und Martial-Arts-Szenen. Dabei sind insbesondere die Verfolgungsjagden durchaus gelungen und unterhaltsam.
Storymäßig geht es um einen umweltbewussten (!) Politiker und ein paar böse Buben, die weniger umweltbewusst sind. Um den Politiker von den Vorschlägen der Bösen zu überzeugen, wurde seine Tochter in deren Gewalt gebracht. Tja, und genau die soll Frank Martin in den Ostblock kutschieren, genauer gesagt nach Odessa. Die Story geht somit auch so einigermaßen in Ordnung, wenngleich natürlich sofort Parallelen zum ersten Teil deutlich werden - schließlich war auch damals schon das zu transportierende Paket die weibliche Hauptdarstellerin. Wichtig ist noch zu erwähnen, das beide ein explosives Armband bei sich tragen, weswegen sich weder Frank noch die Politikertochter (verflucht, wie heißt sie denn noch gleich?) mehr als 20 Meter vom Auto entfernen dürfen. Dieser kleine Umstand führt zu manch aberwitziger Situation.
Doch leider sind das auch schon alle positiven Aspekte, die ich dem Film abgewinnen kann. Ich weiß ja nicht, welcher Teufel Luc Besson beim Schreiben des Drehbuchs geritten hat, aber diesmal wird versucht, inmitten der ganzen Action auch noch eine Liebesgeschichte zu platzieren. Nachdem die Politikertochter nämlich wenig gesprächig in Franks Auto gesessen und nebenbei das Klischee einer billigen Ostblock-Nutte (man verzeihe mir den Ausdruck, aber es kommt im Film wirklich so rüber) glaubhaft vermittelt hat, entpuppt sie sich doch tatsächlich als Gourmet! Ja und Frank hat natürlich auch jede Menge Ahnung von gutem Essen und so freunden sich beide miteinander an. Die Beziehung gipfelt dann in einer pseudo-erotischen Szene in der zu allem Überfluss auch noch versucht wird, Frank einen tieferen Charakter zu geben ("Ich glaube fast, du [Frank] lebst allein - innerlich wie äußerlich"; O-Ton Politikertochter). Sorry Jungs, aber die Romanze ist so glaubhaft wie die Behauptung, ein Nacktmulch hätte einen IQ von 180. Das ganze Liebesgeschwafel wirkt derart aufgesetzt, dass es schon fast wehtut! Zudem zieht sich dieses Romanzen-blabla durch nahezu den ganzen Film und bremst die Action somit vollkommen aus. Zwar gab es auch im ersten Teil schon eine solche Romanze, diese hielt sich jedoch vornehm und angemessen im Hintergrund.
Der zweite ganz große Negativpunkt ist für mich ein Virus, der in letzter Zeit so ziemlich jeden Action-Film infiziert hat: viel zu schnelle Schnitte! Die Verfolgungsjagden gehen ja soweit noch klar, wie gesagt, die finde ich auch echt gelungen und witzig. Aber die Martial-Arts-Szenen sind eher verwirrend als cool. Kaum eine Einstellung dauert länger als eine halbe Sekunde, dem Zuschauer wird jede Möglichkeit genommen, sich in Ruhe auf den Kampf zu konzentrieren. Ich verstehe einfach nicht, warum diese extrem schnellen Schnitte so populär geworden sind? Ist denn heutzutage niemand mehr in der Lage, eine vernünftige Kampf-Choreographie zu erstellen? *kopfschüttel* *tiefes seufzen*

Wie auch immer. Als Fazit lässt sich sagen, dass "Transporter 3" durchaus ein solider Action-Film geworden ist, der leider ein paar Mängel aufweist, die zusammen fast einen Genickbruch für den Film darstellen. Kaufen sollte man sich die DVD nicht, aber für einen unterhaltsamen Filmeabend lohnt es sich durchaus, sich den Film aus der Videothekt zu besorgen.
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