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Kundenrezension

am 17. November 2011
Was mich an diesem Spiel bereits im Vorfeld fasziniert hat, war die Tatsache, dass die Meinungen von Presse und Spielerbewertungen so weit auseinander gehen. Fast alle Fachzeitschriften loben das Spiel, die meisten Rezensionen von Spielern selbst fallen hingegen sehr kritisch aus. Da Adventures auf Konsolen eine Rarität darstellen, habe ich mir "Gray Matter" aus Liebe zum Genre nun doch besorgt - und wurde nicht enttäuscht, im Gegenteil.

Ich fange diesmal ausnahmsweise mit den Kritikpunkten an. Viele kritisieren, dass "Gray Matter" an vielen Stellen zu schwer bzw. unlogisch aufgebaut ist. Dem kann ich nur teilweise beipflichten. Insgesamt musste ich drei Mal das Internet als Hilfsmittel zu Rate ziehen, weil ich nicht weiter wusste, jedoch unbedingt bis zum Ende spielen wollte. Das war zwar ärgerlich, ist aber in meinen Augen gerade noch so vertretbar. Dass die Protagonistin sich nicht jederzeit nachvollziehbar verhält bzw. widersprüchliche Aussagen trifft, kommt ebenfalls vereinzelt vor, doch auch das hat den Spielfluss für mich zu keinem Zeitpunkt gestört, sondern mir allerhöchstens ein Stirnrunzeln abgeknöpft. (Zu) lange Ladezeiten sind mir nicht aufgefallen. Ich habe das Spiel auf der Festplatte installiert und die Ladezeiten zu keinem Zeitpunkt als störend empfunden.

Wer sich von all dem nicht abschrecken lässt, bekommt ein Grusel-Adventure allererster Sahne geboten. Die sehr charismatische Protagonistin, Samantha Everett, landet durch Zufall auf dem Anwesen von Dr. David Styles, einem Neurobiologen mit eher zweifelhaftem Ruf. Durch einen Trick (sie gibt sich als eine andere Person aus) schafft sie es, als Dr. Styles' Assistentin eingestellt zu werden. Als ihr aufgetragen wird, freiwillige Studenten für eines seiner Experimente zu gewinnen, machen sie die Reaktionen auf ihre Anfragen stutzig: Überall erfährt sie Ablehnung, bei dem Namen "Styles" winkt jeder mehr oder minder dankend ab. Samantha wird neugierig und versucht, mehr über die Vergangenheit ihres Arbeitgebers in Erfahrung zu bringen, mit erschreckendem Ergebnis... Doch damit nicht genug: Jedes Mal, wenn Dr. Styles eines seiner Experimente durchführt, passiert etwas Schreckliches (an dieser Stelle will ich nicht präziser werden, Spoileralarm!). Doch je tiefgründiger sie recherchiert, desto morbidere Ausmaße nimmt es an. Hier und da erinnert die ganze Atmosphäre an einen guten Akte-X-Streifen.

Interessant ist der charakterliche Gegensatz beider Hauptfiguren: Samantha ist eher der extrovertierte, neugierige Typ, Dr. Styles hingegen bleibt bis zum Schluss der eher zurückgezogene, wortkarge, introvertierte Mensch. Für Abwechslung und Spannung sorgt zudem, dass man als Spieler beide Figuren spielen kann und somit beide Perspektiven und Ansichten im Detail aufnimmt. Eine weitere Besonderheit ist die Anwendung von Zaubertricks: Samantha trägt ein Zauberbuch bei sich und kann mit dem nötigen Equipment Tricks nutzen, um z.B. Mitmenschen zu manipulieren. Ansonsten folgt das Gameplay dem klassischen Adventure-Muster: Man erkundet viel, führt viele Dialoge, kombiniert Gegenstände und interagiert mit den verschiedensten Dingen. Rätseleinlagen finden man ebenfalls vereinzelt, diese stellen aber zu keinem Zeitpunkt eine richtige Herausforderung dar. Ungünstig ist manchmal, dass man keine konkreten Hinweise dazu findet, was man als nächstes tun muss. Zwar wird über die Karte ersichtlich, an welchen Orten man sich noch umschauen muss, allerdings sind diese meist recht groß. Wer also wirklich mal "hängen" bleibt, hangelt sich entweder wieder durch alle Interaktionsoptionen oder sucht im Internet nach dem richtigen Weg. Hier hätten die Entwickler dem Spieler wesentlich mehr unter die Arme greifen können.

Ja, "Gray Matter" hat Macken und ich hätte liebend gerne 5 Sterne vergeben, doch perfekt ist das Spiel nicht. Dennoch hat mich lange kein Spiel mehr so mitgerissen wie dieses. Die Szenarien, die Synchronisation, die Handlung, der Soundtrack, die Figuren: Alles ist in sich stimmig und gibt ein tolles Gesamtkunstwerk ab. Ich habe immer noch das Titellied im Ohr und es erinnert mich jedes Mal aufs Neue an das Schicksal von Dr. Styles. Die Handlung hält einen durchgehend auf Trab, für mich wurde es zu keinem Zeitpunkt langweilig und gerade zum Ende hin zieht der Spannungsbogen nochmal richtig an. Selten habe ich nach dem Beenden eines Spiels so lange über die Geschichte nachgedacht, wie es bei "Gray Matter" der Fall gewesen ist. Die beiden Protagonisten werden mir noch lange in Erinnerung bleiben; die wenigen Ärgernisse, die mir das Spiel bereitet hat, habe ich hingegen nach kurzer Zeit schon fast wieder vergessen. Ein nicht zu unterschätzendes Qualitätsmerkmal. Von mir eine klare Kaufempfehlung.
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