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Kundenrezension

TOP 1000 REZENSENT VINE-PRODUKTTESTERam 12. April 2013
Der erste Eindruck, den mir die Vorschau-Funktion gewährte, und die zahlreichen Kopien, die Frau Glücksweg hochgeladen hat, machten mich zumindest stutzig, warum dieses Schriftstück so "viele" SEHR gute Rezensionen hat. (Zudem ist das Buch mittlerweile fast komplett auf GoogleBooks einsehbar.)

Verschlagen auf diese Seite hat mich ein Kommentar von Frau Glücksweg, in welchem Sie eins Ihrer besseren Werke (weil die Aussage gut ist) zitiert. Doch dort wie hier – wenig Sinn für Rhythmus, unbeholfene, flapsige, duselige Sprache, verdrehte Sätze, unausgegorene Passagen, teils mit unmöglichen Zeilen, die vermuten lassen, dass die Schreiberin einige Male zu offensichtlich nach dem Prinzip arbeitete: Hauptsache es reimt sich.

Nun habe ich das Buch nicht komplett gelesen; in erster Linie deswegen, weil mir der Stil nicht behagt und ich ihn, objektiv betrachtet, unzulänglich finde. Dies möchte ich u. a. anhand einer ausgewählten Passage veranschaulichen, sie lautet:

"Hinzu kam leichter Druck im Bauch.
>Wahrscheinlich muss ich Groß nun auch<,
Hab ich folglich mir gedacht,
und mich auf den Weg zur Toilette gemacht.

Kurz drauf lief ich die Treppen runter
und setzte mich aufs Klo – ganz munter.
Wie’s völlig normal ist, so drückte ich dann;
nur irgendwas fühlte sich ungewohnt an.

In diesen Sekunden bemerkte ich doch,
da quoll was aus dem /falschen/ Loch.
Ich spürte ein Plupp – und es platschte ins Becken.
Und mich durchfuhr ein gewaltiger Schrecken."

Nun sind typografische Fehler vom Kaliber -- Bindestrich statt Gedankenstrich -- lässlich und sogar verständlich, wenn man bedenkt, dass das Buch in Eigenregie veröffentlicht worden ist. Sie machen die Sache jedoch nicht besser. Leseerfahrene und Sprachästheten stolpern über solche Unebenheiten zwangsläufig. Hier verhunzen sie den Text ZUSÄTZLICH! Warum also wurde das Buch nicht Korrektur gelesen? Zum Beispiel von einer guten Freundin, die auf diesem Gebiet firm ist. Leider ist auch das (Cover-)Layout unübersichtlich, da mit Text überfrachtet und (liebevoll-)dilettantisch gemacht.

Dann: unnötige Kommafehler (Dichterfreiheit hin oder her: in dem Satz "Hab ich folglich mir gedacht[,] und mich auf den Weg zur Toilette gemacht" DARF kein Komma stehen, weil dem Satzteil nach dem Komma sonst das Subjekt fehlte). All dies wäre unerheblich (immerhin hat die Frau das Buch selbst verlegt), wenn denn der Text sowohl inhaltlich als auch sprachlich eine gelungene Einheit bilden würde! Hinzu kommen Augenkrebs erzeugende Apostrophierungen (in einem anderen Gedicht) wie: "in 'n Kindern – und Kindskindern (sic) – die uns entsprängen". Schöne Gedanken, nette Einfälle (sogar im Konjunktiv!) – ja. Aber die Ausformung; teils echt grauenvoll. In solchen Momenten schüttelt es mich und ich kann die Schmerzen einer Gebärerin nachfühlen. (Ich leide also mit - bei Büchern sonst ein gutes Zeichen.)

Von solchen Petitessen abgesehen – warum muss die Frau "Groß" (machen)? Des Reimes wegen setzt sie sich natürlich "munter" aufs Klo - wie sonst? Und dann bemerkt sie "doch" ... Warum "doch"?

Bei den beiden ersten Zeilen der obigen dritten Strophe fällt einem sprichwörtlich nichts mehr ein (um die Ehre der Schreiberin zu retten). Welche Frau bezeichnet ihren Intimbereich als "Loch"?!? Und das in einem "lyrischen Text"!?! (Schon klar, soll witzig sein.) Das kann nicht ernst gemeint sein. Das ist einfach geschmack- und niveaulos, stümperhaft, unterirdisch schlecht.

Wären diese (in diesem Fall noch metrisch passablen) Zeilen von einem 15-jährigen Mädchen oder Jungen geschrieben worden, so würde man sich trotzdem/auch FREMDSCHÄMEN. Eine vernünftige erwachsene Frau würde an dieser Stelle den Rotstift ansetzen (auch wenn mir bewusst ist, dass Frau Glücksweg 1979ff jung gewesen ist). Ferner wäre der Einsatz desselben bei grammatikalischen Fehlern vonnöten. Beispiel: "/Kein Wort/ braucht' ich zuvor verlieren." (Es muss "ZU verlieren" heißen; gut, lassen wir an dieser Stelle die "dichterische Freiheit" walten.)

Unglückliche Inversionen häufen sich unangenehm oft. (Ein typisches Merkmal von Beginnern, die sich an der Dichtung versuchen. Wenn man soweit ist, ein Buch zu veröffentlichen, sollten solche "Stilmittel" zumindest sparsam eingesetzt werden.) Hier nur 3 Beispiele:

"Ihnen zeigen, dass sie toll [sie = Kinder]
Und ihre Gefühle stets nehmen für voll."

