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Kundenrezension

VINE-PRODUKTTESTERam 10. Dezember 2010
...und erfreulicherweise wird das hohe Niveau der Nuller-Jahre locker gehalten, teilweise noch überboten.
Die Songs sind durch die Bank abwechslungsreich und decken ein weites Spektrum ab. Songwriting-technisch sind Motörhead schon seit Jahren auf einem Niveau, von dem sie auf ihrem heiligen Triumvirat "Overkill-Bomber-Ace of Spades" nur träumen konnten. Zeitgenossen, die Motörhead immer wieder gern vorwerfen, den selben Song seit 35 Jahren zu verfassen haben seit mindestens 10 Jahren keinen Song dieser Band mehr gehört.
Hier stehen harte Songs wie "Born to lose", "Get back in Line" (genialer Text des Gossenpoeten Lemmy) neben Groovegranaten wie "Bye bye bitch bye bye" und man wird angenehm von dem Gute-Laune Song "Rock 'n' Roll Music" überrascht, dessen Text man Lemmy sofort abkauft. Mein liebster Song auf The World.. ist definitiv "Brotherhood of man". Ein düsteres, rollendes, groovendes Monster in der Tradition von "Orgasmatron" (das Lied, nicht das Album).
Sicher ist das alles hier kein Progrock und das Rad wird auch nicht neu erfunden. Aber in Motörheads eng gestecktem Rahmen ist das hier ganz große Songwritingkunst.
Natürlich sind auch 2-3 durchschnittliche Songs auf diesem Album, aber die Trefferqoute ist meiner Meinung nach enorm. Motörizer und Kiss of death waren klasse, aber das neue Album besticht durch mehr Abwechslung und wirkt dennoch aus einem Guss.
Die Produktion von Cameron Webb (immerhin schon seine 4. Produktion für Motörhead) ist organisch, warm, differenziert und besser als auf Kiss of death, wo Gitarre und Bass eher ein Soundbrei waren.
Das Booklet beinhaltet alle Texte, nebst ein paar Fotos und thematisch zugeordneten Zeichungen neben den Texten, die aber eher aussehen, als hätte sie ein 8jähriger mit dem rechten Fuss gezeichnet. Geschmackssache.
In Zeiten von PLastikproduktionen und Wegwerfmusik kann man Lemmy und Co. nicht hoch genug anrechnen, alle 2 Jahre ein solches Album zu veröffentlichen und damit zu beweisen, dass es Lemmyseidank immer noch Konstanten in der Musikwelt gibt. Ich will nicht verschweigen, daß das Niveau von Inferno nicht erreicht wird und das Album objektiv sicher eher 4 als 5 Sterne verdient hat. Aber Lemmy verdient immer und grundsätzlich Sympathiebonus.
Er ruht sich nicht auf Lobeeren aus, hat keinen Privatjet, sitzt nicht bei "American Idol" in der Jury. Er steht entweder auf der Bühne oder nimmt ein neues Album auf und ist dabei so zuverlässig, wie..naja, nicht mehr viel auf dieser Welt. Und allein dafür ein dickes DANKE!
Der letzte Abschnitt mag mir verziehen werden :-)
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Produktdetails

4,5 von 5 Sternen
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