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Kundenrezension

am 12. April 2013
Also - eigentlich bin ich ja mal ein Schrobsdorff-Fan gewesen : Der Roman "Du bist nicht so wie andere Mütter" hatte mich tief berührt und bleibt bis heute in meiner Bestenliste... Das Problem ist nur, daß man bei der Lektüre der anderen Romane - "Die Herren", "Spuren" - und nun auch dem "Geliebten" - immer wieder mit den unverarbeiteten Traumata der Autorin konfrontiert wird. Die Romane sind gleichförmig deprimierend, und deklinieren alle das gleiche Thema der scheinbar emanzipierten Nachkriegsfrau, die ziellos durchs Leben schlittert, unfähig ist, eine tragbare Beziehung zu einem Mann aufzubauen und mit sich und ihrem Sohn nichts anzufangen weiß.

"Der Geliebte" dreht sich um eine Beziehung, die von idealisierender Anhimmelung eines anscheinend coolen und unkonventionnellen Typen - Paul - durch eine ancheinend junge, naive Frau - Judith - über Jahre hinweg in Enttäuschung und Distanzierung vom inzwischen spießig-bürgerlich gewordenen Manne übergeht, während die Frau sich zur erfolgreichen, selbstsicheren und weltgewandten "Business Women" mausert. Beide Extreme wirken in der romanhaften Darstellung befremdlich überspitzt und daher unglaubwürdig, zumal sie zeitgeschichtlich sehr markiert sind und die beschriebenen Lebnsumstände daher 50 bis 60 Jahre später nur noch schwer nachvollziehbar sind. Es ist mir zum Beispiel ziemlich rätselhaft, wie eine alleinerziehende Mutter ihren kleinen Sohn monatelang mit einer Haushälterin in Deutschland läßt, während sie in New York auf getarnter Geschäftsreise und eigentlich auf der Suche nach ihrer angeblich großen Liebe ist...

Die Entwicklung der Judith vom Mauerblümchen zur erfolgreichen Frau mit Paul als Katalysator ist schemenhaft und voller Klischees und daher nicht nachvollziehbar. Genauso extrem ist Pauls Verwandlung vom sorglosen Lebemann in einen spießigen Arzt, angeblich, um seine halbjüdische Vergangenheit zu vergessen. Eventuell kann der Roman noch als Stilübung durchgehen, aber für eine empfehlenswerte Lektüre verharrt er viel zu sehr in oberflächlichen und karikaturähnlichen Charakterdarstellungen- und wandlungen, die auf mich einen befremdlichen Eindruck machen. Fazit : "Du bist nicht so wie andere Mütter" bleibt definitiv das empfehlenswerteste Buch der Schrobsdorff.
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