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Kundenrezension

am 28. August 2012
Ich habe mir die Linse angeschafft weil ich zurück zu den Wurzeln wollte, die in meinem Fall auf eine Minolta XG-M plus 50mm Standardbrennweite zurückgehen. In Verbindung mit einer 5D3 ist diese Linse eine mehr als nur tolle Kombination, die dem VF-Sensor sein volles Potenzial entlocken kann.

GENERELL
Allgemein ist die Linse kleiner als gedacht, einfach handzuhaben und vom Gewicht her sehr angenehm. Man hat allerdings schon das Gefühl in Verbindung mit einer 5D3 etwas Großes in der Hand zu halten. Die kurze Bauform macht das Halten viel entspannter als wenn z.B. ein mittelgroßes Zoom angeflanscht ist da der Schwerpunkt mittig bleibt.

GRUND FÜR DIE ANSCHAFFUNG
Es ist schon viel zu den guten und schlechten Eigenschaften überall geschrieben worden, für mich waren diese alleine aber nicht entscheidend für die Anschaffung – denn das Ganze ist auch hier mehr als nur die Summe seiner Teile. Die Lichtstärke und sich daraus ergebende Flexibilität sind weiche Kriterien die dieses Objektiv von anderen absetzen. Zudem ist es durch den Wetterschutz eine sehr haltbare Linse, der Wertverlust dürfte entsprechend gering ausfallen – also ist der hohe Einstandspreis durchaus Relativ zu sehen.

Außerdem wollte ich eben weg von Zooms die einem eine Unmenge an Brennweiten bieten, aber keine davon in ihren Möglichkeiten voll ausnützen. Eine Festbrennweite dieser Güte bietet a) Eigenschaften die kein Zoom je haben wird und ermöglicht b) keine wirkliche Steigerung in seiner Auslegung mehr. Da ich ohnehin ein paar Zooms habe hat mich die so oft bemängelte Schärfeleistung nicht sonderlich abgeschreckt – für andere Anwendungen dient mir das 24-105mm als zuverlässiges und sehr gutes Standardzoom. Kein Objektiv kann eben alles gleichzeitig abdecken.

Doch ich will eben nicht immer die Vielzitierten „knackscharfen“ Bilder machen. Gerade die Unschärfe ist es, welche dieses Objektiv von vielen (den meisten) anderen unterscheidet – nicht zuletzt durch die riesige Offenblende. Und ich finde es schon sehr interessant einen Schärfebereich von bloß ein paar Millimetern zu haben. Nimmt man z.B. Gesichter auf, so gelingt es einem auf nur ein Auge scharf zu stellen und das zweite schon in der Unschärfe verschwinden zu lassen. Die Effekte welche dadurch möglich werden sind großartig.

DAS OBJEKTIV
Es ist ein sehr hochwertiges Objektiv das einem alles bietet was man heute technisch machen kann, bis auf einen Bildstabilisator vielleicht, den man aber in diesem Fall nie wirklich braucht. Es ist mit einem vollständigen Wetterschutz ausgestattet wenn man einen entsprechenden Klarfilter verwendet.
Ganz klar ist das Objektiv für VF-Sensoren ausgelegt, und hier kommt auch als hochwertigste verfügbare Standardbrennweite seine Stärke voll zur Geltung. Am Crop ist es bestimmt auch nett anzusehen, doch verliert man durch den Verlängerungsfaktor einfach den sinnvollen Nutzen als Standardbrennweite sowie einen Teil des Unschärfebereichs. Da ist man mit anderen Objektiven besser bedient und sollte sich vielleicht das 35mm F/1.4 einmal ansehen.

BEDIENUNG UND BILDQUALITÄT
Das Objektiv lässt einen sehr gute Ergebnisse erzielen – in Verbindung mit der 5D3 sind diese durchgängig und konstant besser als sie z.B. mit einer F/4 Zoomlinse im gleichen Brennweitenbereich zu erzielen sind. Und so ein Objektiv will man auf keinen Fall bei F/4 vergleichen, denn das wird seiner optischen Auslegung als extrem schnelle Brennweite nicht gerecht.