"Zuvor hatt' ich bereits beizeiten,
damit die Haut sich gut könnt’ weiten"

"Nur /wenn/ Du mal länger dich /nicht/ hast bewegt,
war /meist/ ich besorgt – und 'nen Tick aufgeregt."

Und so geht es – holprig und oft in satzbauwidriger Alltagssprache – weiter, die Texte wirken "heruntergeschrieben", ohne jegliches Bemühen um Verdichtung oder schönen, eigenwilligen, besonderen Ausdruck. Deshalb wirkt die Aussage des Rezensenten "Ernst" wie ein schlechter Witz, wenn er schreibt: "Die Autorin beherrscht Rhythmen und Reimformen aus dem EffEff. (sic)" Eben DAS tut sie NICHT (konsequent genug)! Sonst hätten die Texte – Ihre Intention, Mühe und Arbeit in allen Ehren; und das meine ich ernst, Frau Glücksweg, – allein schon dadurch etwas mehr Leserlichkeit erfahren. So bleibt das Werk zwar gut gemeint, doch streckenweise äußerst plump. Der willkürliche Wechsel zwischen den verschiedenen Versmaßen und die changierende Anzahl der Silben INNERHALB eines Gedichts tun ein Übriges (eben weil diese willkürlich erfolgen und inkonsequent), um dem Leser den Rest zu geben. Und das hat weniger mit Verquickung von Jambus und Daktylus oder Trochäus zu tun, wie Frau Glücksweg in einem Kommentar schreibt, sondern handelt sich um NACHLÄSSIGKEIT, Unvermögen oder "dichterische Freiheit", die nach hinten losgeht, weil sie den Leser vergrault! (Man schaue sich dazu als symptomatisches Beispiel das ganze Gedicht "Einmal ging's schief" an.) Beim Vorlesen lassen sich allerlei Unebenheiten freilich mit etwas Geschick (und gutem Willen) ausbügeln ...

Frau Glücksweg hat nun Zeit und Mühe investiert, um das Buch zu veröffentlichen. Leider ist es aus meiner Sicht ein gutes Beispiel dafür, dass der Wille allein nicht ausreichend ist. Es fehlt schlicht und einfach am Handwerklichen, an Fingerspitzen- und Sprachgefühl, der Feinschliff. Texte solcher Machart sind oft auf Betriebsveranstaltungen o. Ä. zu vernehmen. Und wenn sich ein Kollege die Mühe macht …, dann freut man sich, denn oft "hat er sich (zumindest redlich) bemüht". Mag sein, dass man (frau) die Erfahrungen von Frau Glücksweg bereichernd findet. Ich finde sowohl ihren Stil als auch ihre Texte (von einigen guten und sogar gelungenen Passagen abgesehen) unausgegoren und ungenießbar. Zumal wirklich "locker-flockige" Verse wie:

"Willst du Paaren etwas schenken,
die ans Kinderkriegen denken,
und sie mögen Lyrik auch …
schenk' das Buch vom Kugelbauch! :-)" [geht doch: ein wirklich gelungener/schöner Vers!]

leider selten sind.

Zugutehalten kann man Frau Glücksweg allerdings (und das wird der Grund sein, warum einige das Buch toll finden), dass Sie sich um aufmunternde Worte bemüht, ihre Emotionen, Bedenken und Stimmungen wiederzugeben versucht, einige Fakten und Tipps einstreut etc. Leider, leider geschieht dies in (noch) unausgereifter, rhythmisch fragwürdiger und typografisch unansehnlicher Manier. Schade.

PS:
Bevor ich diese Rezension geschrieben habe, hatte ich einen ganzen Tag überlegt, ob ich sie schreibe. Die eingestellten Texte waren ausreichend, um mir eine Meinung zu bilden, der Eindruck, den ich hatte, war zwiespältig. Einerseits ist die Idee wirklich toll; Frau G. hat ihrer Tochter sicherlich ein schönes Geschenk damit gemacht (aber auch sich selbst). Sie hatte – wie die ersten Seiten + Dank vermuten lassen, viele helfende Hände. Schließlich hat man gemeinsam das Projekt "Buch" gestemmt. Das muss wirklich erfüllend gewesen sein. Weiterhin sind ihre Erlebnisse sehr gut nachvollziehbar, die einzelnen Szenen, Gedanken und Empfindungen, die sie beschreibt, sicherlich von Interesse – vor allem für werdende Mütter. Andererseits beinhalten die Verse (neben gelungenen witzigen Passagen) etliche Stolpersteine, ist der Text wenig geschmeidig, von technischen Baustellen durchzogen, bricht der Rhythmus immer wieder ab, kommen verdrehte, bemühte Sätze hinzu, sodass sich Lesefreude nicht einstellen kann/will. Aber: nichtsdestotrotz wird eine Geschichte erzählt und auf viele Fragen rund um die Schwangerschaft eingegangen. Deshalb habe ich meine Bewertung geändert.

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Die Rezension war für Sie "NICHT HILFREICH"?

Das ist Ihr gutes Recht. Sie gibt schließlich meine Meinung wieder und die müssen Sie nicht teilen! Ich finde es jedoch ungerecht, einen Rezensenten abzustrafen, nur weil SEINE Meinung nicht mit der EIGENEN übereinstimmt.

Dennoch würde ich dann gerne wissen, W A R U M Sie sich so entschieden haben. Denn ich denke, dass ich meine Meinung und meinen Eindruck verständlich und anschaulich beschrieben und belegt habe. Oder?
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