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Kundenrezension

am 12. August 2011
Ich schätze Siri Hustvedt sehr - als Romanautorin . Umso enttäuschter war ich dann von diesem Werk. Ehrlich gesagt fühle ich mich sogar ein wenig an der Nase herumgeführt, um es nett auszudrücken. Denn das, was man sucht - nämlich tiefere Erkenntnisse und Verständnis für das, was ihr widerfährt - findet man in diesem Buch nicht.
Das liegt natürlich nicht an der Unfähigkeit der Autorin, die wunderbar analyieren und gut formulieren kann. Sondern daran, dass sie dem Leser einen tieferen Blick in ihre Erlebniswelt, Vergangenheit und Psyche konsequent verweigert. Wer sich psychologisch etwas auskennt, kann sich einiges zusammenreimen, besonders die Kriegs-Vergangenheit des Vaters wird eine entscheidende Rolle bei ihrem "Zittern" spielen. Dennoch wirkt das ganze Buch wie eine geballte intellektuelle Abwehrstrategie in Form von theoretischen Abhandlungen über neurologische Untersuchungs-Ergebnisse.
Sie selbst kennt das Phänomen des "Intellektualisierens" sehr genau, sie thematisiert es sogar kurz, und sie ist ja schlau genug, um zu wissen, was sie hier tut. Und das ist das eigentlich Ärgerliche daran.
Zurück bleibt nach der Lektüre das schale Gefühl, nichts wirklich Relevantes, nichts wirklich tiefgehend Persönliches erzählt bekommen zu haben. Beispielsweise erwähnt sie nur lapidar, eine Psychoanalyse begonnen zu haben, aber nicht, was sie dort für Erkenntnisse gewonnen hat. So bleibt das Geschriebene unpersönlich und merkwürdig wenig berührend.

Wer da schreibt und was sie zeigt, ist lediglich der "obere Teil", der gut funktionierende Kopf, die nicht zitternde, die kontrollierende, die hochintelligente Frau. Die kannten wir aber ja schon. Der "untere Teil", der die Kontrolle verloren hat, die zitternde Frau also, auf die die Leser/innen durch Aufmachung und Klappentext neugierig gemacht werden, bleibt (uns) eine Fremde.
Es ist verständlich, dass man sein Leiden nicht vor Publikum ausbreiten möchte. Aber dann sollte man vielleicht auch kein Buch darüber schreiben.
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