Dennoch sind ein paar Dinge zu beachten. So ist es durch die immense Offenblende unbedingt auf einen korrekt angepassten Autofokus angewiesen. Damit meine ich nicht nur die so oft besprochenen Fokusverschiebungen, sondern auch generell die Wahl und Bedienung des richtigen AF-Modus. Als Anwender darf man also keine Scheu davor haben, zunächst einmal viel mit den unterschiedlichen Betriebsarten des AF zu experimentieren bzw. das Handbuch sehr häufig zur Hand zu nehmen. Man muss ein Gefühl für die Linse bekommen, dann bekommt man auch die Ergebnisse die man möchte.

Es handelt sich hie um eine extrem lichtstarke Linse, entsprechend sollte man dem Studium von Belichtungszeit, Blendenöffnung, ISO-Werten und deren Zusammenspiel einige Zeit widmen und auch dem M-Modus mehr Beachtung schenken als man es bislang vielleicht getan hat. Auch ein intensives Studium von HDR-Techniken macht schon alleine aufgrund dieser Linse Sinn, denn einen Blitz wird man i.d.R. nur selten benutzen wollen.

Und nochmal: die Ergebnisse sind konstant auf einem sehr hohen Niveau wenn man die Technik respektiert. Dies kann auch nicht durch bloße Messwerte erklärt werden, man muss die Optik einfach selbst verwenden und sehen was sie liefern kann.

Bisher konnte ich die meisten Direkt-JPEG's ohne weitere Bearbeitung verwenden. Die Farben und Kontraste sind wundervoll, das Bokeh ist Klasse. In dieser Brennweite wird man vermutlich derzeit nicht vieles finden was besser ist. Dadurch eignet es sich für eine Vielzahl an unterschiedlichen Anwendungen, die quasi nur durch die eigene Kreativität eingeschränkt werden.

FAZIT
Ein Objektiv der besonderen Art. Klare Empfehlung für Leute die etwas anderes wollen als die immer gleich ausschauenden "superscharfen" Bilder, welche mit der Zeit eben etwas langweilig werden. Durch die traditionelle Brennweite von 50mm trainiert man zudem sein Auge und wird wesentlich mehr mit Nähe und Distanz spielen als man es bei einem Zoom machen würde – und die richtige Perspektive gepaart mit der extremen Offenblende ergibt oft dramatische Ergebnisse.

Es verlangt allerdings nach einer geübten Hand die sich blind mit der Bedienung des Kamerasystems sowie dem „Belichtungsdreieck“ auskennt und sich andernfalls auch nicht scheut, einige Zeit und Mühe zu investieren um an diesen Punkt zu kommen.

Dadurch erhält man durch dieses Objektiv natürlich auch die Möglichkeit, seine eigenen Fähigkeiten auf eine neue Stufe zu bringen wenn man dies möchte, denn ein deutlich lichtschwächeres Zoom kompensiert sehr viele Fehler. Alternativ gibt es natürlich noch das hervorragende EF 50mm f/1.4 was bei der ernsthaften Auswahl definitiv als seriöse Option in Betracht gezogen werden sollte. Am besten beide einmal testen und dann entscheiden. Braucht man allerdings unbedingt den Staub-/Wetterschutz oder den rasiermesserscharfen Fokusbereich den dieses Objektiv mitbringt, so muss man nicht mehr vergleichen da alles andere nur ein Kompromiss sein wird.

Entsprechend halte ich Sternebewertungen für dieses Objektiv unangemessen, entweder es passt zu dem was man machen will oder eben nicht. Passt es nicht liegt der Fehler aber an der Auswahl, und nicht am Objektiv. Die Gefahr eines Spontankaufs ist bei dem Preis kaum gegeben, insofern sollten die Leute die es haben auch zufrieden damit sein. Und zwar ganz abseits von messtechnischen Berichten und endlosen Schärfediskussionen. Zum Bildermachen taugt das EF 50mm f/1.2 nämlich ganz vorzüglich.
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Produktdetails

3,8 von 5 Sternen
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