Sale Sale Hier klicken Jetzt informieren Book Spring Store 2017 Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More Hier klicken HI_PROJECT Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle JustinTimberlake BundesligaLive wint17

Kundenrezension

am 14. Juli 2012
Die alleinerziehende Polizistin Jo Birmingham bekommt zum ersten Mal einen Fall, den sie alleine leiten darf: Eine Prostituierte wurde tot aufgefunden und Jo kommt schon bald dahinter, dass ihre Ermordung religiöse Hintergründe hat. Doch nicht nur ihr Chef, der gleichzeitig ihr Exmann ist, legt ihr bei der Aufklärung andauernd Steine in den Weg. Hinzu kommt, dass der Mord möglicherweise in Verbindung mit der Entführung eines Mädchens steht, das seitdem nicht mehr spricht. Und Jo ist fest überzeugt, dass sie den Fall lösen kann, auch wenn ihr das keiner so richtig zutraut ...

Bei "Opferspiel" handelt es sich um einen Thriller, der Spannung über die Länge aufbaut. Der Spannungsbogen steigt kontinuierlich an und gipfelt am Ende in einem großen Finale. Soweit, so gut.

Was ich etwas schwerer zu beurteilen finde, sind die Protagonisten. Insbesondere Jo Birmingham, die alleinerziehende Mutter und Polizistin, die von ihrem Mann betrogen wurde, fand ich wenig sympathisch. Klar, sie ist stark und unabhängig - möchte es jedenfalls sein - doch dabei auch knallhart und will oft mit dem Kopf durch die Wand. Noch dazu weiß sie, wie sie die Fäden in ihrem Job ziehen muss, um Vorteile zu erlangen. Nur in ihrem Privatleben merkt man ihr an, dass sie sich eigentlich nach etwas Hilfe und Führung sehnt. Aber im Großen und Ganzen erfährt man nur wenig über ihr Gefühlsleben, wenig Direktes. Man muss sich also Vieles aus ihrem Tun ableiten. Insgesamt fand ich jedoch die Personenzeichnungen stark und glaubwürdig (wenn auch nicht immer sympathisch, wie gesagt), auch von den Nebencharakteren. Da dies der erste Band über Jo Birmingham ist, wird man sicher bald noch mehr über sie und ihren Exmann Dan erfahren.

Etwas schade ist das Finale, genauer: Die Auflösung wer der Mörder ist. Ich liebe nämlich Romane, in denen der Täter genau der ist, von dem man es am wenigstens erwartet hätte. Hier in "Opferspiel" wäre ich niemals auf des Rätsels Lösung gekommen, was aber daran liegt, dass die Hinweise zwischen den Zeilen, wer es denn sein könnte, sehr rar gesät sind und man erst kurz vor Schluss die entscheidenden Hinweise erhält, wenn man sich als Leser dann denkt: "Tja, wenn ich DAS vorher gewusst hätte, wäre mir auch eher aufgefallen, wer es war ..." Aber so bleibt die Spannung ohne Risiken bis zum Schluss erhalten ;-)

Ich könnte mir durchaus vorstellen, den nächsten Band über Jo Birmingham zu lesen, bin mir aber noch nicht sicher. Am ehesten würde mich aber interessieren, ob man mehr über ihr Seelenleben und ihre Vergangenheit erfährt und ob sie sich mit ihrem Exmann wieder zusammenrauf - und wenn ja, wie das dann auf der Arbeit klappt. Denn in diesem ersten Band wird viel Konfliktpotenzial aufgezeigt und man versteht irgendwie, warum Vorgesetzte nichts mit ihren "Untergebenen" anfangen sollen.

Interessant war, dass Niamh O'Connor - wahrscheinlich aufgrund ihrer Tätigkeit als Kriminaljournalistin - Informationen zum so genannten "Nebenklagerecht" in Irland in das Buch einfließen lässt und im Nachwort noch ein wenig dazu erklärt.

Empfehlen kann ich "Opferspiel" thriller-lesenden Frauen, aber auch Männern (!), die sich für ein Setting in Dublin, Irland interessieren und etwas über religiös motivierte Morde, Bandenkriege und politische Machenschaften im Hintergrund lesen möchten. Übrigens: "Opferspiel" hält sich bei der Beschreibung von "Gemetzel" zurück, hier können auch zart-besaitete LeserInnen zugreifen. (Wer allerdings schon die Beschreibung von Tatorten und deren Leichen nicht ertragen kann, wird auch bei "Opferspiel" Probleme haben, denn es bleibt nicht bei einer Leiche ...)
0Kommentar| 14 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden| Permalink
Was ist das?

Was sind Produktlinks?

Im Text Ihrer Bewertung können Sie mit einem Link direkt zu einem beliebigen auf Amazon.com angebotenen Produkt leiten. Befolgen Sie diese Schritte, um einen Produktlink einzufügen:
1. Das Produkt, zu dem der Link führen soll, auf Amazon.com suchen
2. Internetadresse des Produkts kopieren
3. Klicken Produktlink einfügen
4. Die Internetadresse in das Kästchen einfügen
5. Klicken Auswählen
6. Wenn Sie den angezeigten Artikel auswählen, erscheint ein Text wie dieser: [[ASIN:014312854XHamlet (The Pelican Shakespeare)]]
7. Sobald Ihre Bewertung auf Amazon.com erscheint, wird dieser Text in einen solchen Hyperlink umgewandelt:Hamlet (The Pelican Shakespeare)

Ihre Bewertung ist auf 10 Produktlinks beschränkt, und der Linktext darf maximal 256 Zeichen betragen.